Das Währungspaar GBP/USD verzeichnete am Freitag einen starken Rückgang, der weder durch geopolitische Entwicklungen noch durch fundamentale oder makroökonomische Faktoren ausgelöst wurde. Für den letzten Handelstag der Vorwoche waren keine wichtigen Ereignisse terminiert, und es gab keine beunruhigenden Meldungen von der „Iran-Front“. Somit fiel das britische Pfund ohne ersichtlichen Anlass. Zudem hatte die Bank of England erst einen Tag zuvor beschlossen, den Leitzins unverändert zu lassen, dabei jedoch einen deutlich weniger dovishen Kurs als zuvor eingeschlagen. War die britische Notenbank vor dem Krieg in Iran noch zu weiteren Lockerungen der Geldpolitik bereit, scheint sie nun angesichts steigender Energiepreise, die zweifellos die Inflation anheizen werden, zu einer Straffung bereit zu sein. Wie bereits erwähnt, ist die Fed nicht bereit, den Leitzins anzuheben, während die BoE und die Europäische Zentralbank dazu bereit sind. Unterstützung für Euro und Pfund zeigte sich jedoch nur am Donnerstag, und bereits am Freitag kehrte alles wieder auf die vorherigen Niveaus zurück.
5M-Chart des GBP/USD-PaaresIm Stundenchart könnte das GBP/USD-Paar nun endlich beginnen, einen Aufwärtstrend auszubilden. Es gibt derzeit keine globalen Faktoren, die ein mittelfristiges Wachstum des US-Dollars stützen, daher erwarten wir für 2026 die Fortsetzung des globalen Aufwärtstrends aus dem Jahr 2025, der das Paar mindestens in den Bereich von 1,4000 treiben könnte. In den letzten Wochen lag der Fokus des Marktes vollständig auf dem Krieg im Nahen Osten, aber dieser Faktor kann den Dollar nicht unbegrenzt stützen, zumal es aktuell keine weiteren unterstützenden Faktoren gibt.
Am Montag können Einsteiger Short-Positionen eröffnen, wenn sich der Kurs unterhalb des Bereichs 1,3319–1,3331 festigt, mit einem Ziel bei 1,3259–1,3267. Konsolidiert sich der Kurs oberhalb des Bereichs 1,3319–1,3331, können Long-Positionen mit einem Ziel bei 1,3403–1,3407 eröffnet werden.
Auf dem 5-Minuten-Chart kann der Handel derzeit auf die folgenden Marken fokussiert werden: 1,3096–1,3107, 1,3203–1,3212, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3403–1,3407, 1,3437–1,3446, 1,3484–1,3489, 1,3529–1,3543, 1,3643–1,3652, 1,3695, 1,3741–1,3751. Für Montag sind weder im Vereinigten Königreich noch in den USA wichtige Ereignisse oder Veröffentlichungen angesetzt; daher werden Händler im Tagesverlauf auf keine nennenswerten Impulse reagieren können.
Grundprinzipien des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die für die Formierung des Signals (Abprall oder Ausbruch) benötigt wird. Je weniger Zeit dafür benötigt wird, desto stärker ist das Signal.Wurden an einem bestimmten Niveau zwei oder mehr Trades aufgrund von Fehlsignalen eröffnet, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.In einem Seitwärtsmarkt kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder gar keine Signale ausbilden. In jedem Fall ist es bei den ersten Anzeichen eines Seitwärtstrends am besten, den Handel einzustellen.Trades werden im Zeitraum zwischen Beginn der europäischen Sitzung und der Mitte der amerikanischen Sitzung eröffnet; danach sollten alle Positionen manuell geschlossen werden.Im Stundenchart ist es vorzuziehen, auf Signale des MACD-Indikators nur dann zu handeln, wenn eine gute Volatilität und ein Trend vorliegen, der durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt ist.Befinden sich zwei Niveaus zu dicht beieinander (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.Sobald sich der Kurs 20 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop Loss auf den Einstiegskurs (Break-even) nachgezogen werden.Worauf man in den Charts achten sollte:Kursniveaus von Unterstützung und Widerstand sind Marken, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit-Niveaus können in deren Nähe gesetzt werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die man derzeit vorzugsweise handeln sollte.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (sie sind immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder man verlässt den Markt, um scharfe Kursumkehrungen gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money-Managements sind der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.