EUR/USD. Analyse und Prognose

Heute, am letzten Tag der Woche, Freitag, hat die Europäische Zentralbank Daten zu den ausgehandelten Lohnsätzen im Euroraum für das vierte Quartal (Q4) 2025 veröffentlicht. Den veröffentlichten Zahlen zufolge sind die ausgehandelten Lohnsätze im Euroraum im Jahresvergleich in Q4 um 2,95 % gestiegen, nach einem revidierten Anstieg von 1,89 % im vorangegangenen Zeitraum.

Der Anstieg der ausgehandelten Lohnsätze in der EU hat den Euro (EUR) bislang kaum beeinflusst, und das Währungspaar EUR/USD zeigt weiterhin Schwäche.

Die Methodik der EZB zur Berechnung des Wachstums ausgehandelter Löhne umfasst nur eine begrenzte Anzahl von Ländern. Die aggregierten Statistiken für den Euroraum basieren auf Daten aus neun Ländern: Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Belgien, Finnland, Österreich und Portugal.

Der Indikator stützt sich auf Daten zu ausgehandelten Monatslöhnen und kombiniert monatliche und vierteljährliche Reihen unter Verwendung nicht harmonisierter nationaler Daten der einzelnen Länder.

Aufseiten des US-Dollar deuten die erwarteten makroökonomischen Arbeitsmarktdaten auf eine unerwartet robuste Widerstandsfähigkeit hin. Zudem haben das Protokoll der FOMC-Sitzung im Januar und die restriktiven Kommentare von Vertretern der Federal Reserve die Anleger veranlasst, ihre geldpolitischen Erwartungen zu überdenken und die Annahmen eines raschen Lockerungszyklus zurückzuschrauben.

In Kombination mit steigenden geopolitischen Spannungen stützt dies den US‑Dollar als sicheren Hafen, der heute ein neues Monatshoch markiert hat und weiterhin Druck auf das Währungspaar EUR/USD ausübt.

Gleichzeitig schwächen die angepassten Erwartungen einer Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank den Euro und verstärken die Abwärtsneigung des Paares zusätzlich.

Für bessere Handelschancen sollte der Fokus heute auf der Veröffentlichung der Daten zum U.S. Personal Consumption Expenditures (PCE) Index liegen, die dem Paar neuen Schwung verleihen könnten.

Aus technischer Sicht ist das Währungspaar EUR/USD heute unter den 50‑Tage‑SMA gefallen, was die Bären begünstigt. Außerdem ist der Relative Strength Index unter die Marke von 50 gefallen, was den bärischen Ausblick zusätzlich untermauert. Gelingt es dem Paar nicht, die Unterstützung bei 1,1740 zu halten, könnte sich der Rückgang in Richtung der runden Marke von 1,1700 beschleunigen. Steigen die Kurse hingegen wieder über den 50‑Tage‑SMA, ist ein Test der runden Marke von 1,1800 durchaus wahrscheinlich.

Die nachstehende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung des Euro gegenüber den wichtigsten Währungen am aktuellen Handelstag. Der Euro wies die größte Schwäche gegenüber dem britischen Pfund auf.