Das GBP/USD-Paar setzt seine starke Aufwärtsbewegung fort. Leider wurde im Gegensatz zum EUR/USD vor Beginn dieser Rally kein Kaufsignal gebildet, sodass Händler keine Möglichkeit hatten, neue Positionen mit dem „Smart Money“-System zu eröffnen. Dennoch ist nicht alles verloren und es gibt keinen Grund zur Verzweiflung. Der Montag endete mit der Bildung eines neuen bullischen Ungleichgewichts (Nr. 14), das zukünftig als Interessenszone für bullische Händler dienen wird. Ein weiteres bullisches Ungleichgewicht könnte bereits morgen entstehen, wenn das FOMC-Meeting weiteres Wachstum des Paares auslöst. Sollten wir jedoch einen Rückgang sehen, wird dieser wahrscheinlich in Richtung des Ungleichgewichts Nr. 14 gehen.
Die neue Woche begann mit frischen Angriffen von Donald Trump. Dieses Mal rückte Kanada wegen seines Handels mit China ohne die Zustimmung Washingtons in den Fokus. Händler reagierten nicht auf die Nachricht einer möglichen Erhöhung der Zölle auf Kanada um 100 %, aber am Dienstag starteten die Bullen eine weitere Offensive. Vorausgegangen war Trumps Drohung, die Zölle auf Südkorea zu erhöhen, wegen der langfristigen Ratifizierung eines Handelsabkommens mit den USA. Spätestens am 1. Februar könnte ein neuer Regierungsstillstand in den USA beginnen, da es Trump nicht gelungen ist, eine Einigung mit den Demokraten zu erzielen. Die Fed wird den Dollar diese Woche wahrscheinlich nicht unterstützen, obwohl der Dollar als Teil eines korrigierenden Rückzugs eine bescheidene Erholung erleben könnte.
Da der Aufwärtstrend beim Euro weiterhin intakt ist, bleibt meiner Meinung nach auch der Aufwärtstrend beim Pfund intakt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Aufwärtstrend beim Euro gleichzeitig mit einem Abwärtstrend beim Pfund stattfindet. In dieser Woche wurde ein neues bullisches Ungleichgewicht (Nr. 14) gebildet, das es den Händlern ermöglichen könnte, in Zukunft neue Kaufpositionen einzugehen. Meiner Meinung nach bleibt das technische Bild ebenso eindeutig wie die Strategie der Händler.
Der Informationshintergrund für den Dollar sollte nicht mehr von Tag zu Tag betrachtet werden. Die US-Währung befindet sich in einem nahezu freien Fall aufgrund von Faktoren, die kein Verfallsdatum haben. Mit anderen Worten, die Bullen können heute und morgen gleichermaßen angreifen, da Donald Trump ihnen täglich solche Gelegenheiten bietet. Gestern sagte der US-Präsident, dass ein billiger Dollar eine sehr gute Sache sei, da er amerikanische Produkte auf den globalen Märkten wettbewerbsfähiger mache. Es gibt niemanden, der dem Dollar einen Rettungsanker zuwirft.
In den USA bleibt der allgemeine Nachrichtenhintergrund so, dass langfristig nichts anderes als eine weitere Abschwächung des Dollars zu erwarten ist. Die Lage im Land bleibt recht schwierig. Der Regierungsstillstand dauerte anderthalb Monate, und Demokraten und Republikaner haben sich nur auf eine Finanzierung bis Ende Januar geeinigt, die am Samstag endet. Die Arbeitsmarktdaten der USA enttäuschen weiterhin oder werden vom Markt einfach ignoriert. Die letzten drei FOMC-Sitzungen endeten mit dovishen Entscheidungen, und die jüngsten Daten deuten darauf hin, dass die Pause in der geldpolitischen Lockerung von kurzer Dauer sein wird. Trumps militärische Aggressionen, Drohungen gegenüber Dänemark, Mexiko, Kuba, Kolumbien, EU-Ländern, Kanada und Südkorea, das Strafverfahren gegen Jerome Powell und die Drohung eines neuen Stillstands ergänzen das aktuelle Bild der "amerikanischen Krise" perfekt. Meiner Meinung nach haben die Bullen alles, was sie brauchen, um ihre Offensive bis 2026 fortzusetzen (wenn auch mit Pausen).
Ein Abwärtstrend würde einen starken und stabilen positiven Nachrichtenhintergrund für den Dollar erfordern, was unter Donald Trump schwer zu erwarten ist. Außerdem will der US-Präsident selbst keinen starken Dollar, da die Handelsbilanz in diesem Fall im Defizit bleiben würde. Daher glaube ich weiterhin nicht an einen Abwärtstrend beim Pfund, trotz des ziemlich starken Rückgangs im September und Oktober. Zu viele Risikofaktoren lasten weiterhin schwer auf dem Dollar. Womit würden die Bären das Pfund weiter nach unten drücken? Wenn neue bärische Muster erscheinen, kann ein potenzieller Rückgang des Pfund neu bewertet werden, aber im Moment gibt es keine.
Nachrichtenkalender für die USA und das Vereinigte Königreich:Vereinigte Staaten – Veränderung der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (13:30 UTC).
Am 29. Januar enthält der Wirtschaftskalender nur ein Ereignis von keinerlei besonderem Interesse. Der Einfluss des Nachrichtenhintergrunds auf die Marktstimmung am Donnerstag wird vernachlässigbar sein.
GBP/USD Prognose und Handelsratschläge:Das Bild für das Pfund bleibt eindeutig; es fehlen lediglich neue Kaufsignale. Die Bullen haben eine neue Offensive gestartet, die sowohl langwierig als auch bedeutend zu werden droht.
Da der Aufwärtstrend unbestreitbar ist, sind Händler dazu angehalten, nach oben zu handeln, indem sie klare Muster und gut definierte Signale nutzen. In naher Zukunft könnten Händler erwarten, dass die Preise in das Ungleichgewicht Nr. 14 zurückkehren und ein neues bullisches Signal bilden. Ich habe zuvor das Niveau von 1.3725 als potenzielles Aufwärtsziel betrachtet; dieses Niveau wurde erreicht, aber das Pfund könnte 2026 noch deutlich höher steigen, insbesondere angesichts der Ereignisse des ersten Monats des Jahres. Sollten sich bärische Muster bilden, können auch Short-Positionen in Erwägung gezogen werden, jedoch bleibe ich innerhalb eines Aufwärtstrends ein Befürworter von Käufen anstatt Verkäufen.