Das Währungspaar GBP/USD setzte am Dienstag seine Aufwärtsbewegung fort und näherte sich der abwärts gerichteten Trendlinie sowie der Senkou-Span-B-Linie. Damit könnten die Abwärtstrends sowohl für den Euro als auch für das Pfund heute aufgehoben werden. Der Dollar ist nun bereits zwei Tage in Folge ohne ersichtlichen Grund gefallen, was bemerkenswert ist. Es ist anzumerken, dass der amerikanischen Währung abgesehen vom geopolitischen Faktor, der weiterhin zum Tragen kommen könnte, solide Gründe für ein langfristiges Wachstum fehlen. In den vergangenen Tagen ist der Krieg im Nahen Osten jedoch ohne offensichtliche Eskalationen verlaufen, sodass sich die Märkte etwas beruhigt und an die neue objektive Realität angepasst haben. Infolgedessen verliert der Dollar nach und nach seine einzige Stütze.
Aus technischer Sicht besteht der Abwärtstrend weiterhin, und voraus steht die Fed-Sitzung, bei der die US-Notenbank ihre Haltung in der Geldpolitik voraussichtlich verschärfen wird. Experten erwarten, dass sich die Inflation nach Ausbruch des Krieges im Nahen Osten aufgrund steigender Energiepreise wieder beschleunigt. Damit rückt die Inflation erneut in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der Fed, auch wenn man sich dessen nicht zu 100 % sicher sein kann, da der Arbeitsmarkt im Februar ebenso enttäuschende Ergebnisse zeigte wie die US-Wirtschaft im vierten Quartal. Dennoch werden die letzten Monate von Jerome Powell an der Spitze der Fed zweifellos im Zeichen der Beibehaltung des Status quo stehen.
Im 5-Minuten-Zeitrahmen wurden gestern drei Handelssignale generiert. Zu Beginn der europäischen Handelssitzung setzte sich das Paar unterhalb der Marke von 1,3307 fest, konnte jedoch nur 25 Pips nach unten zurücklegen. Das Short-Geschäft brachte weder Gewinn noch Verlust. Anschließend etablierte sich der Kurs oberhalb des Niveaus von 1,3307, wodurch Long-Positionen eröffnet werden konnten. Einige Stunden später wurde die Kijun-sen-Linie erreicht, an der Gewinne realisiert werden konnten. Der anschließende Abprall von der kritischen Linie erwies sich als Fehlsignal.
COT-BerichtDie COT-Berichte für das britische Pfund zeigen, dass sich die Stimmung der Commercial Trader in den vergangenen Jahren stetig verändert hat. Die roten und blauen Linien, die die Netto-Positionen von Commercial und Non-Commercial Tradern darstellen, schneiden sich regelmäßig und verlaufen meist nahe der Nulllinie. Derzeit entfernen sich die Linien voneinander, wobei die Non-Commercial Trader nach wie vor mit Verkäufen dominieren. Angesichts der Ereignisse im Nahen Osten ist es jedoch nicht mehr überraschend, dass die Nachfrage nach risikoreicheren Währungen sinkt, während die Nachfrage nach dem Dollar steigt.
Langfristig verliert der Dollar infolge der Politik von Donald Trump weiter an Wert, wie im Wochenchart (Abbildung oben) zu sehen ist. Der Handelskrieg wird in der einen oder anderen Form noch lange andauern, und die Fed wird die Zinsen in den nächsten 12 Monaten unabhängig davon senken. Die Nachfrage nach dem Dollar wird so oder so zurückgehen. Derzeit stehen jedoch geopolitische Faktoren im Vordergrund, die die US-Währung deutlich stützen. Dem jüngsten COT-Bericht (vom 10. März) für das britische Pfund zufolge hat die Gruppe der „Non-Commercials“ 10.200 BUY-Kontrakte geschlossen und 1.200 SELL-Kontrakte eröffnet. Damit verringerte sich die Netto-Position der Non-Commercial Trader innerhalb einer Woche um weitere 11.400 Kontrakte.
Analyse von GBP/USD im 1-Stunden-ChartIm Stundenchart hätte das Währungspaar GBP/USD längst in einen Aufwärtstrend übergehen können, doch die geopolitische Lage belastet das Britische Pfund weiterhin. Trotz des starken Rückgangs des Paares im Februar und März betrachten wir diese Bewegung nach wie vor als Korrektur. Der Tageschart signalisiert eindeutig die Fortsetzung eines Aufwärtstrends. Geopolitik ist jedoch äußerst unberechenbar und kann alle anderen Faktoren überlagern. Dennoch befindet sich das Pfund derzeit in der Nähe eines möglichen Beginns eines neuen Aufwärtstrends.
Für den 18. März heben wir die folgenden Schlüsselniveaus hervor: 1,3096–1,3115, 1,3201–1,3212, 1,3307, 1,3369–1,3377, 1,3437, 1,3533–1,3548, 1,3615, 1,3671–1,3681, 1,3751–1,3763. Die Senkou-Span-B-Linie (1,3380) und die Kijun-sen-Linie (1,3328) können ebenfalls als Signalquellen dienen. Es wird empfohlen, den Stop-Loss auf Break-even nachzuziehen, sobald sich der Kurs 20 Pips in die richtige Richtung bewegt hat. Die Linien des Ichimoku-Indikators können sich im Tagesverlauf verschieben, was bei der Bestimmung von Handelssignalen berücksichtigt werden sollte.
Am Mittwoch sind im Vereinigten Königreich keine wichtigen Datenveröffentlichungen oder Ereignisse geplant, während in den USA der PPI-Index veröffentlicht wird und die Fed-Sitzung stattfindet. Die Fed-Sitzung könnte – abgesehen von geopolitischen Faktoren – zum Hauptereignis werden, auf das die Aufmerksamkeit der Trader gerichtet ist.
Handelsempfehlungen:Heute können Trader Short-Positionen mit Zielen bei 1,3307 und darunter eröffnen, wenn sich das Paar unterhalb der kritischen Linie festsetzt oder von dem Bereich 1,3369–1,3377 nach unten abprallt. Long-Positionen werden mit Zielen bei 1,3412, 1,3437 und 1,3533 interessant, falls der Kurs den Bereich 1,3369–1,3377 nach oben durchbricht.
Erklärungen zu den Abbildungen:Unterstützungs- und Widerstandsniveaus (Widerstand/Unterstützung) – dicke rote Linien, in deren Bereich sich die Kursbewegung erschöpfen kann. Dies sind keine direkten Quellen für Handelssignale.
Kijun-sen- und Senkou-Span-B-Linien – Linien des Ichimoku-Indikators, die aus dem 4-Stunden-Chart in den Stundenchart übertragen wurden. Dies sind starke Linien.
Extremum-Niveaus – dünne rote Linien, von denen der Kurs zuvor abgeprallt ist. Dies sind Quellen für Handelssignale.
Gelbe Linien – Trendlinien, Trendkanäle und sonstige technische Formationen.
Indikator 1 in den COT-Charts – die Größe der Netto-Position jeder Händlerkategorie.