Heute, am Montag, macht das Währungspaar EUR/USD einen Teil seiner jüngsten Verluste wieder wett. Ein weiterer Anstieg des Paares wird jedoch durch die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten begrenzt, die die Nachfrage nach sicheren Währungen wie dem US‑Dollar gegenüber dem Euro erhöhen.
Am Wochenende erklärte Präsident Donald Trump, dass „viele Länder“ Kriegsschiffe in das Konfliktgebiet entsenden und forderte die Verbündeten öffentlich auf, diesem Beispiel zu folgen. Außerdem warnte er die Nordatlantikpakt-Organisation vor einem „katastrophalen“ Szenario, falls das Bündnis nicht dazu beiträgt, die Straße von Hormus zu entsperren.
Der Markt wartet nun auf die Zinsentscheidungen dieser Woche von der Federal Reserve und der Europäischen Zentralbank. Es wird erwartet, dass die Federal Reserve die Spanne für den Leitzins auf der Sitzung am Mittwoch bei 3,50–3,75 % belässt. Allerdings dämpfen inflationsbedingte Risiken im Zusammenhang mit Energiepreisen die Erwartungen an eine frühzeitige Lockerung der Geldpolitik.
Auf Euro-Seite deuten Swaps auf eine beschleunigte Straffung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank hin. Daten der London Stock Exchange Group (LSEG) zufolge wird die erste Zinserhöhung nun für Juni eingepreist.
Aus technischer Sicht weist das Währungspaar EUR/USD im Tageschart weiterhin einen bärischen Bias auf, da der wichtige einfache 200‑Tage‑Gleitende Durchschnitt (SMA) abzuflachen beginnt und seinen Aufwärtstrend beendet. Es ist jedoch anzumerken, dass der Relative-Stärke-Index (RSI) in den überverkauften Bereich eingetreten ist. Dies signalisiert die Möglichkeit einer technischen Gegenbewegung, bestätigt jedoch weiterhin die insgesamt bärische Marktstimmung.