Am Dienstag schwankte AUD/USD um 0,7040 und lag damit 0,50 % niedriger im Tagesverlauf, nachdem der australische Dollar nach der Veröffentlichung des Protokolls der RBA-Sitzung vom Februar an Unterstützung verloren hatte. Aus dem Dokument geht hervor, dass die Mitglieder des Rats eine Zinserhöhung als gerechtfertigt ansahen, um zu verhindern, dass die Inflation über einen längeren Zeitraum erhöht bleibt. Sie kamen außerdem zu dem Schluss, dass ohne präventive Maßnahmen der Preisdruck wahrscheinlich über einen längeren Zeitraum hoch bleiben würde.
Allerdings skizzierte das Protokoll keinen konkreten Pfad für künftige Zinsänderungen und betonte, dass die Entscheidungen der Notenbank von den eingehenden Konjunkturdaten abhängen werden. Diese Unsicherheit begrenzt die Kapitalzuflüsse in den australischen Dollar und veranlasst Anleger dazu, die Risiken weiterer geldpolitischer Straffungen abzuwägen.
Für bessere Handelschancen sollten Marktteilnehmer den Fokus auf die anstehenden australischen Arbeitsmarktdaten legen, die im Laufe dieser Woche veröffentlicht werden. Nach Einschätzung der Analysten von BBH werden die Bedingungen am Arbeitsmarkt entscheidend für die Zinserwartungen sein. Elias Haddad, Head of Markets Strategy bei BBH, merkte an, dass die RBA ihren Straffungszyklus wieder aufgenommen und die Möglichkeit weiterer Zinserhöhungen signalisiert habe, gestützt durch eine robuste private Nachfrage und einen angespannten Arbeitsmarkt. Eine deutliche Stellenzunahme würde die Erwartungen weiterer Zinserhöhungen in diesem Jahr untermauern und damit den australischen Dollar stützen, während schwächere Daten Druck auf die Währung ausüben würden.
Auf der Gegenseite des Währungspaars zeigt der US‑Dollar nach dem US‑Feiertag bei geringen Handelsumsätzen eine verhaltene Entwicklung. Anleger warten auf die Veröffentlichung des Protokolls der Federal Open Market Committee (FOMC)‑Sitzung sowie auf die vorläufigen BIP‑Daten für das vierte Quartal. Diese Veröffentlichungen dürften Aufschluss über den künftigen geldpolitischen Kurs der Federal Reserve geben, einschließlich Zeitpunkt und Umfang möglicher Zinssenkungen.
Aus technischer Sicht gilt: Sollte das Paar sich nicht über der 14‑Tage‑EMA halten können, läge die nächste Unterstützung an der psychologisch wichtigen Marke von 0,7000, in deren Nähe sich die 20‑Tage‑SMA befindet. Ein Durchbruch darunter würde den Aufwärtsschwung abschwächen. Gelingt es den Kursen hingegen, über 0,7075 zu steigen, würde sich der Weg in Richtung der psychologischen Marke von 0,7100 öffnen. Da die Oszillatoren im Tageschart weiterhin im positiven Bereich liegen, behalten die Bullen derzeit den Vorteil.
Die nachstehende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung des australischen Dollars gegenüber den wichtigsten Währungen im Tagesverlauf. Der australische Dollar hat gegenüber dem britischen Pfund die größte Widerstandsfähigkeit gezeigt.