Das Währungspaar GBP/USD setzt ebenfalls eine starke Aufwärtsbewegung fort. Leider wurde im Gegensatz zum Währungspaar EUR/USD vor Beginn der Bewegung kein Kaufsignal gebildet, sodass Händler keine Möglichkeit hatten, neue Positionen mit dem "Smart Money"-System zu eröffnen. Doch der Pfund hat eine ausgezeichnete Chance, schon heute ein neues Kaufsignal zu formen, anders als der Euro. Diese beiden Signale—beim Euro und beim Pfund—könnten sich perfekt ergänzen. Ich glaube, dass die Preisreaktion auf Ungleichgewicht 15 beim Pfund sowohl zu einem Wachstum des Euro als auch des Pfunds führen kann. Somit kündigte das Euro-Signal den Beginn einer neuen Aufwärtsbewegung an, während das Pfund-Signal deren Fortsetzung ankündigen könnte.
Die FOMC-Sitzung liegt nun hinter uns und bot dem US-Dollar keine Unterstützung. Meiner Ansicht nach hat die Federal Reserve keine wichtigen Entscheidungen getroffen und Jerome Powell hat nichts Bedeutendes gesagt. Daher war die Inaktivität der Händler am Mittwoch und Donnerstag nur natürlich. Auch am Freitag gab es kaum Neuigkeiten, aber innerhalb der nächsten 48 Stunden könnten die USA einen Luftangriff auf den Iran starten, wie von Donald Trump angekündigt. Teheran lehnte Trumps Vorschlag für ein Nicht-Atom-Abkommen ab und sagte, dass "es die Unabhängigkeit des Landes verletzt". Laut einigen Quellen laufen Verhandlungen, aber es ist mir unklar, worüber die Parteien verhandeln, wenn jede Seite seit über einem Jahr auf ihrem Standpunkt beharrt. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass die USA von ihrem Wunsch ablassen, den Iran zu entwaffnen, oder dass der Iran sein Atomprogramm aufgibt, wenn das Damoklesschwert bereits über dem Iran hängt?
Da der Aufwärtstrend beim Euro intakt bleibt, glaube ich auch weiterhin an einen Aufwärtstrend beim Pfund. Ich kann mir keinen Aufwärtstrend im Euro vorstellen, während gleichzeitig ein Abwärtstrend beim Pfund besteht. In dieser Woche haben sich die Ungleichgewichte 14 und 15 gebildet, die es den Händlern ermöglichen werden, in Zukunft neue Long-Positionen zu eröffnen. Eine Reaktion auf das Ungleichgewicht 15 könnte bereits heute erfolgen. Meiner Meinung nach bleibt das Chartbild eindeutig.
Am Freitag fehlte der Informationshintergrund sowohl für das Pfund als auch den Dollar. Heute wird der Währungsmarkt das Wochenende schließen, aber das Weiße Haus nicht. Trump könnte jederzeit den Befehl geben, den Iran anzugreifen, was am Markt einen Gefühlsausbruch auslösen würde – aber erst am Montag. Deshalb ist es eindeutig nicht die Zeit, sich zu entspannen.
In den USA bleibt der allgemeine Informationshintergrund so, dass nichts anderes als ein langfristiger Rückgang des Dollars zu erwarten ist. Die Situation in den USA ist weiterhin ziemlich schwierig. Der Regierungsstillstand dauerte anderthalb Monate und Demokraten und Republikaner haben sich nur bis Ende Januar auf eine Finanzierung geeinigt, die am Samstag endet. Die US-Arbeitsmarktdaten enttäuschen weiterhin oder werden vom Markt ignoriert. Die letzten drei FOMC-Sitzungen endeten mit dovishen Entscheidungen, und die jüngsten Daten deuten darauf hin, dass die Pause bei der geldpolitischen Lockerung nur von kurzer Dauer sein wird. Trumps militärische Aggression, Drohungen gegen Dänemark, Mexiko, Kuba, Kolumbien, EU-Länder, Kanada und Südkorea, die Einleitung von strafrechtlichen Ermittlungen gegen Jerome Powell und die Drohung eines neuen Stillstands ergänzen perfekt das aktuelle Bild einer "amerikanischen Krise". Aus meiner Sicht haben die Bullen alles, was sie brauchen, um ihre Offensive bis 2026 fortzusetzen (mit Pausen natürlich).
Ein Abwärtstrend würde einen starken und stabilen positiven Nachrichtenhintergrund für den Dollar erfordern, der unter Donald Trump schwer zu erwarten ist. Zudem braucht der US-Präsident selbst keinen starken Dollar, da die Handelsbilanz weiterhin im Defizit bliebe. Daher glaube ich immer noch nicht an einen Abwärtstrend beim Pfund, trotz des recht starken Rückgangs im September und Oktober. Zu viele Risikofaktoren lasten weiterhin schwer auf dem Dollar. Womit werden die Bären das Pfund noch weiter drücken? Wenn sich neue Abwärtspatterns einstellen, kann ein potenzieller Rückgang des Pfund Sterling erneut in Betracht gezogen werden, aber im Moment gibt es keine.
Nachrichtenkalender für die USA und das Vereinigte Königreich:
Vereinigtes Königreich – Manufacturing PMI (09:30 UTC)Vereinigte Staaten – Manufacturing PMI (14:45 UTC)Vereinigte Staaten – ISM Manufacturing PMI (15:00 UTC)Am 2. Februar enthält der Wirtschaftskalender drei Ereignisse, wobei der US-ISM-Index hervorsticht. Der Einfluss des Nachrichtenhintergrunds auf die Marktstimmung wird am Montag erst in der zweiten Hälfte des Tages spürbar sein.
GBP/USD Prognose und Trading-Tipps:
Das Bild für das Pfund bleibt klar; es fehlen nur neue Kaufsignale. Die Bullen haben eine neue Offensive gestartet, die lange und kraftvoll werden könnte.
Da der Aufwärtstrend unbestreitbar ist, können Händler nur mit klaren Mustern und Signalen auf der Long-Seite handeln. In naher Zukunft könnten Händler die Bildung eines neuen Kaufsignals innerhalb des Ungleichgewichts 15 erwarten. Als potenzielles Aufwärtsziel betrachtete ich das Niveau von 1,3725; dieses Niveau wurde erreicht, aber das Pfund könnte 2026 noch viel höher steigen – besonders angesichts der Ereignisse des ersten Monats. Sollten Abwärtspatterns entstehen, sind auch Verkaufsgeschäfte möglich, aber innerhalb eines Aufwärtstrends unterstütze ich eher Käufe als Verkäufe.