Das GBP/USD-Paar hat sich ebenfalls zugunsten des US-Dollars umgekehrt und ist zu einer bullischen Unausgeglichenheit von 14 zurückgekehrt. Wie ich bereits erwähnte, werfen die fundamentalen Gründe für den Rückgang des Paares einige Fragen auf, aber man sollte nicht vergessen, dass der Euro eine wöchentliche bearische Unausgeglichenheit durchgearbeitet hat und eine ziemlich logische Reaktion erhielt. Da der Euro und das Pfund die meiste Zeit in die gleiche Richtung tendieren, hat das Pfund in den letzten Tagen ebenfalls nachgegeben.
Die Kurse des Pfund haben nun den zinsbullischen Imbalance-Punkt 14 erreicht. An diesem Punkt kann der Preis entweder auf dieses Muster reagieren und den Händlern ein neues Kaufsignal geben, oder das Muster wird ungültig, in welchem Fall der Dollar seinen umstrittenen Anstieg fortsetzen wird. Aus der Perspektive des fundamentalen Hintergrunds im Jahr 2026 fällt es mir schwer, mir eine langfristige Abwärtsbewegung vorzustellen. Dennoch kann man nicht mit absoluter Sicherheit sagen, dass dies unmöglich ist. Meiner Meinung nach ist die praktischste Strategie für diese Woche, auf die Reaktion des Euro und des Pfund auf die zinsbullischen Imbalances zu warten.
In meiner Einschätzung bleibt der Aufwärtstrend beim Pfund intakt, was durch das technische Bild bestätigt wird. Die Imbalance 14 fungiert nicht nur als Interessensgebiet für Käufer, sondern auch als Unterstützungszone für den Preis. Ihr Wegfall würde auf eine Schwäche in den zinsbullischen Absichten hindeuten und könnte den Verkäufern ermöglichen, in den Angriff zu gehen. Die fundamentalen Gründe für den Rückgang des Paares sind zweifelhaft, aber Marktbewegungen stimmen nicht immer mit wirtschaftlichen Daten und großen Ereignissen überein.
Der fundamentale Hintergrund am Mittwoch war eher schwach. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Analyse wurde nur ein Bericht veröffentlicht – die Veränderung der ADP-Beschäftigung in den USA. Der Bericht zeigte nur einen Zuwachs von 22.000 neuen Arbeitsplätzen, was weit unter den Markterwartungen lag. Händler hatten erwartet, dass im Januar etwa 50.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Wie wir sehen, hat der US-Arbeitsmarkt erneut enttäuscht. Ich möchte auch anmerken, dass selbst 50.000 neue Arbeitsplätze für eine Wirtschaft mit Millionen von Menschen sehr wenig sind. Dennoch machte der ADP-Bericht klar, dass die Erholung des Arbeitsmarktes nur in der Vorstellung der Fed-Banker existiert. Diese Woche könnte der Nonfarm Payrolls-Bericht die Situation klären, aber ein neuer Shutdown hat in den USA zu einem ungünstigen Zeitpunkt begonnen, sodass die Möglichkeit besteht, dass der Bericht zusammen mit der Arbeitslosenquote nicht veröffentlicht wird.
In den USA bleibt der Gesamtfundamentale Hintergrund so, dass nichts anderes als ein langfristiger Rückgang des Dollars erwartet werden kann. Die Situation im Land bleibt ziemlich schwierig. Die Daten zum US-Arbeitsmarkt enttäuschen weiterhin oder werden am Markt ignoriert. Die letzten drei FOMC-Sitzungen endeten mit dovish Entscheidungen, und die jüngsten Daten deuten darauf hin, dass die Pause in der Geldlockerung nur von kurzer Dauer sein wird. Trumps militärische Aggression, Drohungen gegen Dänemark, Mexiko, Kuba, Kolumbien, den Iran, die EU-Länder, Kanada und Südkorea, das Strafverfahren gegen Jerome Powell und der neue Shutdown ergänzen perfekt das aktuelle Bild der amerikanischen politischen Krise. Meines Erachtens haben Käufer alles, was sie brauchen, um ihren Angriff im Jahr 2026 fortzusetzen (natürlich mit Pausen).
Ein Abwärtstrend würde einen starken und stabilen positiven fundamentalen Hintergrund für den Dollar erfordern, was unter Donald Trump schwer zu erwarten ist. Zudem benötigt der US-Präsident selbst keinen starken Dollar, da in diesem Fall die Handelsbilanz im Defizit verbleiben würde. Daher glaube ich immer noch nicht an einen Abwärtstrend für das Pfund. Zu viele Risikofaktoren lasten weiterhin wie Blei auf dem Dollar. Was genau planen die Verkäufer, um das Pfund zu drücken? Wenn neue zinsbärische Muster auftauchen, kann ein potenzieller Rückgang des britischen Pfunds überdacht werden, aber derzeit gibt es keine.
Nachrichtenkalender für die USA und das Vereinigte Königreich
Vereinigtes Königreich – Entscheidung der Bank of England über den Zinssatz (12:00 UTC)Vereinigtes Königreich – Abstimmungsergebnisse des MPC über den Zinssatz (12:00 UTC)Vereinigtes Königreich – Begleitende Erklärung der Bank of England (12:00 UTC)USA – Änderung der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung (13:30 UTC)Am 4. Februar enthält der Wirtschaftskalender vier Ereignisse. Der Einfluss des fundamentalen Hintergrunds auf die Marktstimmung könnte am Donnerstag spürbar sein.
GBP/USD Prognose und Händlerberatung
Für das Pfund bleibt das Bild klar; es fehlen nur neue Kaufsignale. Käufer haben eine neue Offensive gestartet, die sich als ziemlich langwierig und ernsthaft erweisen könnte.
Da der Aufwärtstrend unbestreitbar ist, können Händler nur auf der Oberseite mit klaren Mustern und eindeutigen Signalen handeln. In naher Zukunft können Händler die Bildung eines neuen Kaufsignals innerhalb der Imbalance 14 erwarten. Als potenzielles Aufwärtsziel habe ich das Niveau von 1,3725 in Betracht gezogen—dieses Niveau wurde bereits erreicht, aber das Pfund könnte im Jahr 2026 noch viel höher steigen. Es gibt keine Grenzen, besonders wenn man die Ereignisse des ersten Monats des Jahres betrachtet. Wenn es bärische Muster gibt, könnten auch Verkaufspositionen in Betracht gezogen werden, aber innerhalb eines Aufwärtstrends halte ich Kaufen für wesentlich angemessener als Verkaufen.