Am Donnerstag bleibt der Euro gegenüber dem US-Dollar nahezu unverändert. Das Währungspaar EUR/USD kämpft darum, angesichts des starken Drucks durch einen stärker werdenden Dollar eine Richtung zu finden.
Zuvor war der US-Dollar auf seinen niedrigsten Stand seit Februar 2022 gefallen, da Investoren Gewinne mitnahmen und eine langfristige Schwächung der Währung befürchteten, bedingt durch die aggressiven Handelspolitiken von Präsident Donald Trump und seine Kritik an der Federal Reserve. Der Dollar zeigt jedoch Anzeichen einer Erholung und findet Unterstützung durch eine Neubewertung der geldpolitischen Aussichten der Fed nach der Zinsentscheidung am Mittwoch.
Die Zentralbank ließ die Zinsen unverändert, wie erwartet, und nahm eine datengetriebene Haltung ein, wobei sie ihre Bereitschaft betonte, bei Bedrohungen ihres doppelten Mandats Anpassungen vorzunehmen.
Gleichzeitig bestehen die Risiken eines fallenden Dollar fort, was den Aufwärtstrend des EUR/USD stärkt und weiteren Spielraum für Wachstum lässt.
Der rasche Anstieg des Euros zieht zunehmend die Aufmerksamkeit der Europäischen Zentralbank auf sich und weckt Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf die Geldpolitik. Der Leiter der Österreichischen Nationalbank und Mitglied des EZB-Rats, Martin Kocher, bemerkte: „Wenn der Euro weiterhin an Stärke gewinnt, könnte dies letztlich eine Reaktion im Hinblick auf die Geldpolitik erfordern“, und stellte klar, dass der Fokus nicht auf den Wechselkursen als solchen, sondern auf deren Einfluss auf die Inflation liegt, die die Politik direkt betrifft."
Nach diesen Kommentaren bewerteten die Märkte die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung bei der Sitzung im September mit etwa 26%, verglichen mit zuvor etwa 16%. Es wird jedoch erwartet, dass die EZB die Zinsen auf ihrer nächsten Sitzung am 4.-5. Februar unverändert lassen wird.
Für bessere Handelsmöglichkeiten im EUR/USD-Paar sollte Aufmerksamkeit auf die bevorstehenden Wirtschaftsdaten am Freitag gerichtet werden: Vorläufige BIP-Daten und Arbeitslosenquoten für das vierte Quartal in der Eurozone, gefolgt von den Erzeugerpreisindex-Daten (PPI) in den USA.
Aus technischer Sicht haben sich die Preise unter dem runden Niveau von 1.1900 bewährt und halten 1.1950. Widerstand findet sich auf dem runden Level von 1.200. Sollte dieses Niveau durchbrochen werden, könnten sie die Höchststände vom Januar herausfordern. Oszillatoren auf dem Tageschart sind positiv und der Relative Strength Index hat die überverkaufte Zone verlassen, was darauf hindeutet, dass der Weg des geringsten Widerstands für das EUR/USD-Paar nach oben führt.