Trump tut alles, um China zu schwächen. Teil 2

Eine Woche nach Ausbruch des Krieges im Nahen Osten beginnt sich der Schleier zu lüften, und allen Marktteilnehmern werden die Konsequenzen sichtbar, was zu äußerst beunruhigenden Überlegungen führt. Iran hat seine nukleare Entwicklung nicht aufgegeben, was bereits vor Beginn des Krieges klar war. Die einzig realistische Option zur Erreichung des Ziels wäre die Zerstörung aller Nuklearanlagen durch Bodentruppen und Bodengerät. Nur in diesem Szenario kann man sicher sein, dass Iran kein nukleares Potenzial mehr besitzt. Einfacher ausgedrückt: Die amerikanischen Streitkräfte müssten ganz Iran „durchkämmen“ und sämtliche Anlagen, Bestände und Labore zerstören. Eine solche Operation könnte mindestens mehrere Hunderttausend Soldaten erfordern und würde enorme Verluste an Menschen und Material sowie gewaltige Kosten für die Operation selbst und für den anschließenden Wiederaufbau der militärischen Stärke nach sich ziehen. Es scheint, dass eine Bodenoffensive nie geplant war und der Atomkonflikt lediglich ein weiteres Vorwandsthema von Donald Trump ist.

Wir erinnern uns alle daran, dass die Operation in Venezuela als Kampf gegen den Drogenhandel dargestellt wurde. Nachdem die Operation beendet war, wurde plötzlich bekannt, dass amerikanische Unternehmen nun die Kontrolle über das Öl in Venezuela innehaben. Somit könnte die Operation im Iran ebenfalls mit Trumps Wunsch zusammenhängen, die Kontrolle über die Ölproduktion und den Ölverkauf zu übernehmen.

Erstens würde die Kontrolle über das Öl Trump neue Hebel verschaffen, um Druck auf andere Länder auszuüben und Einfluss zu nehmen. China ist beispielsweise aufgrund der weltweiten Sanktionen gegen Teheran nahezu der einzige Abnehmer iranischen Öls. Sollte Trump also die Kontrolle über die Produktion im Iran erlangen, würde er diese Karte gegen Peking ausspielen.

Zweitens sind die Logistik von Öl und anderen Brennstoffen im Nahen Osten derzeit erheblich erschwert oder schlichtweg blockiert. Wer leidet darunter am meisten? China und die Eurozone. Das sind zwei bedeutende Blöcke, die Trump als Gegner der USA betrachtet. Daher trifft ein Stopp der Öllieferungen aus dem Nahen Osten die Wettbewerber der USA, was für Washington ebenfalls sehr vorteilhaft ist.

Für China ist die Ölfrage von entscheidender Bedeutung. Die chinesische Wirtschaft ist auf eine massive Produktion und weitere Exporte ausgerichtet. Steigende Ölpreise werden die Kosten beeinflussen, und einige chinesische Produkte werden ihre Wettbewerbsfähigkeit auf den Weltmärkten verlieren. Unternehmen werden ihre Produktion kürzen oder schließen müssen, was sich negativ auf die Wirtschaft auswirkt. Ein Ölmangel kann außerdem zu geringeren Produktionsvolumina und niedrigeren BIP-Wachstumsraten führen. Auf diese Weise versucht Trump, mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: zentrale Gegner zu treffen, mehr Öl und Gas zu verkaufen, die Kontrolle über den Iran zu etablieren und sich erneut als Friedensstifter und Retter der Welt zu inszenieren.

Wellenmuster für EUR/USD:

Auf Basis der Analyse von EUR/USD komme ich zu dem Schluss, dass das Instrument weiterhin einen Aufwärtstrend ausbildet. Trumps Politik und die geldpolitische Ausrichtung der Federal Reserve bleiben bedeutende Faktoren für die langfristige Schwäche der US‑Währung. Die Ziele für den aktuellen Trendabschnitt können sich bis in den Bereich der 25er‑Marke erstrecken. Zum jetzigen Zeitpunkt gehe ich davon aus, dass sich das Instrument weiterhin innerhalb der globalen Welle 5 befindet, weshalb ich im ersten Halbjahr 2026 mit steigenden Kursen rechne. Die Korrekturstruktur a‑b‑c‑d‑e könnte jederzeit abgeschlossen werden, da sie bereits eine überzeugende Form angenommen hat. Meiner Ansicht nach ist es sinnvoll, nach Bereichen und Niveaus für neue Käufe zu suchen, mit Zielen um 1,2195 und 1,2367, was den Fibonacci‑Marken von 161,8 % bzw. 200,0 % entspricht.

Wellenmuster für GBP/USD:

Das Wellenmuster für das Instrument GBP/USD wirkt recht klar. Die globale Welle 5 könnte eine deutlich ausgedehntere Form annehmen, als sie derzeit hat. Ich gehe davon aus, dass die korrektive Wellenstruktur in Kürze abgeschlossen werden kann und sich anschließend der Aufwärtstrend fortsetzt. Daher empfehle ich, nach Möglichkeiten für neue Käufe mit Zielen oberhalb der 39er‑Marke zu suchen. Meiner Meinung nach hat das britische Pfund unter Trump jede Chance, auf 1,45–1,50 US‑Dollar zu steigen, und der Aufwärtstrend scheint noch nicht beendet zu sein.

Grundprinzipien meiner Analyse:Wellenstrukturen sollten einfach und gut nachvollziehbar sein. Komplexe Strukturen sind schwer zu handeln und führen häufig zu Veränderungen.Wenn keine Klarheit darüber besteht, was am Markt geschieht, ist es besser, nicht einzusteigen.Es gibt nie 100%ige Gewissheit über die Bewegungsrichtung, und es kann sie auch nie geben. Vergessen Sie nicht die schützenden Stop‑Loss‑Orders.Wellenanalyse kann mit anderen Analysearten und Handelsstrategien kombiniert werden.