Wie handelt man das Währungspaar EUR/USD am 2. März? Einfache Tipps und Handelsanalyse für Einsteiger

Analyse der Freitags-Trades: 1-Stunden-Chart des EUR/USD-Paares

Das Währungspaar EUR/USD zeigte am Freitag nur eine geringe Volatilität und bewegte sich überwiegend seitwärts. Selbst im Stundenchart ist klar erkennbar, dass der Kurs in der vergangenen Woche zwischen 1,1754 und 1,1837 gehandelt wurde. Damit hat sich ein Seitwärtskanal herausgebildet, und selbst die Ereignisse des vergangenen Wochenendes konnten nicht dazu beitragen, dass das Paar aus diesem ausbricht. Zur Erinnerung: Am Samstag begann ein groß angelegter militärischer Konflikt zwischen Israel, den USA und dem Iran, in den inzwischen mehrere weitere Staaten des Nahen Ostens hineingezogen wurden. Insgesamt hätte man am Montag eine Dollar-Stärkung erwarten können, da sich die Nachfrage nach dem als sicher geltenden Dollar in Zeiten sich verschlechternder geopolitischer Rahmenbedingungen häufig erhöht. Die Reaktion des Marktes fiel jedoch erneut verhalten aus – genauso wie am vorangegangenen Montag, als die Händler auf die neuen Zölle von Donald Trump reagieren mussten. Der Dollar legte zwar um 60 Pips zu, hatte bis zum Morgen jedoch bereits die Hälfte dieses Anstiegs wieder abgegeben. Daher kann man nicht sagen, dass der Markt vom Ausbruch eines neuen Krieges auf der politischen Weltkarte überrascht worden wäre.

5-Minuten-Chart des EUR/USD-Paares

Im 5-Minuten-Chart bildeten sich am Freitag keine Handelssignale. Der Kurs näherte sich zweimal dem Bereich von 1,1830–1,1837, allerdings geschah dies spät am Abend, kurz vor Handelsschluss zum Wochenende. Selbst wenn sich Signale gebildet hätten, wären sie höchstwahrscheinlich nicht handelbar gewesen.

Wie man am Montag handelt:

Im Stundenchart wurde der Abwärtstrend aufgehoben, da sich der Kurs oberhalb des fallenden Kanals etabliert hat. Statt eines Aufwärtstrends beobachten wir derzeit jedoch eine Seitwärtsbewegung. Zu Beginn des Jahres 2026 hat sich der langfristige Aufwärtstrend wieder fortgesetzt, weshalb wir beim Euro mit einem neuen mittelfristigen Anstieg rechnen. Das grundlegende fundamentale Umfeld bleibt für die US-Währung sehr schwierig, daher unterstützen wir eine weitere Aufwärtsbewegung voll und ganz.

Am Montag können Anfänger Short-Positionen in Betracht ziehen, wenn sich der Kurs unterhalb der Spanne von 1,1745–1,1754 etabliert, mit einem Ziel im Bereich von 1,1655–1,1666. Ein Kursanstieg (Abprall) vom Bereich 1,1745–1,1754 eröffnet die Möglichkeit für Long-Positionen mit einem Ziel bei 1,1830–1,1837.

Im 5-Minuten-Chart sollten die folgenden Niveaus beachtet werden: 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1550, 1,1584–1,1591, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837, 1,1899–1,1908, 1,1970–1,1988, 1,2044–1,2056 und 1,2092–1,2104. Am Montag steht im Euroraum ein wichtiges Ereignis an: die Rede der EZB-Präsidentin Christine Lagarde. In den USA wird der wichtigere ISM-Report zur Geschäftstätigkeit im verarbeitenden Gewerbe für Februar veröffentlicht. Händler sollten ihren Fokus auf diesen letzteren Bericht legen. Und selbstverständlich darf auch die Geopolitik nicht außer Acht gelassen werden.

Grundprinzipien des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abprall oder Ausbruch) benötigt wird. Je weniger Zeit die Bildung in Anspruch nimmt, desto stärker ist das Signal.Wurden an einem bestimmten Level aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet, sollten alle weiteren Signale von diesem Level ignoriert werden.In einem Seitwärtsmarkt kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder auch gar keine Signale generieren. In jedem Fall ist es bei den ersten Anzeichen eines Seitwärtstrends am besten, den Handel einzustellen.Trades werden in der Zeitspanne zwischen Beginn der europäischen Sitzung und der Mitte der US-Sitzung eröffnet; danach sollten alle Positionen manuell geschlossen werden.Im Stundenchart ist es vorzuziehen, Signale des MACD-Indikators nur dann zu handeln, wenn eine gute Volatilität und ein vom Trendkanal oder von einer Trendlinie bestätigter Trend vorliegt.Liegt der Abstand zwischen zwei Niveaus zu dicht beieinander (5–20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.Sobald sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.Worauf man in den Charts achten sollte:

Unterstützungs- und Widerstandsniveaus sind Kursmarken, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit-Niveaus können in deren Umgebung platziert werden.

Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die es derzeit vorzuziehen ist zu handeln.

Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.

Wichtige Reden und Veröffentlichungen (immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht gehandelt werden, oder man verlässt den Markt, um plötzliche Kursumkehrungen gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.

Anfänger im Forex-Markt sollten sich darüber im Klaren sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines wirksamen Money-Managements sind die Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.