USD/CAD. Analyse und Prognose

Das Währungspaar USD/CAD setzt seine jüngste Erholung von der psychologisch wichtigen Marke von 1,3500 fort und erreicht dabei Niveaus, die seit über einer Woche nicht mehr gesehen wurden. Die Kurse halten sich knapp unter der Marke von 1,3650, während das Paar versucht, den 20-Tage-SMA nach oben zu durchbrechen. Gleichzeitig agieren die Bullen vorsichtig im Vorfeld der neuen kanadischen Inflationsdaten für Verbraucher. Es wird erwartet, dass der Kernverbraucherpreisindex (CPI) Kanadas das Ziel der Bank of Canada übertrifft und im Januar im Jahresvergleich 2,4 % erreicht.

Diese Schlüsselindikatoren werden die Erwartungen hinsichtlich der Geldpolitik der Zentralbank maßgeblich beeinflussen. Diese spielt wiederum eine entscheidende Rolle bei der Bestimmung der Richtung des kanadischen Dollars und der Schubkraft für USD/CAD. Die neutrale Rhetorik der Bank of Canada wird weitgehend durch steigende Ölpreise aufgewogen, die die Währung stützen, da der kanadische Dollar als rohstoffgebundene Währung gilt.

Der U.S. Dollar konsolidiert die moderaten Gewinne des Vortags und unterstützt damit den Aufwärtsimpuls von USD/CAD. Die Aufwärtsdynamik des Dollars wird jedoch durch die Aussicht auf eine geldpolitische Lockerung durch die Federal Reserve gebremst. Marktteilnehmer haben ihre Erwartungen an eine Fed-Zinssenkung im Juni nach den schwachen Inflationsdaten der U.S. Verbraucher vom vergangenen Freitag nach oben angepasst. Die aktuelle Marktbepreisung impliziert für 2026 mindestens zwei Zinssenkungen der Fed um jeweils 25 Basispunkte.

Diese Aussichten, kombiniert mit Sorgen um die Unabhängigkeit der Fed, begrenzen die Rallye des Dollars. Eine allgemein positive Marktstimmung schmälert zudem die Attraktivität des U.S. Dollar als sicherer Hafen im Vorfeld des FOMC-Sitzungsprotokolls am Mittwoch.

Darüber hinaus wird der U.S. Personal Consumption Expenditures (PCE) Index am Freitag mehr Klarheit über die Zinssenkungspläne der Fed bringen und den Dollar beeinflussen, was bei USD/CAD-Bullen zur Vorsicht mahnt.

Aus technischer Sicht könnten die Bullen bei einem Ausbruch des Währungspaares über den 20‑Tage‑SMA eine Chance auf weiteren Anstieg erhalten. Der nächstgelegene Widerstand liegt bei 1,3650; ein Ausbruch darüber würde den Weg in Richtung der psychologisch wichtigen Marke von 1,3700 eröffnen. Gelingt es dem Paar nicht, sich über der 9‑Tage‑EMA zu halten, könnte es zurück in Richtung der psychologischen Marke von 1,3600 fallen, gefolgt vom Februartief.

Da die Oszillatoren im Tageschart weiterhin im negativen Bereich bleiben, fällt es den Bullen schwer, die Kontrolle zurückzugewinnen.

Die nachstehende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung des U.S. Dollar gegenüber einem Korb wichtiger Währungen. Heute hat der U.S. Dollar die