Der Test des Kurses bei 1,3295 erfolgte, als der MACD-Indikator gerade begann, sich von der Nulllinie nach oben zu bewegen, was einen gültigen Einstiegspunkt für Käufe des Pfunds bestätigte. In der Folge stieg das Währungspaar bis in den Bereich von 1,3342.
Die gestrige Entscheidung des Monetary Policy Committee der Bank of England, den Leitzins bei 3,75 % zu belassen, war zwar vorhersehbar, aber dennoch von großer Bedeutung an den Finanzmärkten. Diese Entscheidung spiegelt das Bestreben der Zentralbank wider, angesichts der wachsenden Unsicherheit durch die neue Welle von Spannungen im Nahen Osten Stabilität zu wahren. Hinter dieser scheinbaren Stabilität verbirgt sich jedoch eine klare Warnung. Die Bank of England hat deutlich gemacht, dass das aktuelle Zinsniveau nicht den Endpunkt darstellt. In ihrer Erklärung brachte die Zentralbank ausdrücklich ihre Bereitschaft zum Ausdruck, die Zinsen in absehbarer Zukunft anzuheben, was zum raschen Anstieg des Pfunds in der zweiten Tageshälfte beitrug.
Heute werden sich Anleger und Experten auf zwei zentrale Wirtschaftsindikatoren konzentrieren, die zwar von mittlerer, aber dennoch erheblicher Bedeutung für die Beurteilung der Verfassung der britischen Wirtschaft sind. Zunächst wird der Bericht über das Netto-Kreditaufnahmevolumen des öffentlichen Sektors im Vereinigten Königreich veröffentlicht. Dieser Indikator zeigt das Ausmaß der Staatsverschuldung und den Finanzierungsbedarf der Regierung zur Deckung ihrer Ausgaben. Veränderungen bei diesem Wert können Aufschluss über die fiskalische Strategie des Kabinetts, seine Fähigkeit zum Umgang mit den öffentlichen Finanzen sowie die möglichen Auswirkungen auf die Staatsverschuldung geben.
Das zweite wichtige Ereignis ist die Veröffentlichung der Daten zur Bilanz der Industrieaufträge durch die Confederation of British Industry. Eine positive Auftragsbilanz weist auf eine Belebung der industriellen Aktivität, steigende Produktionsvolumina und damit auf ein potenzielles BIP-Wachstum hin. Umgekehrt können negative Werte auf eine Stagnation oder einen Abschwung im verarbeitenden Gewerbe hindeuten und als Warnsignal für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung dienen.
Was die Intraday-Strategie angeht, werde ich mich stärker auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.
Wichtig: Anfänger im Forex-Markt sollten Einstiegsentscheidungen mit großer Sorgfalt treffen. Am besten bleiben Sie vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte aus dem Markt heraus, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich dafür entscheiden, während der Nachrichtenveröffentlichung zu handeln, setzen Sie stets Stop-Loss-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Loss-Orders können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Erfolgreiches Trading erfordert einen klaren Handelsplan wie den oben dargestellten. Spontane Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für Intraday-Trader eine grundsätzlich verlustträchtige Strategie.