Der US‑Dollar setzte seine Aufwertung gegenüber dem Euro, dem Pfund und anderen Risikoanlagen fort, angetrieben von objektiven Faktoren.
Gestern setzte der Euro seine Talfahrt gegenüber dem Dollar fort – eine Folge positiver Daten vom US‑Arbeitsmarkt, insbesondere des Berichts zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung. Ein ähnliches Bild ergab sich beim britischen Pfund. Dieser Bericht, der vor dem Hintergrund der breiteren Erholung der US‑Wirtschaft veröffentlicht wurde, deutete auf eine robuste Beschäftigungslage und eine geringe Zahl neuer Arbeitslosenmeldungen hin, was üblicherweise als positives Signal für den US‑Dollar gewertet wird.
Größeres Gewicht werden jedoch die anstehenden makroökonomischen Indikatoren aus den USA und der Eurozone haben, da sie die aktuellen Trends entweder bestätigen oder korrigieren könnten. In der ersten Tageshälfte werden wichtige Kennzahlen zur Geschäftstätigkeit in der Region erwartet: der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe, der Dienstleistungs‑PMI sowie der zusammengesetzte PMI für die Eurozone für Februar. Diese Daten dienen als Barometer für die wirtschaftliche Aktivität und die Stimmung in den Unternehmen und prägen maßgeblich die Dynamik der Währungspaare und die Markterwartungen.
Beim britischen Pfund ist mit einem Anstieg der Volatilität zu rechnen, da Händler aufmerksam nach Anzeichen einer Abschwächung der britischen Wirtschaft suchen. Schwache Daten zu Einzelhandelsumsätzen oder Produktion könnten auf weiteren Verkaufsdruck hindeuten. Der wichtigste Indikator wird jedoch der Services PMI für das Vereinigte Königreich sein. Sollte der PMI Services‑Index unerwartet stark zulegen, könnte dies dem Pfund als Rettungsanker dienen. Eine starke Performance im Dienstleistungssektor, zu dem Finanzdienstleistungen, Tourismus und andere zentrale Bereiche gehören, würde auf eine widerstandsfähige Konjunktur hinweisen – trotz möglicher Schwächen in anderen Segmenten. In diesem Fall könnte sich das Pfund nicht nur stabilisieren, sondern sogar leicht erholen und damit die Sorgen der Marktteilnehmer etwas dämpfen.
Fallen die Daten im Rahmen der Prognosen der Volkswirte aus, wäre es sinnvoller, sich an der Mean Reversion‑Strategie zu orientieren. Weichen die Daten hingegen deutlich nach oben oder unten von den Erwartungen der Ökonomen ab, wäre die Momentum‑Strategie am geeignetsten.
Momentum‑Strategie (Ausbruch):Für das Währungspaar EUR/USDKauf bei einem Ausbruch über 1,1767, was einen Anstieg des Euro in den Bereich von etwa 1,1790 und 1,1810 nach sich ziehen könnte;Verkauf bei einem Ausbruch unter 1,1745, was einen Rückgang des Euro in den Bereich von etwa 1,1719 und 1,1697 zur Folge haben könnte;Für das Währungspaar GBP/USDKauf bei einem Ausbruch über 1,3460, was einen Anstieg des Pfunds in den Bereich von etwa 1,3489 und 1,3515 bewirken könnte;Verkauf bei einem Ausbruch unter 1,3432, was einen Rückgang des Pfunds in den Bereich von etwa 1,3409 und 1,3384 nach sich ziehen könnte;Für das Währungspaar USD/JPYKauf bei einem Ausbruch über 155,35, was einen Anstieg des Dollars in den Bereich von etwa 155,67 und 156,07 zur Folge haben könnte;Verkauf bei einem Ausbruch unter 154,95, was einen Rückgang des Dollars in den Bereich von etwa 154,65 und 154,35 bewirken könnte;Mean Reversion‑Strategie (Rücksetzer):Für das Währungspaar USD/CADNach Short-Positionen Ausschau halten, wenn ein Ausbruch über 1,3704 scheitert und der Kurs wieder unter dieses Niveau zurückfällt;Nach Long-Positionen Ausschau halten, wenn ein Ausbruch unter 1,3675 scheitert und der Kurs zu diesem Niveau zurückkehrt;