EUR/GBP. Analyse und Prognose

Zum zweiten Tag in Folge steigt das Währungspaar EUR/GBP und klettert über den 100-Tage-SMA, begünstigt durch schwache Daten vom britischen Arbeitsmarkt. Das britische Office for National Statistics meldete für Januar einen Anstieg der Anträge auf Arbeitslosenunterstützung um 28.600 und übertraf damit die Prognosen, während die Arbeitslosenquote in den drei Monaten bis Dezember auf 5,2 % anstieg. Die durchschnittlichen Löhne ohne Boni verlangsamten sich im Jahresvergleich auf 4,2 % und entsprachen damit den Erwartungen, während sie einschließlich Boni von zuvor 4,6 % auf 4,2 % zurückgingen.

Diese Indikatoren deuten zu Beginn des Jahres 2026 auf eine anhaltende Abkühlung des britischen Arbeitsmarktes hin und verstärken die Markterwartungen einer Zinssenkung der Bank of England um 25 Basispunkte im März. Dies erhöht den Druck auf das britische Pfund und stellt den Haupttreiber für die Aufwärtsbewegung von EUR/GBP dar.

Unterdessen blieb der Euro stabil, nachdem die endgültigen Verbraucherpreisdaten (CPI) für Deutschland die vorläufige Schätzung eines Anstiegs von 2,1 % im Jahresvergleich für Januar bestätigt hatten, was die Prognosen der Europäischen Zentralbank voraussichtlich nicht wesentlich beeinflussen wird.

Insgesamt deutet das fundamentale Umfeld weiterhin darauf hin, dass der Weg des geringsten Widerstands für die Spotpreise nach oben weist.

Aus technischer Sicht spricht die anhaltende Stärke und das Kaufinteresse oberhalb des 100-Tage-SMA für die Bullen. Das nächste wichtige Widerstandsniveau vor weiteren Gewinnen liegt bei 0,8745. Ein Ausbruch über diese Marke würde den positiven Ausblick bestätigen und dem Paar ermöglichen, erstmals seit Dezember 2025 wieder das psychologische Niveau von 0,8800 zu erreichen. Die Oszillatoren im Tageschart sind in den positiven Bereich gedreht und untermauern die bullische Tendenz.

Gelingt es dem Paar jedoch nicht, sich oberhalb des 100-Tage-SMA bei etwa 0,8725 zu halten, verfügen die Bullen mit dem 50-Tage-SMA und dem 20-Tage-SMA noch über zwei zusätzliche Unterstützungsniveaus, um das Aufwärtsszenario zu stützen. Ein Bruch unter diese Marken würde das bullische Momentum abschwächen.