GBP/USD – 1H.
Am 30. Dezember setzte das Paar GBP/USD im Stundenchart sein Wachstum fort und schloss über dem Niveau von 1,3618. Nun kann der Anstieg in Richtung des nächsten Fibonacci-Niveaus von 261,8 % - 1,3698 oder weiter bis zu 1,3800 anhalten. Die Bullentrader sind euphorisch gestimmt. Der Brexit ist endlich vorbei. Das britische Parlament votierte gestern über das Handelsabkommen und billigte es mit großer Mehrheit. 521 Abgeordnete stimmten dafür, nur 73 waren dagegen. Der britische Premierminister Boris Johnson und Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen haben das Dokument jeweils in London und in Brüssel unterzeichnet. "Der Brexit ist kein Ende, sondern ein Anfang der neuen Epoche. Wir tragen eine große Verantwortung, die Macht und die Möglichkeiten, die sich uns jetzt wieder bieten, bestmöglich auszunutzen", sagte Boris Johnson. So nimmt die lange Brexit-Geschichte offiziell ihr Ende.
Nun werden die Trader die Bemühungen von Boris Johnson aufmerksam verfolgen, die englische Wirtschaft wieder hochzufahren. Viele Experten sind in dieser Hinsicht ziemlich skeptisch. Das Vereinigte Königreich mag auf längere Sicht einige Vorteile von seiner Freiheit schon gewinnen, in den nächsten Quartalen rechnen die Ökonomen jedoch mit einem deutlichen Rückgang, auch mit dem abgeschlossenen Freihandelsabkommen.
GBP/USD – 4H.
Im vierstündigen Chart hat das Paar GBP/USD eine Umkehr zugunsten der britischen Währung durchgeführt und setzt das Wachstum in Richtung des Korrekturniveaus von 127,2 % - 1,3701 fort. Der Abprall ab diesem Niveau wird für den Dollar günstig sein und zum Beginn des Rückgangs in Richtung des Fibonacci-Retracements von 100,0 % - 1,3481 führen. Die Behauptung des Paares über 127,2 % erhöht die Wahrscheinlichkeit des weiteren Anstiegs in Richtung von 161,8 % - 1,3977.
GBP/USD – Daily.
Im Tageschart haben sich die Notierungen des Paares über dem Korrekturniveau von 100,0 % - 1,3513 behauptet. So kann der Anstieg in Richtung des nächsten Fibonacci-Niveaus von 127,2 % - 1,4084 anhalten.
GBP/USD – Weekly.
Im Wochenchart ist das Paar Pfund/Dollar in Richtung der zweiten absteigenden Trendlinie gestiegen. Der Abprall ab der Linie wird langfristig eine Umkehr zugunsten des Dollars und einen anhaltenden Rückgang des Pfunds bedeuten.
Nachrichtenüberblick
Am Mittwoch gab es keine wirtschaftlichen Berichte oder anderen Ereignisse. Der Informationshintergrund blieb aus, ausgenommen Nachrichten über die Unterzeichnung des Handelspaktes.
Nachrichtenkalender für Großbritannien und die USA
USA: die Zahl der Erst- und Folgeanträge auf Arbeitslosenhilfe (13-30 GMT).
Am 31. Dezember ist der wirtschaftliche Kalender in beiden Ländern praktisch leer. Heute gibt es ebenfalls keinen bemerkbaren Informationshintergrund.
Commitments of Traders Report
Der vorherige Report zeigte an, dass die Trader sowohl Long- als auch Short-Positionen schlossen. Der jüngste Bericht weist nur geringe Stimmungsänderungen der großen Trader auf. Die Non Commercials haben in der Woche bis 21 Dezember nur 2.000 neue Long-Positionen und 500 Short-Positionen eröffnet. Aus diesen Zahlen lassen sich keine weitreichenden Vorhersagen über die Zukunft der britischen Währung ableiten. Man könnte sagen, dass die Trader die Käufe des Pfunds gesteigert haben, aber es sind schon zehn Tage her. Die Gesamtzahl der Long-Positionen ist nur um 8.000 höher als die der Short-Positionen. Bei der europäischen Währung sind beispielsweise dreimal mehr Kauf- als Verkaufspositionen eröffnet. Angesichts dessen können wir die Stimmung der Pfundtrader nach wie vor nicht mit Sicherheit als sehr bullisch bezeichnen und den weiteren Anstieg der Währung vorhersagen.
GBP/USD-Prognose und Empfehlungen für die Trader
Neue Kaufpositionen des Pfunds sind mit den Zielen von 1,3698 und 1,3800 empfehlenswert, falls sich das Paar über dem Niveau von 1,3618 im Stundenchart behauptet. Der Verkauf ist bei dem Abprall ab dem Korrekturniveau von 127,2 % im vierstündigen Chart mit den Zielen von 1,3618 und 1,3499 möglich.
Begriffe:
Non Commercials sind große Marktspieler: Banken, Hedgefonds, Investmentfonds, Privatanleger, Großanleger.
Commercials sind Firmen, Banken, Korporationen, Gesellschaften, die die Währung nicht für den spekulativen Gewinn, sondern für die Sicherung ihrer laufenden Tätigkeit, oder Import- und Exporttransaktionen kaufen.
Non Reportable Positions sind kleine Trader, die keinen wesentlichen Einfluss auf den Preis haben.