Am Donnerstag zeigte sich das Währungspaar GBP/USD äußerst volatil. Am Vortag war eine abwärtsgerichtete Trendlinie durchbrochen worden, was auf einen Aufwärtstrend hindeutete. Allerdings haben wir in den letzten anderthalb Monaten mindestens drei ähnliche Situationen gesehen. In keinem dieser Fälle zeigte das britische Pfund einen ausgeprägten Aufwärtstrend. Heute könnten die NonFarm Payrolls und die Arbeitslosenquote in den USA durchaus einen neuen Rückgang auslösen. Außerdem könnte eine Verschärfung der Eskalation im Nahen Osten aufgrund des Status des US-Dollar als sicherer Hafen einen erneuten Anstieg der US-Währung begünstigen. Aus technischer Sicht könnte und sollte das Pfund daher zu steigen beginnen. Aus makroökonomischer und fundamentaler Perspektive sind die Chancen dafür derzeit jedoch gering. Am Freitag werden die Trader ihre Entscheidungen auf Grundlage der Makrodaten von der anderen Seite des Atlantiks treffen. Im Vereinigten Königreich gab es gestern keine wichtigen Ereignisse, und der einzige US-Bericht vermochte die Bewegung des Währungspaares im Tagesverlauf nicht zu beeinflussen.
5M-Chart des GBP/USD-PaaresIm 5-Minuten-Chart wurden am Donnerstag mehrere Handelssignale generiert, jedoch verlief die Bewegung über den gesamten Tag hinweg seitwärts. Die Situation war ähnlich wie beim Euro. Es gab viele Signale, aber aufgrund der Art der Kursbewegungen waren sie allesamt in gewisser Weise trügerisch. Anfänger hätten nach den ersten beiden Signalen handeln können; danach wäre es am sinnvollsten gewesen, den Handel für den Tag zu beenden.
Wie man am Freitag handelt:Im Stunden-Chart setzt das Währungspaar GBP/USD weiterhin einen „geopolitischen Trend“ um. Es gibt derzeit keine grundlegenden globalen Voraussetzungen für ein mittelfristiges Dollarwachstum, weshalb wir davon ausgehen, dass der übergeordnete Aufwärtstrend, der 2025 begonnen hat, sich 2026 fortsetzt und das Paar möglicherweise zumindest bis in den Bereich von 1,4000 führt. In den letzten Wochen war die Lage für das britische Pfund häufig ungünstig, und der Markt ist vollständig auf den Krieg im Nahen Osten fokussiert, der die US-Währung stützt.
Am Freitag können Einsteiger Long-Positionen in Erwägung ziehen, wenn es zu einer Erholung (Bounce) aus dem Bereich 1,3319–1,3331 kommt, mit einem Kursziel bei 1,3403–1,3407. Ein Bruch und anschließender Schlusskurs unterhalb des Bereichs 1,3319–1,3331 eröffnet die Möglichkeit, neue Short-Positionen mit einem Ziel bei 1,3259–1,3267 zu eröffnen.
Im 5-Minuten-Chart kann derzeit an den folgenden Marken gehandelt werden: 1,3203–1,3212, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3403–1,3407, 1,3437–1,3446, 1,3484–1,3489, 1,3529–1,3543, 1,3643–1,3652, 1,3695, 1,3741–1,3751. Für Freitag sind in Großbritannien keine wichtigen Veröffentlichungen vorgesehen, während in den USA bedeutende Daten zum Arbeitsmarkt und zur Arbeitslosigkeit sowie mehrere zweitrangige Berichte erscheinen. Daher sind in der zweiten Tageshälfte kräftige Bewegungen zu erwarten.
Wichtige Grundprinzipien des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Entstehung (Bounce oder Ausbruch) benötigt wird. Je weniger Zeit dafür erforderlich ist, desto stärker ist das Signal.Wenn an einem bestimmten Level aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Level ignoriert werden.In einem Seitwärtsmarkt kann jedes Währungspaar zahlreiche Fehlsignale oder auch gar keine Signale bilden. In jedem Fall ist es ratsam, bei den ersten Anzeichen einer Seitwärtsphase den Handel einzustellen.Trades werden in dem Zeitraum eröffnet, der zwischen Beginn der europäischen Sitzung und der Mitte der amerikanischen Sitzung liegt; danach sollten alle offenen Positionen manuell geschlossen werden.Im Stunden-Chart ist es vorzuziehen, Signale des MACD-Indikators nur zu nutzen, wenn eine gute Volatilität vorliegt und ein Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt ist.Wenn zwei Levels zu nah beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.Sobald sich der Kurs 20 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even (Einstand) nachgezogen werden.Worauf man in den Charts achten sollte:Kursmarken für Unterstützung und Widerstand sind Levels, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit-Marken können in ihrer Nähe platziert werden.
Rote Linien zeigen Kanäle oder Trendlinien an, die den aktuellen Trend darstellen und darauf hinweisen, in welche Richtung es derzeit vorzuziehen ist zu handeln.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares stark beeinflussen. Während ihrer Veröffentlichung sollte daher mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder man sollte den Markt vorübergehend verlassen, um plötzliche Kursumkehrungen gegen die bisherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten daran denken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money-Managements ist der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.