Britische Währung. Wöchentliche Vorschau

Das britische Pfund ist derzeit ebenso stark vom US‑Dollar abhängig wie der Euro. Das Instrument GBP/USD hat dieselbe dreiwellige Korrekturstruktur ausgebildet wie EUR/USD. Daher sind wir in beiden Fällen berechtigt, diese Struktur als abgeschlossen zu betrachten. Wenn das tatsächlich so ist, könnte sich ab Montag gemäß der Wellenanalyse höherer Ordnung ein neues aufwärtsgerichtetes Wellenmuster auszubilden beginnen.

Was kann der britische Nachrichtenhintergrund tun, um das Pfund zu unterstützen? Kurz gesagt: nichts, denn in der kommenden Woche stehen im Vereinigten Königreich keine Konjunkturdaten an. Alles, was britische Nachrichten bewirken konnten, ist bereits in dieser Woche geschehen. Wichtige Veröffentlichungen zu Arbeitslosigkeit und Inflation haben Zahlen geliefert, die den Marktteilnehmern nur wenig Spielraum lassen. Die Arbeitslosenquote ist unerwartet auf 5,2 % gestiegen, und der Verbraucherpreisindex hat sich auf 3 % verlangsamt. Beide Berichte verschaffen der Bank of England die Möglichkeit, auf der nächsten Sitzung die Geldpolitik zu lockern.

Ist dieser Faktor jedoch nicht bereits vollständig im Markt eingepreist? Warum sollte das Pfund bis zur BoE‑Sitzung weiter fallen? Ich erinnere daran, dass ich aus der Perspektive der Wellenanalyse argumentiere, daher rechne ich mit der Ausbildung eines aufwärtsgerichteten Wellenmusters, solange das Instrument EUR/USD das Niveau von 1,1746 nicht nach unten durchbricht. Zwischen Euro und Pfund besteht eine hohe Korrelation. Daher ist es meiner Ansicht nach bei der Prognose der Pfund‑Bewegungen durchaus sinnvoll, sich auf bestimmte technische oder Wellen‑Indikatoren des Euro zu stützen.

Folglich sollten sowohl der Euro als auch das Pfund in die nächste Woche kraftvoll und ohne größere Verzögerung starten. Donald Trump hat auf seine Weise die europäischen Währungen unterstützt, indem er trotz des Urteils des Supreme Court den globalen Handelskrieg faktisch aufrechterhält. Daher dürfte der Optimismus der Marktteilnehmer in Bezug auf die US‑Währung deutlich nachlassen.

Wellenbild für EUR/USD:

Auf Basis der Analyse von EUR/USD komme ich zu dem Schluss, dass das Instrument weiterhin einen Aufwärtstrend ausbildet. Die Politik Trumps und die Geldpolitik der Fed bleiben entscheidende Faktoren für den langfristigen Rückgang der US‑Währung. Die Ziele für den aktuellen Abschnitt des Trends können sich bis in den Bereich der 25er‑Marke erstrecken. Aus heutiger Sicht gehe ich davon aus, dass sich das Instrument weiterhin innerhalb der globalen Welle 5 bewegt. Daher erwarte ich in der ersten Hälfte des Jahres 2026 steigende Notierungen. Die Korrekturstruktur a‑b‑c kann jederzeit abgeschlossen sein, da sie bereits eine überzeugende Form angenommen hat. Meiner Meinung nach ist es nun sinnvoll, nach Zonen und Niveaus für neue Käufe mit Zielbereichen um 1,2195 und 1,2367 zu suchen, was den Fibonacci‑Marken von 161,8 % bzw. 200,0 % entspricht.

Wellenbild für GBP/USD:

Das Wellenbild für das Instrument GBP/USD wirkt recht klar. Die fünfwellige Aufwärtsstruktur hat ihre Ausbildung abgeschlossen, doch die globale Welle 5 könnte eine deutlich ausgedehntere Form annehmen. Meiner Einschätzung nach bildet sich derzeit eine Korrekturwellenstruktur aus, die sich bald abschließen dürfte, woraufhin sich der Aufwärtstrend fortsetzen sollte. Daher würde ich empfehlen, nach Gelegenheiten für neue Käufe mit Zielen oberhalb der 39er‑Marke zu suchen. Meiner Meinung nach hat das britische Pfund unter Trump gute Chancen, auf 1,45–1,50 US‑Dollar zu steigen.

Grundprinzipien meiner Analyse:Wellenstrukturen sollten einfach und klar sein. Komplexe Strukturen lassen sich schwer handeln und führen oft zu Anpassungen.Wenn keine hinreichende Klarheit über das Marktgeschehen besteht, ist es besser, nicht einzusteigen.Es kann niemals 100%ige Sicherheit über die Bewegungsrichtung geben. Vergessen Sie nicht den Einsatz von schützenden Stop‑Loss‑Orders.Wellenanalyse lässt sich mit anderen Analyseformen und Handelsstrategien kombinieren.