Worauf sollte man am 9. März achten? Analyse fundamentaler Ereignisse für Einsteiger

Analyse makroökonomischer Berichte:

Für Montag sind nur sehr wenige makroökonomische Berichte eingeplant. Im Grunde ist der einzige nennenswerte Bericht die deutsche Industrieproduktionsstatistik für Januar, aber wen interessiert die Industrieproduktion im Moment? Am Freitag haben die Händler einen weiteren Rückschlag am amerikanischen Arbeitsmarkt und wichtige Berichte weitgehend ignoriert. Am Montag schoss der Dollar erneut in die Höhe, ebenso wie die Öl- und Gaspreise. In dieser Woche könnten Amerika und seine Verbündeten einen blutigen Bodenkrieg im Iran beginnen, an dem Infanterie und Bodengerät beteiligt sind, da die Raketenangriffe ihre Ziele nicht erreicht haben. Teheran ist nicht gefallen, hat sein Atomprogramm nicht aufgegeben und reagiert auf jeden Angriff auf sein Territorium mit Vergeltung.

Analyse der fundamentalen Ereignisse:Am Montag gab es bei den Fundamentaldaten absolut nichts Hervorhebenswertes. Der Fokus des Marktes richtet sich derzeit jedoch eher auf den Nahen Osten als auf die Zentralbanken. Unserer Ansicht nach waren die US-Arbeitsmarktdaten und Inflationsdaten für Januar bestenfalls widersprüchlich. Im Februar blieb der Arbeitsmarkt erneut hinter den Erwartungen zurück, und die Inflation könnte in dieser Woche anziehen. Damit liefern die makroökonomischen Daten dem Dollar keinerlei Unterstützung, und die Fed könnte ihre Entscheidungen bald weniger an Inflation oder Arbeitsmarkt ausrichten, sondern vielmehr an der Notwendigkeit, den Krieg im Nahen Osten zu finanzieren oder eine Wirtschaft zu stimulieren, deren Wachstum im vierten Quartal auf 1,4 % zurückgegangen ist.Allgemeine Schlussfolgerungen:

Am ersten Handelstag der Woche könnte der Markt volatil bleiben, da sich die Ereignisse im Nahen Osten weiter zuspitzen. Der Euro kann heute in der Spanne von 1,1527–1,1531 gehandelt werden, während das britische Pfund in der Spanne von 1,3319–1,3331 gehandelt werden kann. Wir sehen nach wie vor keine Grundlage für ein starkes und nachhaltiges Wachstum der US‑Währung; der Krieg im Nahen Osten könnte jedoch weiterhin beide Währungspaare nach unten ziehen.

Grundprinzipien des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Ausbildung (Abprall oder Ausbruch) benötigt wird. Je kürzer die Dauer, desto stärker das Signal.Wenn an einem bestimmten Niveau zwei oder mehr Trades auf Basis von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder gar keine Signale ausbilden. In jedem Fall ist es bei den ersten Anzeichen einer Seitwärtsbewegung am besten, den Handel einzustellen.Handelsgeschäfte sollten im Zeitraum zwischen Beginn der europäischen Sitzung und der Mitte der amerikanischen Sitzung eröffnet werden; danach sind alle Positionen manuell zu schließen.Auf dem Stundenchart ist es vorzuziehen, Signale des MACD‑Indikators nur dann zu handeln, wenn eine gute Volatilität und ein durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigter Trend vorliegen.Befinden sich zwei Niveaus zu dicht beieinander (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.Nach einer Bewegung von 15–20 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop Loss auf Break-even nachgezogen werden.Worauf Sie in den Charts achten sollten:

Unterstützungs- und Widerstandsniveaus sind Kursmarken, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit-Marken können in ihrer Nähe platziert werden.

Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die es derzeit vorzugsweise zu handeln gilt.

Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.

Wichtige Reden und Berichte (immer im Wirtschaftskalender enthalten) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Deshalb sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder man verlässt den Markt, um plötzliche Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.

Anfänger im Forex‑Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money-Managements ist der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.