Wie handelt man das Währungspaar EUR/USD am 3. März? Einfache Tipps und Handelsanalyse für Einsteiger

Analyse der Montagstrades: 1-Stunden-Chart des EUR/USD-Paares

Das Währungspaar EUR/USD fiel am gesamten Montag wie erwartet deutlich. Wir hatten zwar bezweifelt, dass die Ereignisse vom Samstag und Sonntag im Nahen Osten zwangsläufig zu einem Anstieg des US-Dollar führen würden, doch war dies durchaus ein realistisches Szenario. Zur Erinnerung: Der Markt hatte sich in den vergangenen zwei Wochen auf einen Krieg im Nahen Osten eingestellt, da Donald Trump dem Iran mit massiven Angriffen und dem Sturz des aktuellen Regimes gedroht hatte. Wie sich herausstellte, lief für Washington jedoch etwas schief. Anstatt eines verheerenden Angriffs mit dem Ziel, die iranische Führung sowie zentrale nukleare und militärische Einrichtungen auszuschalten, sah sich Washington Gegenschlägen auf seine Militärbasen in mehr als zehn Ländern im Nahen Osten und sogar auf Zypern ausgesetzt. Damit sind bereits über zehn Staaten in den Konflikt verwickelt. Das wirkt eher wie ein ausgewachsener Krieg als eine Spezialoperation. Da das Ausmaß des Konflikts die Planungen Trumps offensichtlich deutlich übertroffen hat, diente der Dollar am Montag erneut in großem Umfang als sicherer Hafen. Es ist durchaus möglich, dass die US-Währung im Verlauf dieser Woche weiter aufwertet, da der Versuch, einen Aufwärtstrend im Euro einzuleiten, durch die Geopolitik zunichtegemacht wurde.

5M-Chart des EUR/USD-Paares

Im 5-Minuten-Chart bildeten sich am Montag zwei Handelssignale. Während der europäischen Handelssitzung durchbrach der Kurs den Bereich 1,1745–1,1754 und prallte kurz darauf von unten daran ab. Im Verlauf des Tages näherte sich der Kurs dem nächsten Ziel bei 1,1666. In jedem Fall war das Short-Geschäft (ob das erste oder zweite spielt keine Rolle) für Anfänger profitabel.

Wie man am Dienstag handelt:

Im Stundenchart hat sich der Abwärtstrend wieder fortgesetzt, allerdings nur „dank“ des neuen Krieges im Nahen Osten. Anfang 2026 setzte sich ein langfristiger Aufwärtstrend fort, daher erwarten wir für den Euro erneut ein mittelfristiges Wachstum. Der übergeordnete fundamentale Hintergrund bleibt für die US‑Währung sehr schwierig, weshalb wir eine weitere Aufwärtsbewegung voll unterstützen. Derzeit liegt der Hauptfokus des Marktes jedoch eher auf der Geopolitik als auf der Wirtschaft.

Am Dienstag können Anfänger Short-Positionen in Erwägung ziehen, wenn sich der Kurs unterhalb des Bereichs 1,1655–1,1666 mit einem Ziel im Bereich 1,1584–1,1591 festigt. Ein Abprall vom Bereich 1,1655–1,1666 würde die Eröffnung von Long-Positionen mit einem Ziel bei 1,1745–1,1754 ermöglichen.

Im 5-Minuten-Chart sind folgende Marken zu beachten: 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1550, 1,1584–1,1591, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837, 1,1899–1,1908, 1,1970–1,1988, 1,2044–1,2056, 1,2092–1,2104. Am Dienstag wird in der Europäischen Union ein recht wichtiger Inflationsbericht für den Februar veröffentlicht. Ob der Markt allerdings darauf reagieren wird, ist unklar, da derzeit weitaus wichtigere und globalere Themen auf der Agenda stehen.

Zentrale Grundsätze des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die für seine Bildung (Abprall oder Ausbruch) benötigt wird. Je weniger Zeit es braucht, desto stärker ist das Signal.Wenn an einem bestimmten Level aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Level ignoriert werden.In einem Seitwärtsmarkt kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder auch gar keine ausbilden. In jedem Fall ist es bei den ersten Anzeichen einer Seitwärtsbewegung am besten, den Handel einzustellen.Trades werden in der Zeitspanne zwischen Beginn der europäischen Sitzung und der Mitte der amerikanischen Sitzung eröffnet; danach sollten alle Positionen manuell geschlossen werden.Im Stundenchart ist es vorzuziehen, Signale des MACD‑Indikators nur dann zu handeln, wenn eine gute Volatilität und ein Trend vorliegen, der durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt ist.Wenn zwei Levels zu dicht beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.Sobald sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop Loss auf Break-even nachgezogen werden.Worauf man in den Charts achten sollte:

Unterstützungs- und Widerstandslevels sind Kursmarken, die beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufstrades als Ziele dienen. Take-Profit-Marken können in ihrer Nähe platziert werden.

Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die es derzeit vorzugsweise zu handeln gilt.

Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.

Wichtige Reden und Veröffentlichungen (immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaars erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder man verlässt den Markt, um scharfe Kurswendepunkte gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.

Anfänger im Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money-Managements sind der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Handel.