Trade-Review und Ratschläge für den Handel mit dem Euro
Der Test des Kursniveaus von 1,1837 erfolgte zu einem Zeitpunkt, als der MACD-Indikator gerade begonnen hatte, sich von der Nulllinie nach unten zu bewegen, was einen korrekten Einstiegspunkt für Verkäufe des Euro bestätigte. In der Folge fiel das Paar jedoch nur um 10 Punkte, bevor der Abwärtsdruck nachließ.
Der Euro reagierte auf die Meldung, dass sich die Inflation in Deutschland verlangsamt hat. Dieses Ereignis hatte jedoch nur einen minimalen Einfluss auf den Wechselkurs des Euro. Laut den offiziellen Statistiken stieg der deutsche Verbraucherpreisindex im Januar 2026 im Jahresvergleich um 2,1 % und lag damit vollständig im Rahmen der Erwartungen der Analysten. Offenbar hatten die Marktteilnehmer diese Inflationsdaten bereits eingepreist, sodass die Veröffentlichung keine nennenswerte Volatilität auslöste.
Die interessanteren Daten stehen noch bevor. Zunächst wird die Veröffentlichung der vorläufigen wöchentlichen Beschäftigungsentwicklung von Automatic Data Processing anstehen. Ökonomen verfolgen die Entwicklung am Arbeitsmarkt sehr genau, da sie in direktem Zusammenhang mit der Konsumtätigkeit und dem allgemeinen Wirtschaftswachstum steht. Anschließend folgen die Daten zum Empire Manufacturing Index. Die Beobachtung der Veränderungen dieses Index kann auf bevorstehende Trends bei Auftragseingängen, Beschäftigungsniveau und Preisgestaltung im verarbeitenden Gewerbe hinweisen. Ergebnisse, die über den Prognosen liegen, könnten auf eine Beschleunigung der industriellen Aktivität hindeuten und damit den US-Dollar gegenüber dem Euro stützen.
Für die Intraday-Strategie werde ich mich in erster Linie auf die Umsetzung von Szenario Nr. 1 und Szenario Nr. 2 stützen.
Kaufsignal
Szenario Nr. 1: Heute können Euro-Käufe beim Erreichen der Marke von 1,1851 (grüne Linie im Chart) in Betracht gezogen werden, mit einem Ziel bei 1,1879. Bei 1,1879 plane ich, den Markt zu verlassen und zugleich Verkäufe des Euro in Gegenrichtung in Erwägung zu ziehen, mit dem Ziel einer Bewegung von 30–35 Punkten vom Einstiegskurs. Ein deutlicher Anstieg des Euro ist nur nach schwachen US-Daten zu erwarten. Wichtig: Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von ihr nach oben zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro zu kaufen, wenn das Niveau von 1,1835 zweimal in Folge getestet wird und sich der MACD-Indikator in der überverkauften Zone befindet. Dies würde das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Aufwärtskorrektur am Markt führen. Ein Anstieg in Richtung 1,1851 und 1,1879 ist dann zu erwarten.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem das Niveau von 1,1835 (rote Linie im Chart) erreicht wurde. Das Kursziel liegt bei 1,1806, wo ich beabsichtige, den Markt zu verlassen und sofort in Gegenrichtung zu kaufen, mit dem Ziel einer Bewegung von 20–25 Punkten von diesem Niveau aus. Der Druck auf das Währungspaar nimmt bei starken US-Daten wieder zu. Wichtig: Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von ihr nach unten zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro zu verkaufen, wenn das Niveau von 1,1851 zweimal in Folge getestet wird und sich der MACD-Indikator in der überkauften Zone befindet. Dies würde das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Abwärtskorrektur am Markt führen. Ein Rückgang in Richtung 1,1835 und 1,1806 ist dann zu erwarten.
Erklärung der Grafik
Dünne grüne Linie – Einstiegskurs für den Kauf des Instruments.Breite grüne Linie – empfohlene Take-Profit-Marke bzw. -Zone, in der Gewinne manuell gesichert werden können, da ein weiteres Wachstum über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist.Dünne rote Linie – Einstiegskurs für den Verkauf des Instruments.Breite rote Linie – empfohlene Take-Profit-Marke bzw. -Zone, in der Gewinne manuell gesichert werden können, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist.MACD-Indikator – beim Markteintritt auf überkaufte und überverkaufte Zonen achten.Wichtig: Unerfahrene Forex-Trader sollten Entscheidungen zum Markteintritt mit großer Vorsicht treffen. Am besten bleibt man vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte außerhalb des Marktes, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, verwenden Sie unbedingt Stop-Loss-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Loss-Orders können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein solides Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Denken Sie daran, dass erfolgreiches Trading einen klaren Handelsplan erfordert, wie den oben beschriebenen. Spontane Handelsentscheidungen, die sich ausschließlich auf die aktuelle Marktsituation stützen, sind für einen Intraday-Trader von vornherein eine Verluststrategie.