Heute versucht das EUR/USD-Paar zum vierten Mal in Folge zu steigen und Unterstützung über der runden Marke von 1,1600 zu gewinnen. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert der US-Währung im Vergleich zu einem Basket an Hauptwährungen widerspiegelt, fällt seit drei Tagen in Folge vor dem Hintergrund pessimistischer Erwartungen hinsichtlich der US-Notenbank. Tatsächlich preisen Marktteilnehmer derzeit eine etwa 85%ige Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung durch die Zentralbank im Dezember ein, und die jüngsten Aussagen mehrerer Fed-Beamter haben diese Erwartungen nur verstärkt. Zudem helfen die in dieser Woche veröffentlichten gemischten Wirtschaftsdaten nicht, die Stimmung zu beruhigen. Dies schwächt zusammen mit einem positiven Marktumfeld den Status des Dollars als sicherer Hafen und unterstützt infolgedessen das Wachstum des EUR/USD-Paares.
Mittlerweile prognostizieren die meisten Experten, dass die EZB den Einlagenzins in diesem Jahr unverändert lassen wird und bis Ende nächsten Jahres keine Anpassungen vornimmt. Dies wiederum kommt den Euro-Bullen zugute, indem es nahelegt, dass das wahrscheinlichste Szenario für das EUR/USD-Paar ein Aufwärtstrend ist. Nichtsdestotrotz wäre es klug, auf einen nachhaltigen Ausbruch über den 50-Tage-SMA zu warten, der derzeit nahe 1,1622 liegt, bevor man auf weiteres Wachstum setzt. Darüber hinaus erfordern die bescheidenen Handelsvolumina vor dem US-amerikanischen Thanksgiving-Festtag erhöhte Vorsicht von den Händlern, die auf einen Anstieg des Paares setzen.
Aus technischer Sicht sind die Oszillatoren auf dem Tageschart gemischt. Das Paar steht vor einem Widerstand bei der runden Marke von 1,1600 sowie beim 50-Tage-SMA, der sich derzeit bei etwa 1,1622 befindet. Ein Ausbruch über dieses Niveau könnte den Bullen Vertrauen geben. Das Paar hat Unterstützung bei 1,1585 gefunden. Die nächste Unterstützung liegt bei 1,1570, wo sich die 14-tägige EMA und die 20-tägige SMA kreuzen.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentualen Veränderungen des US-Dollars gegenüber den Hauptwährungen der Woche. Der Dollar hat die größte Stärke gegenüber dem japanischen Yen gezeigt.