Handelsempfehlungen und Analyse für GBP/USD am 25. März. Das Pfund überstürzt nichts

Analyse von GBP/USD 5M

Auch das Währungspaar GBP/USD zeigte am Dienstag keine nennenswerten Bewegungen. Heute wird das Vereinigte Königreich den Inflationsbericht für Februar veröffentlichen, doch dieser stößt kaum auf Interesse. Für Trader sind die Verbraucherpreisdaten für März deutlich relevanter – also für den Zeitraum, in dem der Krieg im Nahen Osten begann und die Energiepreise in die Höhe schossen. Die Februar-Inflation im Vereinigten Königreich dürfte unverändert bei 3 % geblieben sein. Gestern wurden in Großbritannien die Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungs- und den verarbeitenden Sektor veröffentlicht, doch auch diese weckten kein Interesse bei den Marktteilnehmern. Im Dienstleistungssektor fiel die Aktivität von 53,9 auf 51,2, im verarbeitenden Gewerbe von 51,7 auf 51,4. Damit kann der Rückgang des Pfunds im Tagesverlauf sogar als gerechtfertigt gelten. Dennoch sind wir der Ansicht, dass der Markt bislang weder eine Bestätigung für Trumps Aussagen über Verhandlungen mit dem Iran erhalten hat, noch diese vollständig widerlegen konnte. Daher hat er faktisch eine Pause eingelegt, bis sich die Lage weiter klärt.

Aus technischer Sicht bildet sich für das Pfund ebenfalls ein Aufwärtstrend heraus, der jedoch ebenso schwach aussieht wie der Trend beim Euro. Die Trendlinie weist nur eine minimale Steigung auf, und Korrekturen sowie Rückläufe nehmen bis zu 90 % der vorangegangenen Aufwärtsbewegung wieder zurück. Von einer Dominanz des Pfunds kann derzeit also keine Rede sein. In der vergangenen Woche erhielt die britische Währung zwar Unterstützung von der Bank of England, doch inzwischen zeigt sich klar, wie begrenzt das Interesse des Marktes an der Geldpolitik ist. Die Aufmerksamkeit der Trader bleibt auf die Geopolitik gerichtet.

Im 5-Minuten-Chart entstanden am Dienstag drei Handelssignale. Während der europäischen Handelssitzung prallte der Kurs von 1,3437 nach unten ab und fiel anschließend in den Bereich von 1,3369–1,3377, wodurch Trader Short-Positionen mit Gewinn eröffnen konnten. Darauf folgten zwei Kaufsignale, von denen jeweils keines das nächstgelegene Kursziel erreichte.

COT-Report

Die COT-Berichte für das Britische Pfund zeigen, dass sich die Stimmung der Commercial-Trader in den letzten Jahren stetig verändert hat. Die roten und blauen Linien, welche die Netto-Positionen von Commercial- und Non-Commercial-Tradern widerspiegeln, kreuzen sich häufig und bewegen sich meist in der Nähe der Nulllinie. Derzeit entfernen sich die Linien jedoch voneinander, wobei die Non-Commercial-Trader weiterhin auf der Verkaufsseite dominieren. Angesichts der Ereignisse im Nahen Osten ist es jedoch nicht überraschend, dass die Nachfrage nach risikoreicheren Währungen sinkt, während die Nachfrage nach dem Dollar steigt.

Langfristig setzt sich die Schwäche des Dollars aufgrund der Politik von Donald Trump fort, was im Wochenchart (Abbildung oben) deutlich zu erkennen ist. Der Handelskrieg wird in der einen oder anderen Form noch lange andauern, und die Fed wird ihre Geldpolitik früher oder später wieder lockern. Die Nachfrage nach dem Dollar wird daher in Zukunft ohnehin zurückgehen. Aktuell stehen jedoch geopolitische Faktoren im Vordergrund, die der US-Währung starke Unterstützung bieten. Laut dem jüngsten COT-Bericht (vom 17. März) schloss die Gruppe der „Non-commercial“-Trader 4.900 BUY- und 23.700 SELL-Kontrakte. Folglich stieg die Netto-Position der Non-Commercial-Trader innerhalb einer Woche um 18.800 Kontrakte.

Analyse von GBP/USD im 1H-Chart

Im Stundenchart hat das Währungspaar GBP/USD begonnen zu steigen, den Abwärtstrend gebrochen und besitzt nun eine reale Chance, die Verluste der vergangenen anderthalb Monate wieder aufzuholen. Allerdings ist die Aufwärtsbewegung äußerst schwach, da der Markt die Entwicklungen im Nahen Osten weiterhin aufmerksam verfolgt. Trotz des deutlichen Rückgangs des Paares im Februar und März betrachten wir diese Bewegung nach wie vor als Korrektur. Im Tageschart wird der Aufwärtstrend weiterhin klar bestätigt. Leider bleibt die geopolitische Lage recht komplex und könnte Bewegungen in beide Richtungen auslösen.

Für den 25. März heben wir die folgenden wichtigen Niveaus hervor: 1,3096–1,3115, 1,3201–1,3212, 1,3369–1,3377, 1,3465–1,3480, 1,3533–1,3548, 1,3615, 1,3671–1,3681, 1,3751–1,3763. Die Senkou Span B-Linie (1,3350) und die Kijun-sen-Linie (1,3360) können ebenfalls als Signalquellen dienen. Es wird empfohlen, den Stop-Loss auf Break-even zu setzen, sobald sich der Kurs 20 Pips in die gewünschte Richtung bewegt. Die Linien des Ichimoku-Indikators können sich im Tagesverlauf verschieben, was bei der Bestimmung von Handelssignalen berücksichtigt werden sollte.

Am Mittwoch wird in Großbritannien der Inflationsbericht veröffentlicht, der theoretisch für eine Marktreaktion sorgen könnte, falls der Wert von der prognostizierten Marke von 3 % abweicht. Der US-Kalender ist vollständig leer.

Handelsempfehlungen:

Heute können Trader Short-Positionen eröffnen, falls sich der Kurs unterhalb der Spanne 1,3350–1,3377 festigt, mit einem Ziel bei 1,3201–1,3212. Long-Positionen werden relevant mit einem Ziel bei 1,3456–1,3480, falls der Kurs vom Bereich 1,3350–1,3377 nach oben abprallt.

Erläuterungen zu den Abbildungen:

Unterstützungs- und Widerstandsniveaus (Support/Resistance) sind dicke rote Linien, in deren Nähe eine Bewegung enden kann. Sie sind keine Quellen von Handelssignalen.

Kijun-sen- und Senkou Span B-Linien sind Ichimoku-Indikatorlinien, die aus dem 4-Stunden-Chart in den Stundenchart übertragen wurden. Es handelt sich um starke Linien.

Extremniveaus sind dünne rote Linien, von denen der Kurs zuvor abgeprallt ist. Sie stellen Quellen von Handelssignalen dar.

Gelbe Linien kennzeichnen Trendlinien, Trendkanäle und sonstige charttechnische Formationen.

Indikator 1 in den COT-Charts zeigt die Größe der Netto-Position jeder Händlergruppe an.