Worauf sollte man am 19. März achten? Analyse fundamentaler Ereignisse für Einsteiger

Analyse makroökonomischer Berichte:

Am Donnerstag stehen mehrere makroökonomische Berichte auf dem Programm. Das größte Interesse gilt dabei den britischen Daten. Heute werden die Arbeitslosenzahlen für Januar, Lohndaten für Januar sowie die Veränderung der Zahl der Arbeitslosen für Februar veröffentlicht. Die Daten könnten sich schlechter als die Prognosen und die vorherigen Werte entwickeln, da die britische Wirtschaft weiterhin unterdurchschnittlich läuft. In der Eurozone werden heute abgesehen von der EZB-Sitzung keine nennenswerten Veröffentlichungen erwartet. In den USA stehen nur einige wenige, weniger bedeutende Berichte an.

Analyse der fundamentalen Ereignisse:

Zu den wichtigsten Ereignissen am Donnerstag zählen die Sitzungen der European Central Bank und der Bank of England. Wir gehen davon aus, dass beide Zentralbanken, ähnlich wie die Federal Reserve, einen restriktiveren (hawkishen) Kurs einschlagen werden. Doch spielt das für Trader überhaupt eine Rolle? In den vergangenen Wochen lag der Fokus des Marktes vollständig auf dem Konflikt im Nahen Osten. Man rechnet mit steigender Inflation, einer Konjunkturabkühlung und einer Energiekrise und geht davon aus, dass die Zentralbanken im Jahr 2026 einen strengeren geldpolitischen Kurs verfolgen werden. Gestern bestätigte die Fed diese Erwartungen, und die heutigen Sitzungen von ECB und BoE könnten dasselbe tun. Gestern sahen wir einen Anstieg des Dollars (was durchaus logisch war); werden wir heute einen Anstieg von Euro und Pfund sehen?

Allgemeine Schlussfolgerungen:

Am vorletzten Handelstag der Woche sind am Markt grundsätzlich alle Bewegungen möglich, da sich der Verlauf der Ereignisse im Nahen Osten jederzeit in jede Richtung ändern kann. Die Unsicherheit wird durch die beiden Zentralbanksitzungen zusätzlich verstärkt. Der Euro kann heute in einer Spanne von 1,1455–1,1474 gehandelt werden, während das britische Pfund in einer Spanne von 1,3259–1,3267 gehandelt werden kann. Wir sehen nach wie vor keine Grundlage für ein starkes, nachhaltiges Wachstum der US‑Währung (unter Berücksichtigung aller Faktoren, nicht nur der Geopolitik); dennoch wird im aktuellen Kriegsumfeld im Nahen Osten einzig der Dollar unterstützt.

Grundprinzipien des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die für seine Bildung (Abprall oder Ausbruch) benötigt wird. Je kürzer diese Zeit, desto stärker das Signal.Wenn an einem bestimmten Niveau bereits zwei oder mehr Trades auf Basis von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.In einem Seitwärtsmarkt (Flat) kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder gar keine Signale generieren. In jedem Fall ist es ratsam, bei den ersten Anzeichen eines Flat-Handels den Handel einzustellen.Handelspositionen sollten im Zeitraum zwischen Beginn der europäischen Sitzung und der Mitte der amerikanischen Sitzung eröffnet werden; danach sollten alle offenen Positionen manuell geschlossen werden.Auf dem Stundenchart ist es vorzuziehen, Signale des MACD‑Indikators nur dann zu handeln, wenn eine gute Volatilität vorliegt und ein Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt ist.Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs‑ oder Widerstandszone betrachtet werden.Nachdem sich der Preis 15–20 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop Loss auf Break-even gesetzt werden.Worauf auf den Charts zu achten ist:

Preisniveaus von Unterstützung und Widerstand sind Levels, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit-Niveaus können in deren Nähe platziert werden.

Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die derzeit bevorzugt gehandelt werden sollte.

Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle dienen kann.

Wichtige Reden und Veröffentlichungen (stets im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder Trader sollten den Markt verlassen, um plötzliche, starke Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.

Anfänger im Forex‑Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und ein effektives Money-Management sind der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.