XAG/USD. Preisanalyse. Prognose. Geopolitische Risiken stützen Silber

Silber versucht, seinen Anstieg am zweiten Tag in Folge fortzusetzen, unterstützt durch ungünstige Bedingungen, die mit eskalierenden geopolitischen Risiken und widersprüchlichen makroökonomischen Daten aus den USA verbunden sind, die erneut das Interesse an sicheren Anlagen wecken.

Die Nachfrage nach Silber steigt angesichts der zunehmenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran nach Vorfällen im Arabischen Meer. Solche geopolitischen Turbulenzen veranlassen Investoren, riskantere Positionen zu reduzieren und Kapital in Edelmetalle umzulenken, wobei Silber traditionell während globaler Instabilität bevorzugt wird.

Der Aufschwung am Dienstag gleicht teilweise die jüngste Korrektur aus, bei der das Asset scharf von seinem historischen Höchststand gefallen war. Dieser Rückgang wurde durch die Ernennung von Kevin Warsh als Chef der Fed ausgelöst, was zunächst als Signal für einen stärkeren Dollar interpretiert wurde, angesichts des Rufs des ehemaligen Notenbankchefs für eine restriktivere Politik.

Aus makroökonomischer Sicht haben die frischen US-Daten, die am Mittwoch veröffentlicht wurden, Silber indirekt unterstützt. Die ADP-Daten zeigten nur 22.000 neue Arbeitsplätze im privaten Sektor im Januar—deutlich unter den Konsensprognosen—und bestätigten die Verlangsamung am Arbeitsmarkt bei gleichzeitig moderatem Lohnwachstum. Zudem stagnierte der ISM PMI für den Dienstleistungssektor bei 53,8, was zwar die Erwartungen leicht übertraf, aber die Komponenten "Beschäftigung" und "Neue Aufträge" gingen zurück, was auf eine gewisse Schwächung des wirtschaftlichen Antriebs hinweist.

Infolgedessen erwarten Investoren, dass die Fed auf ihren bevorstehenden Sitzungen die Zinsen unverändert lassen wird, mit der Option, bis zum Jahresende zu lockern, sollten sich die Indikatoren weiter verschlechtern. Solche Aussichten lasten auf dem Dollar und steigern die Attraktivität von Silber, das typischerweise von niedrigeren realen Zinssätzen und erhöhter makroökonomischer und geopolitischer Unsicherheit profitiert.

Aus technischer Sicht sind die Oszillatoren im Tageschart gemischt, wobei der Relative-Stärke-Index im negativen Bereich liegt, was darauf hindeutet, dass den Bullen die Kraft fehlt, Wachstum anzutreiben. Dennoch haben die Preise die Unterstützung bei 75.500 gehalten.