USD/JPY. Analyse und Prognose

Heute, am Montag, obwohl USD/JPY während der asiatischen Sitzung spürbare Verluste erlitt, gelang es dem Paar, sich von der runden Marke bei 154,00 zu erholen.

Die globale Risikostimmung verschlechterte sich nach der Entscheidung von Präsident Trump, nach dem Urteil des Supreme Court gegen seine weitreichenden Zölle eine neue Steuer von 15 % zu verhängen. Dies hat die Sorge vor Vergeltungsmaßnahmen und möglichen wirtschaftlichen Verlusten infolge von Störungen in den globalen Lieferketten verstärkt. In der Folge ist das Interesse an risikoreicheren Anlagen zurückgegangen, während die Nachfrage nach traditionellen sicheren Häfen wie dem japanischen Yen zugenommen hat.

Die Schwäche des US-Dollar hat zusätzlichen Druck auf USD/JPY ausgeübt. Die am Freitag veröffentlichten Daten zum U.S. Personal Consumption Expenditures (PCE) Index zeigten, dass die Kerninflation im Dezember die Prognosen übertraf und damit die Erwartungen untermauerte, dass die Federal Reserve die Zinsen auf ihrer März-Sitzung unverändert lassen wird. Dennoch preisen Händler weiterhin die Möglichkeit von zwei Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte in diesem Jahr ein, nachdem schwache US-BIP-Daten veröffentlicht wurden, die zeigten, dass das jährliche Wirtschaftswachstum im vierten Quartal auf 1,4 % zurückging.

Auf der Seite des japanischen Yen hat das schwache BIP-Wachstum Japans im vierten Quartal den Druck auf Premierministerin Sanae Takaichi erhöht, zusätzliche wirtschaftliche Konjunkturmaßnahmen einzuführen. Zudem zeigten die Daten vom Freitag, dass der wichtigste Inflationsindikator Japans auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren gefallen ist, was die Wahrscheinlichkeit einer baldigen geldpolitischen Straffung durch die Bank of Japan verringert. Infolgedessen bleibt das Aufwärtspotenzial des Yen angesichts geringer Handelsvolumina nach den Bankfeiertagen in Japan begrenzt, was einen relativ günstigen Hintergrund für ein Wachstum des USD/JPY schafft und zur Vorsicht mahnt, bevor aggressive Positionen eröffnet werden.

Aus technischer Sicht gilt: Gelingt es den Bullen, den runden Bereich von 155,00 zu überwinden und sich darüber zu behaupten, wäre das nächste Ziel das gestrige Hoch um 155,65, gefolgt vom 50-Tage-Simple Moving Average am runden Niveau von 156,00. Die Erfolgschancen der Bullen würden sich jedoch deutlich erhöhen, wenn es zu einem Ausbruch über die Marke von 157,00 kommt.

Das Währungspaar hat sich unterhalb der runden Marke von 154,00 widerstandsfähig gezeigt. Gelingt es den Kursen dort nicht, sich zu halten, könnten sie sich in Richtung des Februar-Tiefs bewegen.

Die Oszillatoren im Tageschart bleiben negativ und signalisieren eine Schwäche auf Käuferseite und Stärke auf Verkäuferseite. In der nachstehenden Tabelle ist die prozentuale Entwicklung des US‑Dollars gegenüber einem Korb wichtiger Währungen dargestellt. Der Dollar zeigte dabei die stärkste Performance gegenüber dem australischen Dollar.