Das GBP/USD-Paar hat sich leicht von dem im Januar erreichten Hoch zurückgezogen, welches während der asiatischen Sitzung in der Nähe von 1,3680 lag, und hat die kleine bullische Lücke geschlossen, die zu Beginn der Woche entstand. Derzeit zeigen die Spotpreise moderate Tagesgewinne, halten sich über 1,3660 und bewahren das Potenzial für eine weitere Stärkung.
Der Dollar steht weiterhin unter Druck aufgrund der politischen Unsicherheit in Washington. Äußerungen von Präsident Donald Trump über die Absicht, Grönland unter Kontrolle zu bringen, und wachsende Meinungsverschiedenheiten mit europäischen Verbündeten haben Bedenken über die Stabilität der NATO-Allianzen verstärkt. Der Verlust des Vertrauens in die globale Führung der USA hat die "Sell America"-Strategie erneut aufleben lassen, was den U.S. Dollar Index (DXY) auf ein Viermonatstief gedrückt und dem Pfund Unterstützung gegeben hat.
Die Erwartungen, dass die Federal Reserve die Zinsen im Jahr 2026 noch zweimal senken wird, erhöhen den Druck auf den Dollar, während stärker als erwartete Wirtschaftsdaten aus dem Vereinigten Königreich die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Lockerung der Geldpolitik durch die Bank of England verringern. Diese Kombination von Faktoren unterstützt eine kurzfristig bullische Tendenz im GBP/USD.
Dennoch versucht der Dollar eine Teil-Erholung, da Marktteilnehmer ihre Short-Positionen vor dem für Mittwoch angesetzten FOMC-Treffen reduzieren. Investoren warten auf neue Signale zum künftigen geldpolitischen Kurs der Fed, die die Richtung der Währung in den kommenden Tagen bestimmen könnten.
Zusätzliche Aufmerksamkeit gilt heute den Daten zu den langlebigen Gütern in den USA, die kurzfristige Wechselkursvolatilität auslösen könnten.
Aus technischer Sicht liegt das nächste Unterstützungsniveau nun bei 1,3640, während sich der Widerstand auf dem Januar-Hoch von 1,3680 befindet, vor der psychologischen Marke von 1,3700. Die Oszillatoren im Tages-Chart bleiben positiv; es ist jedoch zu beachten, dass der Relative Strength Index in den überkauften Bereich geht, was auf eine mögliche korrektive Rückfahrt oder Konsolidierung vor der nächsten Bewegung hindeutet.
In den letzten sieben Tagen hat sich der Dollar nur gegenüber dem kanadischen Dollar verstärkt, während er gegenüber allen anderen wichtigen Währungen schwächer geblieben ist.