Für Mittwoch sind mehrere makroökonomische Berichte terminiert. Allerdings möchten wir gleich daran erinnern, dass zum Beispiel der gestrige Inflationsbericht für die Eurozone vom Markt weitgehend ignoriert wurde. Der Verbraucherpreisindex beschleunigte sich auf 1,9 % im Jahresvergleich, womit der Markt nicht gerechnet hatte. Ein Anstieg der Inflation verringert die Wahrscheinlichkeit einer Wiederaufnahme der lockeren Geldpolitik durch die EZB, was positiv für den Euro ist. Derzeit richten Händler ihre Aufmerksamkeit jedoch vollständig auf die Ereignisse im Nahen Osten. Daher rücken selbst wichtige Berichte in den Hintergrund. Zu den interessanten Veröffentlichungen am Mittwoch zählen die Arbeitslosenquote in der Eurozone, der ISM-Index für die Geschäftstätigkeit im US-Dienstleistungssektor sowie der ADP-Arbeitsmarktbericht. Aus unserer Sicht dürften der erste und der dritte Bericht nur geringe Auswirkungen auf den Markt haben, während der zweite durchaus Einfluss entfalten könnte.
Analyse der fundamentalen Ereignisse:Am dritten Handelstag der Woche kann sich der Markt beliebig bewegen, da die Ereignisse im Nahen Osten ihn weiterhin erschüttern könnten. Der Euro kann heute in der Spanne von 1,1584–1,1591 gehandelt werden, während das britische Pfund in der Spanne von 1,3319–1,3331 gehandelt werden kann. Wir sehen weiterhin keine Grundlage für einen starken und anhaltenden Anstieg der US‑Währung; allerdings könnte der Krieg im Nahen Osten beide Währungspaare weiter nach unten ziehen.
Grundprinzipien des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abpraller oder Ausbruch) benötigt wird. Je weniger Zeit es braucht, desto stärker ist das Signal.Wenn auf einem bestimmten Niveau zwei oder mehr Trades auf Grundlage von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.In einem Seitwärtsmarkt kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder auch gar keine bilden. In jedem Fall ist es bei den ersten Anzeichen eines Seitwärtstrends am besten, den Handel einzustellen.Handelsgeschäfte sollten in der Zeit zwischen Beginn der europäischen Sitzung und der Mitte der amerikanischen Sitzung eröffnet werden; danach sind alle Trades manuell zu schließen.Auf dem Stunden-Chart ist es vorzuziehen, auf Basis von Signalen des MACD‑Indikators nur dann zu handeln, wenn eine gute Volatilität und ein durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigter Trend vorliegt.Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.Nach einer Bewegung von 15–20 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop Loss auf Break-even gesetzt werden.Worauf man in den Charts achten sollte:Kursniveaus von Unterstützung und Widerstand sind Marken, die als Ziel dienen, wenn Käufe oder Verkäufe eröffnet werden. Take-Profit-Niveaus können in ihrer Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend zeigen und die Richtung angeben, in die es derzeit vorzugsweise zu handeln gilt.
Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung des Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder Händler sollten den Markt verlassen, um abrupte Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex‑Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines wirksamen Money-Managements ist der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.