USD/CHF. Analyse und Prognose

Heute geriet das Währungspaar USD/CHF während der US-Sitzung unter Druck. In den letzten Monaten stand der US-Dollar aufgrund von Marktbedenken bezüglich Trumps Handelspolitik, Anzeichen einer wirtschaftlichen Abschwächung und hoher Inflation im Land unter erheblichem Druck. Auch die beispiellosen kritischen Äußerungen von Präsident Donald Trump gegenüber der Federal Reserve haben den Dollar belastet. Die Erwartungen an eine weitere Lockerung der Geldpolitik der Fed begrenzen die Stärke des Dollars.

Die US-Zentralbank hat bei ihren letzten beiden geldpolitischen Sitzungen die Zinsen um 25 Basispunkte gesenkt und prognostiziert bis 2026 zwei weitere Senkungen. Darüber hinaus endet die Amtszeit von Präsident Jerome Powell im Mai, und Trump dürfte einen geldpolitisch lockerer eingestellten Entscheidungsträger für die Position ernennen, wobei in den kommenden Wochen eine Entscheidung über den Kandidaten erwartet wird. Diese Umstände verstärken die Erwartungen an einen aggressiveren geldpolitischen Lockerungszyklus.

Trotzdem sehen die neuesten US-makroökonomischen Indikatoren recht optimistisch aus. Erstmalig seit langer Zeit sanken die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung um 16 Tausend auf 199 Tausend in der Woche bis zum 26. Dezember und übertrafen die revidierte Zahl der Vorwoche (215 Tausend). Auch bei Immobiliengeschäften wurde ein Anstieg verzeichnet — der höchste Stand in den vergangenen drei Jahren. Die heutige Veröffentlichung des US-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe (S&P Global Manufacturing PMI) bestätigte eine moderate Abschwächung des Sektors. Allerdings warten die Investoren auf den entscheidenden Bericht über die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft für den Dezember, dessen Veröffentlichung auf die nächste Woche verschoben wurde, da dieser einen klareren Einblick in die Erwartungen bezüglich des Zinspfads der Fed geben wird.

In der Schweiz zeigte der KOF-Konjunkturbarometer eine überraschende Verbesserung und stieg im Dezember von 101,7 auf 103,4 — der höchste Wert seit über einem Jahr. Dies weist auf ein potenzielles Wachstum der Wirtschaftskraft hin. Trotz der positiven Bewertung merkte das KOF-Institut starke Werte im Industrie- und Bausektor an, warnte jedoch auch vor Anzeichen einer Abschwächung bei Nachfrageindikatoren.

Aus technischer Sicht befinden sich die Oszillatoren im Tages-Chart im negativen Bereich. Der gleitende Durchschnitt (EMA) für 9 Tage liegt unter dem für 14 Tage, was ebenfalls einen bärischen Ausblick für das USD/CHF-Paar bestätigt. Widerstand befindet sich beim 14-Tage-EMA um 0,7933, worüber der nächste Widerstand bei 0,7943 liegt. Solide Unterstützung wurde bei der runden Marke von 0,7900 gefunden.