EUR/USD: Tipps für Anfänger-Trader am 23. Februar (US-Session)

Trade Review und Tipps für den Handel mit der europäischen Währung

Der Test des Kursniveaus von 1,1815 erfolgte zu einem Zeitpunkt, als der MACD-Indikator bereits deutlich unter die Nulllinie gefallen war, was das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzte. Aus diesem Grund habe ich den Euro nicht verkauft.

Trotz starker IFO-Indexdaten aus Deutschland zeigte sich die europäische Währung zurückhaltend. Anleger dürften sich wegen des breiteren wirtschaftlichen Umfelds Sorgen machen, einschließlich der Handelszölle und des geopolitischen Konflikts zwischen den Vereinigten Staaten und Iran, die positive Signale aus einem einzelnen Land wieder ausgleichen könnten. Die Geschäftserwartungen in Deutschland weisen zwar Verbesserungen auf, deuten aber weiterhin auf eine gewisse Unsicherheit hinsichtlich der künftigen Entwicklung hin. Unternehmensumfragen spiegeln nicht nur die aktuelle Lage, sondern auch die Erwartungen für die Zukunft wider, und im Fall des IFO bleiben die Werte trotz der Verbesserung auf einem Niveau, das keinen ausgeprägten Optimismus aufkommen lässt.

Später am Tag erwartet der Markt die Veröffentlichung der US-Daten zu den Auftragseingängen in der Industrie sowie eine Rede von Christopher Waller, einem Mitglied des Federal Open Market Committee. Jede Abweichung von den Prognosen könnte kurzfristige Volatilität auslösen. Besonderes Augenmerk wird auf Wallers Äußerungen gelegt. Als Mitglied der Führung der Federal Reserve kann er Hinweise auf mögliche künftige Änderungen der Geldpolitik geben. Trader analysieren seine Aussagen genau auf Signale, die die Erwartungen in Bezug auf die nächsten Schritte der Fed neu ausrichten könnten. Inmitten der derzeitigen Marktunsicherheit, da das BIP‑Wachstum deutlich nachgelassen hat, könnten schon leicht „dovish“ wirkende Kommentare von Vertretern der Zentralbank einen Ausverkauf des Dollars auslösen.

Was die Intraday-Strategie angeht, werde ich mich in erster Linie auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufsignal

Szenario Nr. 1: Heute ist ein Kauf des Euro möglich, sobald das Niveau von 1,1807 (grüne Linie im Chart) erreicht wird, mit einem Ziel bei 1,1831. Bei 1,1831 plane ich, den Markt zu verlassen und außerdem Verkäufe in die Gegenrichtung in Betracht zu ziehen, mit einem Ziel von 30–35 Punkten Bewegung vom Einstiegskurs. Ein kräftiger Anstieg des Euro ist nur nach schwachen US-Daten zu erwarten. Wichtig: Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach oben zu bewegen.

Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro heute zu kaufen, falls das Niveau von 1,1793 zweimal in Folge getestet wird und sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies würde das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Aufwärtsumkehr führen. Anschließend kann ein Anstieg in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 1,1807 und 1,1831 erwartet werden.

Verkaufssignal

Szenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem das Niveau von 1,1793 (rote Linie im Chart) erreicht wurde. Das Ziel liegt bei 1,1769, wo ich den Markt verlassen und sofort Käufe in die Gegenrichtung tätigen möchte (mit einem Ziel von 20–25 Punkten Bewegung von diesem Niveau). Der Druck auf das Währungspaar wird im Falle starker US-Daten zurückkehren. Wichtig: Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach unten zu bewegen.

Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro heute zu verkaufen, falls das Niveau von 1,1807 zweimal in Folge getestet wird und sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies würde das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und eine Abwärtsumkehr auslösen. Anschließend kann ein Rückgang in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 1,1793 und 1,1769 erwartet werden.

Diagrammerklärung

Dünne grüne Linie – Einstiegskurs für den Kauf des Handelsinstruments.Dicke grüne Linie – geschätztes Take-Profit-Niveau bzw. -Bereich, in dem Gewinne manuell gesichert werden sollten, da ein weiteres Wachstum über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist.Dünne rote Linie – Einstiegskurs für den Verkauf des Handelsinstruments.Dicke rote Linie – geschätztes Take-Profit-Niveau bzw. -Bereich, in dem Gewinne manuell gesichert werden sollten, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist.MACD-Indikator – beim Markteintritt ist es wichtig, überkaufte und überverkaufte Zonen zu berücksichtigen.

Wichtig

Anfänger im Forex-Handel sollten Entscheidungen zum Markteintritt mit äußerster Vorsicht treffen. Am besten bleibt man dem Markt vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte fern, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich dazu entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie immer Stop-Loss-Orders, um potenzielle Verluste zu minimieren. Ohne Stop-Loss-Orders können Sie sehr schnell Ihre gesamte Einlage verlieren – insbesondere, wenn Sie kein vernünftiges Money Management betreiben und mit hohen Volumina handeln.

Denken Sie daran: Erfolgreiches Trading erfordert einen klaren Handelsplan, wie den oben beschriebenen. Spontane Entscheidungen, die ausschließlich auf der aktuellen Marktsituation beruhen, sind für Intraday-Händler von Natur aus eine verlustträchtige Strategie.