Warum die US-NFP-Daten für Januar besonders wichtig sind

Der US-Dollar erlebt derzeit keine Hochphase, und der heute anstehende, umfangreichere Arbeitsmarktbericht wird zeigen, wie stark sich das Wachstum des US-Arbeitsmarktes in den vergangenen Jahren verlangsamt hat.

Zusätzlich zu den üblichen monatlichen Arbeitsmarktdaten und den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe enthalten die heutigen Nonfarm Payrolls für Januar am Nachmittag auch die lang erwarteten jährlichen Benchmark-Revisionen. Es wird erwartet, dass diese Überarbeitungen das Tempo des Beschäftigungswachstums deutlich verringern, nachdem eine vorläufige Schätzung auf eine rekordhohe Abwärtskorrektur von 911.000 Stellen für das Jahr bis Ende März 2025 hingedeutet hatte.

„In diesem Jahr werden die jährlichen Revisionen gravierendere Folgen haben als gewöhnlich“, erklärte BMO Capital Markets. „Der Arbeitsmarkt scheint nun an der Schwelle zwischen einem Nettoaufbau von Stellen und möglicherweise einem Nettoabbau zu stehen.“

Diese jährlichen Revisionen – sie dienen der Korrektur saisonaler Effekte und anderer Messprobleme, die die monatlichen Schätzungen beeinflussen – sind entscheidend, um den tatsächlichen Zustand des Arbeitsmarktes zu verstehen. In früheren Jahren führten solche Anpassungen mitunter zu erheblichen Neubewertungen, nach oben wie nach unten, sodass Analysten gespannt beobachten, wie umfangreich die diesjährige Revision ausfallen wird.

Die vorläufige Abwärtskorrektur um 911.000 Stellen war alarmierend und deutete darauf hin, dass die Erholung des Arbeitsmarkts nach früheren Schocks deutlich weniger robust war als angenommen. Sollte der Januar-Bericht eine deutliche Abschwächung bei den Neueinstellungen bestätigen, könnten die Folgen für die Wirtschaftspolitik, das Verbrauchervertrauen und die Unternehmensinvestitionen weitreichend sein und den US-Dollar zusätzlich belasten.

Eine deutliche Abwärtsrevision würde auf ernstere strukturelle Probleme in der Wirtschaft hinweisen, als bislang angenommen. Dies könnte Analysten dazu veranlassen, ihre BIP-Prognosen nach unten anzupassen und die Fähigkeit der Fed, das aktuelle Zinsniveau zu halten, infrage zu stellen. Fällt die Revision dagegen weniger stark aus, würde dies auf eine größere Widerstandskraft des Arbeitsmarktes trotz früherer Bedenken hindeuten.

Die Arbeitslosenquote wird unverändert bei 4,4 % erwartet.

Zusammen mit der Überarbeitung der Referenzwerte für die März-2025-Beschäftigungszahlen wird das Bureau of Labor Statistics auch die revidierten monatlichen Lohndaten für das gesamte vergangene Jahr veröffentlichen. Diese Anpassungen spiegeln Aktualisierungen des BLS-Modells wider, in dem Unternehmensgründungen und -schließungen sowie neue saisonale Faktoren berücksichtigt werden. Im vergangenen Jahr zeigte der Arbeitsmarkt eine allmähliche Abschwächung, die Ökonomen als „niedrige Einstellungen und niedrige Kündigungen“ beschrieben. Die Referenzwert-Revision könnte jedoch eine noch stärkere Abkühlung offenlegen, als bislang angenommen.

Die Veröffentlichungen der vergangenen Woche stützen diese Einschätzung: US-Unternehmen kündigten im Januar die höchste Zahl an Entlassungen an, und die Zahl der offenen Stellen (JOLTS) fiel im Dezember auf den niedrigsten Stand seit 2020.

Technisches Bild von EUR/USD

Aus technischer Sicht konsolidiert EUR/USD nach einer starken Bewegung. Käufer sollten versuchen, die Marke von 1,1925 zu erobern – erst dann wäre ein Test von 1,1957 möglich. Von dort aus ist ein Anstieg bis 1,1994 denkbar, aber ein weiterer Aufwärtsimpuls ohne Unterstützung durch große Marktteilnehmer dürfte schwierig werden. Das weiter entfernte Ziel liegt bei 1,2037. Auf der Unterseite rechne ich damit, dass ernsthaftes Kaufinteresse etwa im Bereich von 1,1890 aufkommt. Bleiben dort Käufer aus, wäre es sinnvoll, auf ein neues Tief bei 1,1858 zu warten oder Long-Positionen ab etwa 1,1832 in Betracht zu ziehen.

GBP/USD

Für GBP/USD sollten Pfund-Käufer zunächst versuchen, den nächsten Widerstand bei 1,3698 zu überwinden. Erst dann erscheint eine Bewegung in Richtung 1,3730 realistisch; ein Ausbruch darüber dürfte allerdings schwierig werden. Das weiter entfernte Ziel liegt im Bereich von 1,3757. Auf der Unterseite werden die Bären versuchen, die Marke von 1,3660 unter Kontrolle zu bringen. Gelingt ihnen das, wäre ein Ausbruch ein schwerer Rückschlag für die Bullen und könnte GBP/USD auf 1,3625 drücken, mit einer möglichen Ausweitung bis 1,3585.