EUR/USD Prognose für den 11. Februar 2026

Das Währungspaar EUR/USD bewegte sich am Dienstag weitgehend seitwärts, wobei die Handelsaktivität der Marktteilnehmer nahezu null war. Gegen Tagesende prallte das Paar sogar vom 38,2%-Fibonacci-Retracement-Niveau bei 1,1889 ab, was Erwartungen auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends stützt. Eine Konsolidierung unterhalb der Marke von 1,1889 würde den US-Dollar begünstigen und zu einem Rückgang in Richtung des 50,0%-Fibonacci-Niveaus bei 1,1829 führen.

Die Wellenstruktur im Stundenchart bleibt übersichtlich. Die letzte abgeschlossene Abwärtswelle hat das Tief der vorherigen Welle nicht durchbrochen, und die neue Aufwärtswelle hat das vorherige Tief ebenfalls noch nicht unterschritten. Damit bleibt der Aufwärtstrend intakt. Die Bullen haben inmitten einer großangelegten Aufwärtsbewegung lediglich eine kurze Pause eingelegt – eine Bewegung, die ohne Donald Trump kaum denkbar gewesen wäre. Trump hat die Spannungen in der Welt und innerhalb der Vereinigten Staaten an die Grenze getrieben, und die Märkte reagieren weiterhin, indem sie aus der riskanten US-Währung mit unsicheren wirtschaftlichen Perspektiven flüchten.

Am Dienstag konnte der Nachrichtenfluss sowohl aus den USA als auch aus der EU das Interesse der Händler nicht wecken. Der Einzelhandelsumsatzbericht zeigte im Dezember keine Veränderung, obwohl die Marktteilnehmer mit einem leichten Anstieg gerechnet hatten. Der wöchentliche ADP-Bericht wies einen Zuwachs von 6.500 Stellen aus, was auf Monatsbasis etwa +25.000 entspricht – dem Wert, der im ADP-Bericht für Januar in der vergangenen Woche gemeldet wurde. Damit lieferte ein weiterer Arbeitsmarktbericht schwache Daten. Für die Händler kommt es jedoch vor allem auf den Nonfarm-Payrolls-Bericht an, der heute zusammen mit der Arbeitslosenquote veröffentlicht wird. Aktuell halten die Bullen an ihren profitablen Positionen fest und verteidigen den Trend. Nur sehr starke Arbeitsmarktdaten würden sie zum Rückzug zwingen. Die Marke von 1,1889 bietet dem Euro Unterstützung. Meiner Einschätzung nach ist die Wahrscheinlichkeit schwacher Beschäftigungs- und Arbeitslosenzahlen höher als die für starke. Daher rechne ich heute mit einem weiteren Rückgang des Dollar und einem Anstieg des EUR/USD-Paares.

Im 4-Stunden-Chart prallte das Paar vom 61,8%-Fibonacci-Retracement-Niveau bei 1,1770 ab, drehte zugunsten der europäischen Währung und konsolidierte sich oberhalb des 38,2%-Fibonacci-Niveaus bei 1,1890. Damit kann die Aufwärtsbewegung kurzfristig bis zum 0,0%-Korrekturlevel bei 1,2083 anhalten. Ein Rückfall unter 1,1890 würde den Bären vorübergehend die Möglichkeit geben, in die Offensive zu gehen und die Ziele bei 1,1829 und 1,1770 ins Visier zu nehmen. Derzeit sind auf keinem Indikator neue Divergenzen zu beobachten.

Commitments of Traders (COT)-Report:

In der letzten Berichts­woche eröffneten professionelle Händler 11.965 Long-Positionen und schlossen 19.262 Short-Positionen. Die Stimmung der Gruppe der „Non-commercial“-Akteure bleibt dank Donald Trump und seiner Politik bullisch und verstärkt sich im Zeitverlauf weiter. Die Gesamtzahl der von Spekulanten gehaltenen Long-Positionen liegt nun bei 302.000, während Short-Positionen 138.000 betragen – ein mehr als doppelt so hoher Vorteil für die Bullen.

Über dreiunddreißig Wochen in Folge reduzierten große Marktteilnehmer ihre Short-Positionen und bauten gleichzeitig Long-Positionen aus. Dann begann der „Shutdown“, und nun beobachten wir dasselbe Muster: Professionelle Händler bauen weiterhin Long-Positionen auf. Donald Trumps Politik bleibt für Händler der mit Abstand wichtigste Faktor, da sie zahlreiche Probleme erzeugt, die langfristige und strukturelle Folgen für die USA haben werden, etwa eine Verschlechterung am Arbeitsmarkt und einen Rückgang der globalen Reputation. Händler fürchten zudem einen möglichen Verlust der Unabhängigkeit der Fed im Jahr 2026 sowie Donald Trumps geopolitische Ambitionen.

Wirtschaftskalender für die USA und die Eurozone:

USA – Veränderung der Nonfarm Payrolls (13:30 UTC).USA – Arbeitslosenquote (13:30 UTC).USA – Veränderung der durchschnittlichen Stundenlöhne (13:30 UTC).

Am 11. Februar umfasst der Wirtschaftskalender drei Einträge, von denen zwei als sehr wichtig gelten. Der Einfluss des Nachrichtenumfelds auf die Marktstimmung könnte sich am Mittwoch in der zweiten Tageshälfte deutlich bemerkbar machen.

EUR/USD Prognose und Trading-Tipps:

Ein Verkauf des Währungspaars ist heute möglich, falls der Kurs im Stundenchart unter dem Niveau von 1,1889 schließt, mit einem Ziel bei 1,1829. Kaufgelegenheiten ergaben sich nach einem Stundenschlusskurs oberhalb von 1,1829 mit Zielen bei 1,1889 und 1,1963. Das erste Ziel wurde erreicht. Long-Positionen können weiterhin offen gehalten werden.

Die Fibonacci-Retracement-Gitter werden im Stundenchart von 1,1805–1,1578 und im 4-Stunden-Chart von 1,1577–1,2083 gezogen.