Handelsempfehlungen und Analyse für GBP/USD am 11. März: Ist das Pfund bereit für einen Aufschwung?

Analyse von GBP/USD 5M

Auch das Währungspaar GBP/USD setzte seine Erholung am Dienstag fort und hat – im Gegensatz zum EUR/USD-Paar – seinen Trend nach oben gedreht. Insgesamt erholen sich die Risikowährungen weiter von der geopolitisch bedingten Dominanz des US-Dollars. Wie erwartet konnte der Krieg im Nahen Osten die amerikanische Währung jedoch nicht lange an der Spitze halten. Der Konflikt beginnt abzuflauen, was zu einer Veränderung in den Präferenzen der Trader führt.

Zur Erinnerung: Der zurückliegende eineinhalb Monate waren für das britische Pfund „düster“. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen und politischen Lage in den USA sprachen nahezu alle Nachrichten gegen das Pfund und für den Dollar. Daten, die den Anstieg des Währungspaars stützten, wurden vom Markt aufgrund geopolitischer Faktoren häufig ignoriert. Damit wurde der Krieg im Nahen Osten zum letzten Akt in der Leidensgeschichte der britischen Währung. Nun könnte sie nicht nur in eine Korrektur übergehen, sondern auch den Aufwärtstrend des Jahres 2025 wieder aufnehmen.

Aus technischer Sicht hat sich der Kurs über den Linien des Ichimoku-Indikators etabliert, sodass nun mit einem Anstieg gerechnet werden kann – zumindest in den Bereich von 1,3533–1,3548. Der Trend im Tages-Chart bleibt unverändert.

Im 5-Minuten-Chart wurden gestern vier Handelssignale generiert. Alle waren Kaufsignale und alle bildeten sich um das Niveau von 1,3437. Trader hatten somit vier Gelegenheiten, Long-Positionen zu eröffnen. Heute könnte die britische Währung ihren Anstieg fortsetzen, dennoch ist es wichtig, den Inflationsbericht im Blick zu behalten. Und man sollte nicht davon ausgehen, dass sich der Konflikt im Nahen Osten nicht mit neuer Wucht entfachen kann.

COT-Report

Die COT-Berichte zum Britischen Pfund zeigen, dass sich in den letzten Jahren die Stimmung der Commercial-Trader ständig verändert hat. Die roten und blauen Linien, die die Netto-Positionen von Commercial- und Non-Commercial-Tradern darstellen, kreuzen sich häufig und bewegen sich überwiegend in der Nähe der Nulllinie. Derzeit driften die Linien auseinander, wobei die Non-Commercial-Trader auf der Verkaufsseite weiterhin dominieren. In jüngster Zeit haben Spekulanten ihre Long-Positionen aggressiv ausgebaut, es ist ihnen jedoch nicht gelungen, in eine Zone klarer Überlegenheit vorzudringen.

Der Dollar verliert weiterhin an Wert, bedingt durch die Politik von Donald Trump, wie im Wochen-Chart (Abbildung oben) erkennbar ist. Der Handelskrieg wird in der einen oder anderen Form noch lange andauern, und die Fed wird in den nächsten 12 Monaten unweigerlich die Zinsen senken. Die Nachfrage nach dem Dollar wird so oder so zurückgehen. Dem jüngsten COT-Bericht (vom 3. März) zum Britischen Pfund zufolge hat die Gruppe der „Non-commercial“ 7.700 BUY-Kontrakte geschlossen und 7.900 SELL-Kontrakte eröffnet. Damit verringerte sich die Netto-Position der Non-Commercial-Trader innerhalb einer Woche um weitere 15.600 Kontrakte.

Im Jahr 2025 legte das Pfund deutlich zu, wobei man verstehen muss, dass es dafür im Wesentlichen nur einen Grund gibt: die Politik von Trump. Sobald dieser Faktor neutralisiert ist, könnte der Dollar wieder zu steigen beginnen. Wann das jedoch der Fall sein wird – das weiß niemand.

Analyse von GBP/USD im 1-Stunden-Chart (1H)

Im Stundenchart hätte das GBP/USD-Paar schon seit Längerem auf einen Aufwärtstrend umschwenken können, doch die Geopolitik hat das Pfund in den Abgrund gezogen. Trotz des deutlichen Rückgangs des Paares im Februar–März betrachten wir diese Bewegung weiterhin als Korrektur. Der Tageschart signalisiert klar die Fortsetzung des Aufwärtstrends. Leider ist die Geopolitik äußerst unberechenbar und kann alle anderen Faktoren überlagern. Dennoch darf das Pfund in naher Zukunft auf Aufwärtspotenzial hoffen.

Für den 11. März identifizieren wir die folgenden wichtigen Niveaus: 1,3096–1,3115, 1,3201–1,3212, 1,3307, 1,3369–1,3377, 1,3437, 1,3533–1,3548, 1,3615, 1,3671–1,3681, 1,3751–1,3763. Die Senkou-Span-B-Linie (1,3412) und die Kijun-sen-Linie (1,3382) können ebenfalls Signalquellen darstellen. Es wird empfohlen, den Stop-Loss auf Break-even nachzuziehen, sobald sich der Kurs 20 Pips in die richtige Richtung bewegt hat. Die Linien des Ichimoku-Indikators können sich im Tagesverlauf verschieben, was bei der Bestimmung von Handelssignalen berücksichtigt werden sollte.

Am Mittwoch stehen im Vereinigten Königreich erneut keine wichtigen Ereignisse auf dem Kalender, in den USA wird jedoch ein Inflationsbericht veröffentlicht, der eine Marktreaktion auslösen könnte. Wir gehen nicht davon aus, dass der Dollar in eine neue Wachstumsphase eintritt, falls die Inflation anzieht, da dies nicht zwangsläufig bedeutet, dass die Fed an einer „hawkishen“ Ausrichtung festhält. Zur Erinnerung: Die Arbeitsmarktdaten und die Arbeitslosenzahlen für Februar waren miserabel.

Handelsempfehlungen:

Heute können Trader Short-Positionen mit einem Ziel bei 1,3307 eröffnen, sofern sich das Paar unterhalb der Senkou-Span-B-Linie festigt. Long-Positionen bleiben mit einem Zielbereich von 1,3533–1,3548 relevant, da sowohl die Senkou-Span-B-Linie als auch das Niveau von 1,3437 überwunden wurden.

Erläuterungen zu den Abbildungen:

Kursniveaus von Unterstützung und Widerstand – dicke rote Linien, in deren Bereich die Bewegung enden kann. Sie sind keine Quellen für Handelssignale.

Die Kijun-sen- und Senkou-Span-B-Linien sind Linien des Ichimoku-Indikators, die aus dem 4-Stunden-Chart in den Stundenchart übertragen wurden. Sie stellen starke Linien dar.

Extremniveaus – dünne rote Linien, von denen der Kurs zuvor abgeprallt ist. Sie sind Quellen von Handelssignalen.

Gelbe Linien – Trendlinien, Trendkanäle und sonstige technische Formationen.

Indikator 1 in den COT-Charts – die Größe der Netto-Position für jede Händlerkategorie.