Für Dienstag sind nur sehr wenige makroökonomische Berichte terminiert, und keiner davon ist von großer Bedeutung. In Deutschland werden die Außenhandelsbilanz sowie die Import- und Exportvolumina veröffentlicht. In den USA stehen die Verkäufe bestehender Eigenheime und der wöchentliche ADP-Arbeitsmarktbericht an. Sämtliche der genannten Daten sind unter den aktuellen Umständen für Trader nur von geringer Relevanz, zumal bereits letzten Freitag deutlich wichtigere Berichte mit signifikanten Werten vom Markt ignoriert wurden. Damit bleibt der geopolitische Hintergrund weiterhin das wichtigste Thema für die Märkte, gefolgt von den Entwicklungen an den Energiemärkten und den weiteren Plänen von Donald Trump in Bezug auf den Iran.
Analyse der fundamentalen Ereignisse:Am zweiten Handelstag der Woche kann der Markt eine große Bandbreite an Bewegungen aufweisen, da sich der Ereignisverlauf im Nahen Osten weiterhin ständig hin und her bewegt. Einmal Eskalation, dann wieder Hoffnung auf Deeskalation und Stabilisierung. Der Euro kann heute in der Spanne von 1,1584–1,1591 gehandelt werden, während das Britische Pfund in der Spanne von 1,3403–1,3407 gehandelt werden kann. Wir sehen nach wie vor keine Grundlage für ein starkes, nachhaltiges Wachstum der US‑Währung; allerdings könnte der Krieg im Nahen Osten beide Währungspaare weiter nach unten ziehen.
Grundprinzipien des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abprall oder Ausbruch) benötigt wird. Je weniger Zeit es braucht, desto stärker ist das Signal.Wurden an einem bestimmten Niveau aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.In einem Seitwärtsmarkt kann jedes Währungspaar viele oder gar keine Fehlsignale liefern. In jedem Fall ist es bei ersten Anzeichen eines Seitwärtstrends am besten, den Handel einzustellen.Trades sollten in der Zeit zwischen Beginn der europäischen Sitzung und der Mitte der amerikanischen Sitzung eröffnet und anschließend alle Positionen manuell geschlossen werden.Im Stundenchart ist es vorzuziehen, Signale des MACD‑Indikators nur dann zu handeln, wenn eine gute Volatilität sowie ein durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigter Trend vorliegt.Befinden sich zwei Niveaus zu nah beieinander (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.Nach einer Bewegung von 15–20 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop Loss auf Break-even gesetzt werden.Worauf auf den Charts zu achten ist:Kursniveaus von Unterstützung und Widerstand sind Niveaus, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit‑Marken können in ihrer Umgebung platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die es derzeit vorzugsweise zu handeln gilt.
Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der auch als Signalquelle verwendet werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht gehandelt oder der Markt ganz verlassen werden, um abrupte Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex‑Markt sollten daran denken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money-Managements sind der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.