Der Test des Kurses bei 1,3367 fiel zeitlich damit zusammen, dass der MACD-Indikator gerade erst begann, sich von der Nulllinie nach unten zu bewegen, was den korrekten Einstiegspunkt für Verkäufe des Pfunds bestätigte. In der Folge fiel das Währungspaar jedoch nur um 15 Pips.
Trotz der positiven Dynamik im Dienstleistungssektor, der traditionell einen bedeutenden Anteil am britischen BIP ausmacht, konnte die Währung ihren anfänglichen Erfolg nicht behaupten. Dies deutet darauf hin, dass Anleger diese Daten möglicherweise bereits eingepreist haben oder nun stärkere Gründe benötigen, um das Pfund weiter zu kaufen. Unterdessen boten die gestrigen ADP-Beschäftigungszahlen auch dem US-Dollar keine Unterstützung. Das legt nahe, dass sich viele Trader derzeit stärker auf den geopolitischen Konflikt und den US-israelischen Krieg mit Iran konzentrieren. Anleger werden wahrscheinlich weiterhin die potenziellen Auswirkungen einer Eskalation auf das weltweite Ölangebot und die allgemeine wirtschaftliche Stabilität bewerten, was sie von Käufen von Risikoanlagen abhalten dürfte.
Der heutige Tag verspricht datenreich zu werden. Zu den wichtigsten Ereignissen in der ersten Tageshälfte gehört die Veröffentlichung des Einkaufsmanagerindex für das Baugewerbe in Großbritannien. Dieser Schlüsselindikator, der den Zustand eines der führenden Segmente der Wirtschaft widerspiegelt, spielt eine wichtige Rolle bei der Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Lage und kann den Wechselkurs der Landeswährung deutlich beeinflussen. Fallen die veröffentlichten Daten schlechter aus als erwartet, wird dies zweifellos den Druck auf das Währungspaar GBP/USD erhöhen. Ein stärker als erwarteter Rückgang wird von Marktteilnehmern als Zeichen nachlassender Aktivität im Bausektor interpretiert, was wiederum auf eine Abschwächung des gesamtwirtschaftlichen Wachstums hindeuten kann. Ein solches Szenario dürfte zu Verkäufen des Britischen Pfunds führen, da Anleger ihre Prognosen für die britische Wirtschaft anpassen.
Hinsichtlich der Intraday-Strategie werde ich mich stärker auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.
Szenario Nr. 1: Ich plane, das Pfund heute zu kaufen, wenn der Kurs etwa 1,3341 erreicht (grüne Linie im Chart), mit einem Kursziel bei 1,3378 (dickere grüne Linie im Chart). Bei 1,3378 plane ich, den Markt zu verlassen und das Pfund wieder zu verkaufen, wobei ich von einer Bewegung von 30–35 Pips vom Einstiegspunkt ausgehe. Mit einem Anstieg des Pfunds ist heute nur zu rechnen, wenn sehr gute Konjunkturdaten veröffentlicht werden. Wichtig! Vor einem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort aus anzusteigen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, das Pfund heute zu kaufen, wenn der Kurs die Marke von 1,3320 zweimal in Folge testet, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies wird das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Aufwärtskorrektur am Markt führen. Es kann dann ein Anstieg zu den gegenüberliegenden Niveaus von 1,3341 und 1,3378 erwartet werden.
VerkaufsszenarienSzenario Nr. 1: Ich plane, das Pfund zu verkaufen, nachdem das Niveau von 1,3320 (rote Linie im Chart) nach unten durchbrochen wurde, was einen raschen Rückgang des Paares auslösen dürfte. Das wichtigste Kursziel für Verkäufer ist die Marke von 1,3295, wo ich plane, die Short-Positionen zu schließen und unmittelbar zurückzukaufen (in Erwartung einer Gegenbewegung von 20–25 Pips von diesem Niveau aus). Verkäufer des Pfunds können jederzeit aktiv werden. Wichtig! Vor einem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, weiter zu fallen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, das Pfund heute zu verkaufen, wenn der Kurs die Marke von 1,3341 zweimal in Folge testet, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies wird das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Abwärtskorrektur am Markt führen. Es kann dann ein Rückgang zu den gegenüberliegenden Niveaus von 1,3320 und 1,3295 erwartet werden.
Wichtig: Einsteiger im Forex-Markt müssen Einstiegsentscheidungen sehr sorgfältig treffen. Es ist am besten, vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte außerhalb des Marktes zu bleiben, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während der Veröffentlichung von Nachrichten zu handeln, setzen Sie immer Stop-Loss-Orders, um Verluste zu minimieren. Ohne Stop-Loss-Orders können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Erfolgreiches Trading erfordert einen klaren Handelsplan wie den oben vorgestellten. Spontane Handelsentscheidungen allein auf Basis der aktuellen Marktsituation zu treffen, ist für Intraday-Trader auf lange Sicht eine verlustreiche Strategie.