Trotz der Versuche des EUR/USD-Paares, sich zu erholen, bleibt es unter Druck angesichts der moderaten Stärkung des US-Dollars nach Veröffentlichung des Protokolls der Sitzung der Federal Reserve zur Geldpolitik im Dezember. Trotz kurzfristiger Schwankungen behält der Euro weiterhin eine solide jährliche Wachstumsentwicklung von rund 14% bei, unterstützt durch eine deutliche Divergenz zwischen der Haltung der EZB und der Fed zu zukünftigen Zinssätzen.
Die Dynamik der US-Währung wird weitgehend durch die inkonsistente Handelspolitik der Trump-Regierung und Anzeichen einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums in den Vereinigten Staaten geprägt. Die am Dienstag veröffentlichten FOMC-Protokolle haben erneut Uneinigkeiten unter den Ausschussmitgliedern hervorgehoben. Insbesondere wurde der Zinssatz nur um 25 Basispunkte gesenkt, was sich als bescheidener herausstellte als von den Märkten erwartet. Gleichzeitig verknüpfte die Fed eine weitere Lockerung der Geldpolitik mit einem anhaltenden Rückgang der Inflation, wodurch Zweifel über den Zeitpunkt der nächsten Zinssenkung aufkamen. Vor diesem Hintergrund erhielt der Dollar kurzfristige Unterstützung.
Aus makroökonomischer Sicht richtet sich die Aufmerksamkeit der Investoren nun auf die bevorstehenden US-Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung. Gleichzeitig wird die Marktaktivität aufgrund saisonaler Faktoren voraussichtlich eingeschränkt bleiben – die meisten Handelsplätze werden am Donnerstag wegen des Neujahrs geschlossen und die japanischen Märkte werden erst zum Ende der Woche wieder öffnen.
Aus technischer Sicht bleibt das Paar positiv, da die Oszillatoren im Tagesdiagramm im positiven Bereich liegen. Das Paar hat solide Unterstützung an der 20-Tage-SMA gefunden, die sich derzeit bei 1,1725 befindet. Der Widerstand liegt nun auf der 1,1760-Marke, über der sich das Paar in Richtung der runden Marke von 1,1800 beschleunigen würde.
Laut aktuellen Daten zeigt der Euro die stärksten Gewinne gegenüber dem neuseeländischen Dollar, während er gegenüber den meisten anderen Währungen stabil bleibt.