Derzeit versucht das Währungspaar USD/CAD, seine Abwärtsbewegung im Bereich von 1,3550 zu stoppen, vor dem Hintergrund gemischter fundamentaler Signale, was zur Vorsicht bei den Bullen mahnt.
Die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten hat die schwachen US-Daten zu den Nonfarm Payrolls (NFP), die am Freitag veröffentlicht wurden, faktisch neutralisiert und den US‑Dollar auf neue Höchststände seit November 2025 getrieben.
Gleichzeitig hat der starke Sprung der Ölpreise die Inflationsrisiken erhöht und die Anleger dazu veranlasst, ihre Erwartungen hinsichtlich des Zeitpunkts der nächsten Zinssenkung durch die Federal Reserve zu überdenken, was weiterhin Druck auf die Renditen von US-Staatsanleihen ausübt. Vor diesem Hintergrund erhält der Dollar zusätzliche Unterstützung, die
ihrerseits als Schlüsselfaktor zur Unterstützung des Währungspaares USD/CAD wirkt.
Heute, am Montag, sind die Ölpreise im Verlauf des Tages um mehr als 25 % gestiegen, haben die Marke von 110 US-Dollar pro Barrel überschritten und damit ein Neunmonatshoch erreicht, ausgelöst durch Befürchtungen über mögliche Lieferunterbrechungen durch die Straße von Hormus.
Ein solcher Preissprung dürfte den kanadischen Dollar als Rohstoffwährung stützen und als begrenzender Faktor für weitere Kursgewinne im USD/CAD wirken.
Außerdem begünstigt der Ausbruch am Freitag unter die wichtige psychologische Unterstützungsmarke von 1,3600 die Bären, zumal die Oszillatoren im Tageschart negativ bleiben. Das runde Niveau von 1,3600 hat sich nun in einen Widerstand verwandelt, während das Währungspaar versucht, im Bereich von 1,3550 Unterstützung zu finden. Sollte dieses Niveau nicht halten, könnte sich der Rückgang in Richtung der runden Marke von 1,3500 beschleunigen.
Damit die Bullen den Vorteil zurückerobern können, müssten die Kurse wieder über den 20-Tage Simple Moving Average (SMA) steigen.