Zum zweiten Tag in Folge verharrt das Paar GBP/USD in einer seitwärts gerichteten Konsolidierung, schwankend in einer Spanne oberhalb des 200-Tage-SMA und des 20-Tage-SMA, knapp über der psychologischen Marke von 1,3400. Ein gemischter fundamentaler Hintergrund ermutigt zur Vorsicht bei der Eröffnung von Richtungspositionen, da die Marktteilnehmer auf wichtige US-amerikanische makroökonomische Veröffentlichungen warten. Heute werden der US-Personal Consumption Expenditures (PCE) Index sowie die endgültige Schätzung des BIP-Wachstums für das dritte Quartal veröffentlicht, die Aufschluss über den Ausblick für die Politik der Federal Reserve geben sollten. Diese Indikatoren werden voraussichtlich einen signifikanten Einfluss auf die kurzfristige Dynamik des US-Dollars haben und die Richtung für GBP/USD bestimmen.
In der Zwischenzeit bleibt der US-Dollar positiv, nachdem er gestern im Zuge der Entspannung der Spannungen um Grönland gestiegen ist. Darüber hinaus hat US-Präsident Donald Trump auf dem Davos-Forum am Mittwoch die Drohungen, Zölle auf Waren aus mehreren europäischen Ländern zu verhängen, fallen gelassen und ein Rahmenabkommen mit der NATO über Grönland für die Zukunft angekündigt. Diese Erklärungen haben Ängste vor einem neuen Handelskrieg gemildert, die zuvor die "Sell America"-Kampagne angeheizt hatten. Zudem unterstützt eine Neubewertung der Erwartungen in Bezug auf aggressive geldpolitische Lockerungen durch die Fed den US-Dollar und begrenzt das Aufwärtspotenzial von GBP/USD.
Zugleich ringt das britische Pfund darum, anhaltendes Kaufinteresse zu finden, angesichts gemischter Prognosen bezüglich der Zinssenkungen durch die Bank of England. Das britische Statistikamt berichtete gestern, dass die Verbraucherpreisinflation (CPI) im Dezember zum ersten Mal seit fünf Monaten gestiegen ist, und zwar um 3,4 % im Jahresvergleich. Dies verringert die Wahrscheinlichkeit einer Senkung der Kreditzinsen bei der nächsten geldpolitischen Sitzung der Bank of England Anfang nächsten Monats. Nichtsdestotrotz preisen die Märkte ein bis zwei Zinssenkungen um 25 Basispunkte im Jahr 2026 ein, was das aggressive Kaufen von GBP/USD einschränkt und die Kursbewegungen in eine enge Spanne hält.
Aus technischer Sicht verlassen sich die Spot-Bullen derzeit auf den kritischen 200-Tage-SMA, der sich knapp über dem psychologischen Niveau von 1,3400 befindet und als wichtiger Unterstützungspunkt dient. Wenn es den Bullen nicht gelingt, dieses Niveau zu halten, könnte das Paar beschleunigt in Richtung des 100-Tage-SMA sinken, wobei die Bullen die Kontrolle verlieren könnten.
Andererseits, wenn es den Bullen gelingt, über den 20-Tage-SMA hinauszubrechen, werden sie bei etwa 1,3490 auf Widerstand stoßen, kurz vor der psychologischen Marke von 1,3500. Die Oszillatoren auf dem Tageschart befinden sich nahe dem neutralen Bereich, was darauf hindeutet, dass das Paar an einem Scheideweg steht. Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung des US-Dollars gegenüber den wichtigsten Währungen am aktuellen Tag. Der Dollar hat die größte Stärke gegenüber dem Euro gezeigt.