Das Währungspaar GBP/USD wird über der runden Marke von 1,3400 gehandelt. Der US‑Dollar zieht nach der gestrigen Korrektur von einem Drei-Monats-Hoch neue Käufer an und bleibt der Hauptfaktor, der Druck auf das GBP/USD‑Paar ausübt. Anleger warten auf weitere Entwicklungen im Nahen Osten.
Anleger befürchten, dass steigende Energiepreise die Inflation wieder anheizen und eine Lockerung der Geldpolitik durch das Federal Reserve System der USA verzögern könnten. Dies stützt höhere Renditen von US‑Staatsanleihen, was den Dollar zusätzlich stärkt und die Aufwärtsdynamik von GBP/USD begrenzt. Das britische Pfund erhält jedoch Unterstützung durch eine Neubewertung der Zinserwartungen.
Marktteilnehmer könnten die Rede des Gouverneurs der Bank of England, Andrew Bailey, am Donnerstag abwarten, die den Marktsentiment einen neuen Ton geben könnte.
Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich in dieser Woche außerdem auf die US‑Inflationsdaten – den Verbraucherpreisindex (CPI) und den Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) – sowie auf die monatlichen BIP‑Daten des Vereinigten Königreichs, die allesamt die Dynamik des GBP/USD‑Paares beeinflussen könnten. Dennoch dominieren weiterhin geopolitische Nachrichten das Geschehen, treiben die Marktvolatilität und bestimmen den Kursverlauf des US‑Dollars.
Aus technischer Sicht sind die Oszillatoren im Tageschart negativ und deuten damit auf einen Vorteil für die Bären hin. Nichtsdestotrotz versucht das Paar, über den sehr wichtigen 200‑Tage‑SMA auszubrechen, der sich um 1,3445 befindet. Ein erfolgreicher Ausbruch über diese Marke würde die aktuelle Handelsspanne nach oben verschieben und den Bullen ermöglichen, den 20‑Tage‑SMA in der Nähe der runden Marke von 1,3500 ins Visier zu nehmen.
Die wichtigste Unterstützung liegt an der runden Marke von 1,3400. Sollte dieses Niveau nicht halten, könnte sich der Rückgang in Richtung der runden Marke von 1,3300 beschleunigen.