Das Währungspaar GBP/USD setzt seinen Rückgang nun bereits den vierten Tag in Folge fort. Der Druck auf das Pfund verstärkt sich aufgrund überwiegend schwacher makroökonomischer Daten aus dem Vereinigten Königreich, die zusammen mit der Aufwertung des US-Dollar die Kassakurse unter die Marke von 1,3300 drücken.
Laut Daten des Office for National Statistics hat das Wirtschaftswachstum im Januar keine Veränderung gezeigt, was unter der Prognose von 0,2 % lag und schwächer ausfiel als im Dezember, als das BIP um 0,1 % gestiegen war.
Gleichzeitig ging die Industrieproduktion im Monatsvergleich um 0,1 % zurück, während die Produktion im verarbeitenden Gewerbe leicht um 0,1 % zulegte. Diese gemischte Entwicklung erhöht den Druck auf das britische Pfund und zieht das Währungspaar GBP/USD in Richtung seines März-Tiefs.
Unterdessen setzt der US-Dollar, abgebildet durch den U.S. Dollar Index, seinen stabilen Aufwärtstrend fort, erreicht die höchsten Stände seit Ende November und nähert sich den Höchstständen von Oktober 2025. Die US-Währung wird durch die Erwartung gestützt, dass ein inflationsbedingter Schub infolge geopolitischer Spannungen die Federal Reserve dazu zwingen wird, den Beginn eines Zinssenkungszyklus hinauszuzögern.
Ein weiterer Faktor, der den Dollar stärkt, ist die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten, die Anleger in Richtung sicherer Häfen treibt. Zusammengenommen verstärken diese Faktoren den Druck auf das Währungspaar GBP/USD.
Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich nun auf die anstehende Veröffentlichung des US-Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (Personal Consumption Expenditures, PCE), der später während der nordamerikanischen Sitzung erwartet wird. Darüber hinaus stehen im US-Kalender Aufträge für langlebige Güter, der JOLTS-Bericht zu offenen Stellen sowie vorläufige Daten zum Verbrauchervertrauen und zu Inflationserwartungen der University of Michigan an.
Dennoch bleiben die geopolitischen Risiken der wichtigste Markttreiber und bestimmen weiterhin die Dynamik des Dollar sowie das Verhalten des Währungspaares GBP/USD zum Wochenschluss.
Aus technischer Sicht bleiben die Oszillatoren im Tageschart negativ. Es ist jedoch anzumerken, dass der Relative-Stärke-Index (RSI) sich nahe der überverkauften Zone befindet, was darauf hindeutet, dass Verkäufer bei der Eröffnung neuer Positionen Vorsicht walten lassen sollten, da es zu einer Gegenbewegung oder Konsolidierung kommen kann. Nichtsdestotrotz bleibt der Weg des geringsten Widerstands für das Paar abwärtsgerichtet.