GBP/USD Überblick. 2. März. Erneut: Non-Farm-Daten, Arbeitslosigkeit und ISM-Indizes

Das Währungspaar GBP/USD befindet sich im 4-Stunden-Chart weiterhin in einem Abwärtstrend. In den vergangenen Wochen hat das britische Pfund um 400 Pips abgewertet, doch selbst ein so starker Rückgang ist als Korrektur zu werten. Ja, eine deutliche Korrektur. Ja, unerwartet stark. Allerdings ist zu beachten, dass der Großteil der makroökonomischen Berichte aus Großbritannien im Februar enttäuscht hat, was der britischen Währung zusätzlichen Abwärtsdruck verliehen hat. Der Markt ist zuversichtlich, dass die Bank of England auf ihrer nächsten Sitzung eine weitere Lockerung der Geldpolitik vornehmen wird und damit der Federal Reserve bei den Zinssenkungen zuvorkommt. Zudem haben die Erwartungen eines US-amerikanischen und israelischen Angriffs auf den Iran sämtliche Risikowährungen unter Druck gesetzt.

Die neue Woche könnte durchaus mit einem weiteren Rückgang beginnen, doch wir möchten die Aufmerksamkeit der Trader auf Folgendes lenken: Die Marktreaktion am Montag auf den Krieg im Iran könnte völlig unberechenbar sein. Der Markt wird erneut von Emotionen getrieben sein, und Emotionen sind an den Devisenmärkten keine guten Ratgeber. Dennoch könnte sich die Aufmerksamkeit am Montag auf die makroökonomische Nachrichtenlage verlagern. An diesem Tag wird in den USA der wichtige ISM Manufacturing Index veröffentlicht, der Ende Januar 2026 erstmals seit Januar 2025 wieder die Marke von 50,0 überschritten hat. Es wird erwartet, dass der Index im Februar zurückgeht, ähnlich wie im Jahr 2025.

Am Mittwoch wird ein weiterer ISM-Index veröffentlicht – diesmal für den Dienstleistungssektor. Der US-Dienstleistungssektor präsentiert sich in recht guter Verfassung, daher ist es eher unwahrscheinlich, dass dieser Bericht den Dollar unter Druck setzt. Allerdings könnte jeder Wert unter den Prognosen genau dies bewirken, selbst wenn der Index an sich oberhalb der „Wasserlinie“ von 50,0 bleibt.

Die erste Woche des neuen Monats bringt traditionell auch die Veröffentlichung der Arbeitsmarkt- und Arbeitslosenstatistiken in den USA mit sich. Dem ADP-Bericht würden wir dabei wenig Beachtung schenken, da er den Bezug zur Realität vollständig verloren hat. Zur Erinnerung: Im vergangenen Monat wies der ADP-Bericht einen Stellenaufbau von 22.000 aus, während der Non-Farm-Payrolls-Bericht 130.000 neue Stellen meldete. Auch dem Non-Farm-Payrolls-Bericht würden wir jedoch mit Vorsicht begegnen. In den letzten sechs Monaten hat das US Bureau of Labor Statistics die Daten der Vormonate nahezu jeden Monat nach unten revidiert. Den Höhepunkt dieser Revisionen bildeten die Zahlen für das gesamte Jahr 2025. Es stellte sich heraus, dass die Gesamtzahl für das vergangene Jahr um 400.000 unter dem zuvor erwarteten Wert lag. Damit hat die amerikanische Wirtschaft im ersten Jahr der Präsidentschaft von Trump unrealistische 181.000 Stellen geschaffen – in etwa so viele, wie unter Joe Biden im Durchschnitt pro Monat entstanden sind.

Zum einen könnte die Januar-Zahl also nach unten revidiert werden. Zum anderen könnte der Februar-Wert deutlich unter 130.000 liegen. Zur Erinnerung: Eine „normale“ Non-Farm-Zahl liegt zwischen 150.000 und 200.000, und alles darunter gilt als schwach. Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich unverändert bei 4,3 % bleiben.

Die durchschnittliche Volatilität des GBP/USD-Paares betrug in den letzten 5 Handelstagen 82 Pips. Für das Pfund/US‑Dollar‑Paar wird dieser Wert als „durchschnittlich“ angesehen. Am Montag, dem 2. März, erwarten wir eine Bewegung innerhalb der Spanne zwischen 1,3401 und 1,3565. Der obere Kanal der linearen Regression ist nach oben gerichtet, was auf eine Erholung des Trends hindeutet. Der CCI‑Indikator ist in den überverkauften Bereich eingetreten und signalisiert ein mögliches Ende der Korrektur.

Nächste Unterstützungsniveaus:S1 – 1,3428S2 – 1,3306S3 – 1,3184Nächste Widerstandsniveaus:R1 – 1,3550R2 – 1,3672R3 – 1,3794Handelsempfehlungen:

Das Währungspaar GBP/USD befindet sich auf Kurs, den Aufwärtstrend des Jahres 2025 fortzusetzen, und seine langfristigen Perspektiven bleiben unverändert. Die Politik von Donald Trump wird weiterhin Druck auf die US‑Wirtschaft ausüben, daher erwarten wir 2026 kein Wachstum der amerikanischen Währung. Selbst ihr Status als „Reservewährung“ spielt für Trader inzwischen keine entscheidende Rolle mehr. Daher bleiben Long‑Positionen mit Kurszielen von 1,3916 und höher relevant, sofern sich der Preis über dem gleitenden Durchschnitt befindet. Liegt der Preis unterhalb der Linie des gleitenden Durchschnitts, können auf technischer (korrektiver) Basis kleinere Short‑Positionen mit Zielen bei 1,3428 und 1,3401 in Betracht gezogen werden. Von Zeit zu Zeit zeigt die amerikanische Währung (im globalen Maßstab) Korrekturen, doch für einen nachhaltigen Aufwärtstrend sind globale positive Faktoren erforderlich.

Erläuterungen zu den Abbildungen:Kanäle der linearen Regression helfen dabei, den aktuellen Trend zu bestimmen. Sind beide in dieselbe Richtung geneigt, deutet dies auf einen starken Trend hin.Die Linie des gleitenden Durchschnitts (Einstellungen 20,0, smoothed) bestimmt den kurzfristigen Trend und die Richtung, in die derzeit gehandelt werden sollte.Murray‑Levels sind Zielniveaus für Bewegungen und Korrekturen.Volatilitätsniveaus (rote Linien) geben auf Basis aktueller Volatilitätsindikatoren einen wahrscheinlichen Preiskanal an, in dem sich das Paar am nächsten Tag bewegen wird.Das Eindringen des CCI‑Indikators in den überverkauften Bereich (unter -250) oder den überkauften Bereich (über +250) signalisiert einen sich nähernden Trendwechsel in die entgegengesetzte Richtung.