Die Inflation in UK beschleunigt sich

Das Pfund stieg, nachdem bekannt wurde, dass die Inflation im Vereinigten Königreich zum ersten Mal seit fünf Monaten gestiegen ist. Viele Ökonomen erwarten dennoch, dass der Anstieg nur vorübergehend ist, da die Regierung Maßnahmen plant, um im Frühjahr den Preisdruck zu mindern.

Laut dem Office for National Statistics stiegen die Verbraucherpreise im Dezember 2025 um 3,4 % im Vergleich zum Vorjahr, verglichen mit einem Anstieg von 3,2 % im Vormonat. Die Ökonomen hatten einen Anstieg von 3,3 % prognostiziert.

Die ONS erklärte, dass der erste Anstieg seit Juli durch höhere Verbrauchsteuern auf Tabakprodukte und steigende Flugpreise verursacht wurde. Die Dienstleistungsinflation, der vom Büro der Bank of England genau beobachtete inländische Indikator, stieg von 4,4 % auf 4,5 %. Der Anstieg war jedoch geringer als erwartet.

Die meisten Ökonomen erwarten dennoch, dass die Zentralbank angesichts der allgemein unsicheren wirtschaftlichen Lage und der Rezessionsrisiken abwarten wird. Regierungsmaßnahmen zur Unterstützung von Haushalten und Unternehmen, die im Frühjahr geplant sind, sollen im ersten Quartal eine disinflationäre Wirkung entfalten. Dadurch könnte der Druck auf die Bank of England gelindert werden.

Die Inflation wird nun für das Frühjahr nahe dem Zielwert von 2 % erwartet. Wie oben erwähnt, wird das Budget von Kanzlerin Rachel Reeves – das einen Einfrieren der Bahnfahrpreise und Maßnahmen zur Senkung der Energierechnungen umfasst – voraussichtlich das Preiswachstum um etwa 0,5 Prozentpunkte senken. Die Bank of England hat kürzlich signalisiert, dass sie sich dem Ende ihres Zinssenkungszyklus nähert und den Arbeitsmarkt genau auf Anzeichen einer Schwäche überwacht.

Das Beibehalten stabiler Leitzinsen wird es den Behörden ermöglichen, die Auswirkungen der bereits umgesetzten Unterstützungsmaßnahmen auf die Wirtschaft zu bewerten und unerwünschte Nebenwirkungen wie einen plötzlichen Anstieg der Inflation oder finanzielle Instabilität zu vermeiden. Der Schlüsselfaktor, der die nächsten Schritte des Regulators bestimmen wird, bleiben die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt. Die gestern beobachteten Anzeichen einer Schwäche auf dem Arbeitsmarkt könnten auf ein langsameres Wirtschaftswachstum und eine schwächere Verbrauchernachfrage hindeuten. In diesem Fall könnte die Bank of England gezwungen sein, ihre Haltung zu überdenken und die Zinssenkungen wieder aufzunehmen, um die wirtschaftliche Aktivität zu unterstützen. Umgekehrt würde ein robuster Arbeitsmarkt mit niedriger Arbeitslosigkeit und steigenden Löhnen die Notwendigkeit signalisieren, die straffe Geldpolitik zur Eindämmung der Inflation beizubehalten.

In den kommenden Monaten wird besonderes Augenmerk auf Beschäftigungs-, Lohn- und Vakanzdaten gelegt werden. Diese Indikatoren werden zentral für die Entscheidungen der Bank of England über die Geldpolitik sein und den mittelfristigen Kurs der britischen Wirtschaft bestimmen.

Was GBP/USD betrifft, müssen Käufer des britischen Pfunds den nächsten Widerstand bei 1,3460 überwinden. Nur so können sie das Ziel bei 1,3490 anvisieren, oberhalb dessen ein Durchbruch schwierig wäre. Das erweiterte Ziel liegt im Bereich von 1,3520. Sollte das Paar fallen, werden die Verkäufer versuchen, bei 1,3425 die Kontrolle zu übernehmen. Gelingt ihnen das, würde ein Durchbruch dieses Bereichs einen ernsthaften Schlag für die bullishen Positionen bedeuten und könnte GBP/USD auf 1,3400 mit Ausweitungspotenzial auf 1,3380 drücken.