Der Dollar bleibt gefragt und wird von mehreren Faktoren gestützt.
Die Verringerung des negativen Saldos im US-Handelsdefizit, die gestern veröffentlicht wurde, zusammen mit unerwartet niedrigen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, führte zu einer spürbaren Belebung an den Finanzmärkten. Diese makroökonomischen Signale, die auf eine gewisse Erholung der außenwirtschaftlichen Positionen und eine Stärkung des Arbeitsmarktes hindeuten, wirkten gestern als starker Impuls für Käufe der US-Währung. Händler, die die eingehenden Informationen und die Aussichten auf eine Eskalation der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten bewerteten, sahen darin eine Bestätigung für die Widerstandskraft der US-Wirtschaft trotz der anhaltenden globalen Herausforderungen.
Heute wird die erste Tageshälfte reich an makroökonomischen Ereignissen sein, die die Finanzmärkte deutlich beeinflussen könnten. Im Mittelpunkt stehen Daten aus der Eurozone, insbesondere zu den Veränderungen der Industrieproduktion. Dieser Indikator ist entscheidend für die Beurteilung des Zustands des verarbeitenden Gewerbes, das eine grundlegende Rolle für das Wirtschaftswachstum in der Region spielt. Es wird erwartet, dass die veröffentlichten Zahlen deutlich enttäuschen und dem Euro nur geringe Erfolgschancen lassen. Zeitgleich mit den Eurozonen-Daten wird auch der Verbraucherpreisindex (CPI) Italiens veröffentlicht. Dieser Indikator spiegelt die Preisentwicklung für von privaten Haushalten konsumierte Waren und Dienstleistungen wider und dient als wichtige Referenzgröße für die Beurteilung der Inflation.
Auch für das Pfund birgt der heutige Tag Potenzial für eine erhöhte Marktaktivität. In der ersten Tageshälfte richtet sich die Aufmerksamkeit der Händler auf die Daten zur Veränderung des BIP. Dieser Indikator liefert das umfassendste Bild über den Zustand der Wirtschaft, da er alle Branchen und Sektoren abdeckt. Der BIP-Bericht dürfte ein klares Bild über das Tempo des Wirtschaftswachstums oder -rückgangs sowie über seine wichtigsten Triebkräfte vermitteln. Im Anschluss an die BIP-Daten werden zudem Zahlen zu den Veränderungen der Industrieproduktion veröffentlicht. Auch wenn dieser Indikator Teil des gesamten BIP ist, bietet er ein detaillierteres Bild des verarbeitenden Gewerbes. Er spiegelt die Aktivität von Fabriken und Produktionsbetrieben wider und kann als Frühindikator für die künftige wirtschaftliche Entwicklung dienen. Starke Daten könnten zu einer leichten Korrektur des Pfundes führen; eine spürbare Veränderung des in dieser Woche zu beobachtenden Bärenmarktes ist jedoch eher unwahrscheinlich.
Sollten die Daten im Rahmen der Erwartungen der Volkswirte liegen, empfiehlt es sich, auf Basis einer Mean-Reversion-Strategie zu agieren. Fallen die Daten hingegen deutlich höher oder niedriger aus als von Ökonomen erwartet, wäre ein Vorgehen nach der Momentum-Strategie vorzuziehen.
Momentum-Strategie (Breakout):Für das Währungspaar EUR/USDLong-Positionen bei einem Ausbruch über das Niveau von 1,1525 könnten zu einem Anstieg des Euro in den Bereich von 1,1555 und 1,1585 führen;Short-Positionen bei einem Ausbruch unter das Niveau von 1,1490 könnten zu einem Rückgang des Euro in den Bereich von 1,1470 und 1,1443 führen;Für das Währungspaar GBP/USDLong-Positionen bei einem Ausbruch über das Niveau von 1,3345 könnten zu einem Anstieg des Pfundes in den Bereich von 1,3370 und 1,3406 führen;Short-Positionen bei einem Ausbruch unter das Niveau von 1,3325 könnten zu einem Rückgang des Pfundes in den Bereich von 1,3286 und 1,3255 führen;Für das Währungspaar USD/JPYLong-Positionen bei einem Ausbruch über das Niveau von 159,53 könnten zu einem Anstieg des Dollars in den Bereich von 159,74 und 159,94 führen;Short-Positionen bei einem Ausbruch unter das Niveau von 159,18 könnten zu einem Abverkauf des Dollars in den Bereich von 158,81 und 158,53 führen;Mean-Reversion-Strategie (Rückkehr zum Mittelwert):Für das Währungspaar USD/CADIch werde nach Short-Positionen suchen, wenn ein Ausbruch über 1,3656 scheitert und der Kurs wieder unter dieses Niveau fällt;Ich werde nach Long-Positionen suchen, wenn ein Ausbruch unter 1,3630 scheitert und der Kurs zu diesem Niveau zurückkehrt;