Der Preistest bei 1,1571 erfolgte, als sich der MACD-Indikator deutlich unterhalb der Nulllinie befand, was das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzte. Aus diesem Grund habe ich keine Euros verkauft. Der zweite Test von 1,1571 führte zur Umsetzung von Szenario Nr. 2 zum Kauf von Euros, was einen Anstieg von 25 Pips zur Folge hatte.
Der plötzliche Einbruch der Beschäftigtenzahl im US-Nichtfarmsektor um 92.000 führte zu einem starken Rückgang des Werts der amerikanischen Währung. Es ist klar, dass ein Anstieg der Arbeitslosenquote und ein Rückgang der verfügbaren Stellenangebote sich direkt auf die Konsumausgaben auswirken. Menschen, die sich hinsichtlich ihrer Zukunft unsicher fühlen, neigen dazu, ihre finanziellen Ausgaben zu kürzen, und aktuell kommt noch ein starker Anstieg der Benzinpreise hinzu, der einen neuen Inflationsschub in den USA auslösen könnte und damit den deflationären Effekt vollständig zunichtemachen würde, auf den die Fed in den vergangenen Jahren hingearbeitet hat.
Heute werden mehrere wichtige Wirtschaftsindikatoren für Deutschland und die Eurozone veröffentlicht. Es werden Berichte zur Entwicklung der Auftragseingänge in der deutschen Industrie sowie Daten zu den industriellen Produktionsvolumina erwartet. Darüber hinaus wird der Sentix-Indikator für das Anlegervertrauen in der Eurozone vorgestellt. Es wird damit gerechnet, dass diese Zahlen eine schwache Aktivität im verarbeitenden Gewerbe widerspiegeln, das historisch ein Wachstumstreiber der deutschen Wirtschaft war. Deutliche Abweichungen von den Prognosen könnten angesichts der Bedeutung Deutschlands für den Wirtschaftsraum spürbare Auswirkungen auf den Wert des Euro haben. Auch die Daten zu den Veränderungen der Industrieproduktion in Deutschland werden von Bedeutung sein. Dieser Indikator zeigt die Auslastung der Produktionskapazitäten und bestehende Produktionstrends. Eine gemeinsame Auswertung dieser beiden Kennzahlen liefert ein umfassenderes Bild der Aktivitäten im verarbeitenden Gewerbe.
Was die Intraday-Strategie betrifft, werde ich mich stärker auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 konzentrieren.
Szenario Nr. 1: Heute kann ich Euro kaufen, wenn der Kurs etwa 1,1571 erreicht (grüne Linie im Chart), mit dem Ziel eines Anstiegs auf 1,1618. Am Punkt 1,1618 plane ich, aus dem Markt auszusteigen und zugleich Euro in die Gegenrichtung zu verkaufen, in Erwartung einer Bewegung von 30–35 Pips vom Einstiegspunkt aus. Mit einem Anstieg des Euro ist heute nur nach starken deutschen Konjunkturdaten zu rechnen. Wichtig! Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und sich gerade beginnt von dort nach oben zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, heute Euro zu kaufen, wenn der Kurs die Marke 1,1545 zweimal hintereinander testet, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies begrenzt das Abwärtspotenzial des Währungspaares und führt zu einer Aufwärtskorrektur am Markt. Ein Anstieg in Richtung der gegenüberliegenden Marken 1,1571 und 1,1618 ist dann zu erwarten.
VerkaufsszenarienSzenario Nr. 1: Ich plane, Euro zu verkaufen, sobald der Kurs 1,1545 erreicht (rote Linie im Chart). Das Ziel ist das Niveau von 1,1488, wo ich den Markt verlassen und unmittelbar in die Gegenrichtung kaufen möchte (in Erwartung einer Bewegung von 20–25 Pips in die Gegenrichtung von diesem Niveau aus). Der Druck auf das Währungspaar wird heute auf jeden Fall anhalten. Wichtig! Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und sich gerade beginnt von dort nach unten zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, heute Euro zu verkaufen, wenn der Kurs die Marke 1,1571 zweimal hintereinander testet und sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies begrenzt das Aufwärtspotenzial des Währungspaares und führt zu einer Abwärtskorrektur am Markt. Ein Rückgang in Richtung der gegenüberliegenden Marken 1,1545 und 1,1488 ist dann zu erwarten.
Wichtig: Anfänger an den Forex-Märkten müssen Einstiegsentscheidungen sehr sorgfältig treffen. Am besten halten Sie sich vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte aus dem Markt heraus, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich dafür entscheiden, während der Veröffentlichung von Nachrichten zu handeln, setzen Sie immer Stop-Loss-Orders, um Verluste zu minimieren. Ohne Stop-Loss-Orders können Sie sehr schnell Ihre gesamte Einlage verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money-Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Erfolgreiches Trading erfordert einen klaren Handelsplan wie den oben dargestellten. Spontane Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für Intraday-Händler langfristig eine grundsätzlich verlustreiche Strategie.