EUR/USD Prognose für den 16. März 2026

Das Währungspaar EUR/USD setzte seinen Rückgang den ganzen Freitag über fort und erreichte bis zum Tagesende das Korrekturlevel von 127,2 % bei 1,1440. Eine Konsolidierung der Kurse unterhalb dieses Niveaus würde die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Rückgangs des Paares in Richtung der Marken 1,1374 und 1,1282 erhöhen. Ein Erholungsschub des Kurses von 1,1440 aus würde hingegen für die europäische Währung sprechen und den Bullen, die weiterhin rasch an Boden verlieren, eine kurze Atempause verschaffen.

Die Wellenstruktur im Stundenchart bleibt übersichtlich. Die letzte abgeschlossene Aufwärtswelle hat das Hoch der vorherigen Welle nur um wenige Punkte übertroffen, und die neue Abwärtswelle hat das vorherige Tief durchbrochen. Damit bleibt der Trend aktuell „bärisch“. Die Handlungen von Donald Trump im Nahen Osten haben groß angelegte militärische Auseinandersetzungen in der Region ausgelöst, an denen ein Dutzend Länder beteiligt sind. Dies hat dem Dollar ermöglicht – und ermöglicht es ihm weiterhin –, sich als „sicherer Hafen“ zu behaupten und an Wert zu gewinnen.

Am Freitag hatten die Konjunkturdaten erneut keinen nennenswerten Einfluss auf die Stimmung der Marktteilnehmer, obwohl einige davon durchaus das Signal „zur Sicherheit den Dollar verkaufen“ nahegelegt hätten. Doch dem ist nicht so – die US-Währung steigt weiter, und die Händler ignorieren nach wie vor die schwachen Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten. Am Wochenende wurde bekannt, dass Frankreich und Italien eigene Verhandlungen mit Iran aufgenommen haben, um die Straße von Hormus für ihre Schiffe öffnen zu lassen. Insgesamt ist dies ein logischer Verlauf der Ereignisse, auch wenn nur wenige ihn so erwartet hätten. Zur Erinnerung: Den Krieg mit Iran haben Israel und die Vereinigten Staaten begonnen, während die Länder der Europäischen Union gezwungen sind, die Folgen von Trumps Aggression in Form von extrem hohen Öl- und Gaspreisen zu tragen. Washington versucht einmal mehr, eine Koalition westlicher Staaten zu formen, um seine eigenen Probleme und Ambitionen zu lösen. Und das Schicksal des Krieges im Nahen Osten hängt vom Willen einer einzelnen Person ab. Daher sind Paris und Rom zu dem Schluss gekommen, dass sie mit Donald Trump nicht effektiv zusammenarbeiten können und ihre Probleme selbstständig lösen sollten. Schließlich haben die europäischen Staaten Iran nicht angegriffen, und nach den jüngsten Informationen haben die meisten EU-Länder Trump die Nutzung ihrer Flugplätze und Militärbasen für Angriffe auf Iran und seine Verbündeten verweigert. Niemand will Trump folgen. Amerika ist weit entfernt und energetisch abgesichert, während Europa geografisch deutlich näher liegt und vollständig von Energieimporten abhängig ist.

Im 4-Stunden-Chart hat sich das Währungspaar unterhalb des korrigierenden 100,0%-Niveaus bei 1,1474 gemäß dem neuen Fibonacci-Raster etabliert. Damit kann der Rückgang in Richtung des nächsten Fibonacci-Niveaus von 127,2 % bei 1,1310 anhalten. Der abwärtsgerichtete Trendkanal verweist weiterhin auf die vollständige Dominanz der Bären. Auf keinem Indikator sind neue aufkommende Divergenzen zu erkennen.

Commitments of Traders (COT) Report

In der letzten Berichtswoche haben professionelle Marktteilnehmer 28.900 Long-Positionen geschlossen und 2.454 Short-Positionen eröffnet. Die Stimmung der Gruppe der „Non-commercial“ bleibt dank Donald Trump und seiner Politik weiterhin „bullish“, doch in den vergangenen Wochen beobachten wir einen aktiven Abbau von Long-Positionen. Die Gesamtzahl der von Spekulanten gehaltenen Long-Positionen beträgt nun 266 Tausend, während sich die Short-Positionen auf 160 Tausend belaufen. Der Vorteil der Bullen ist weiterhin deutlich, doch sie verlieren rapide an Boden.

Insgesamt blicken die großen Marktteilnehmer langfristig weiterhin mit viel Respekt auf die Gemeinschaftswährung Euro. Natürlich wirken sich verschiedene globale Ereignisse – an denen es in den letzten Jahren nicht gemangelt hat – unterschiedlich auf die Anleger aus. Derzeit richtet sich die Aufmerksamkeit des Marktes besonders auf den Nahen Osten, wo der Krieg weiter an Dynamik gewinnt und sich geografisch ausweitet. Daher wird der Wechselkurs von Euro und US-Dollar in naher Zukunft nicht von der Geldpolitik der Federal Reserve oder von Konjunkturdaten abhängen, sondern vom Krieg im Iran. Und momentan zieht der US-Dollar aus dieser Situation den maximalen Nutzen.

Nachrichtenkalender für die USA und die Eurozone

USA – Veränderung der Industrieproduktion (13:15 UTC).

Am 16. März enthält der Wirtschaftskalender nur einen wenig bedeutenden Eintrag, und der Markt ignoriert weiterhin jegliche Veröffentlichungen. Der Einfluss des Nachrichtenumfelds auf die Marktstimmung dürfte am Montag äußerst gering sein.

EUR/USD Prognose und Handelsempfehlungen

Verkäufe des Währungspaares waren nach einem Schlusskurs unterhalb der Marke von 1,1577 mit einem Ziel bei 1,1440 möglich. Das Ziel wurde erreicht. Diese Positionen können heute mit Zielen bei 1,1374 und 1,1282 weiter gehalten werden. Käufe können im Falle eines Abpralls der Kurse vom Niveau 1,1440 mit einem Ziel bei 1,1577 eröffnet werden.

Die Fibonacci-Raster werden im Stundenchart von 1,1577 – 1,2082 und im 4-Stunden-Chart von 1,1474 – 1,2082 angelegt.