GBP/USD. Preisanalyse. Prognose. Geopolitische Faktoren beeinflussen zweifellos die Dynamik des GBP/USD-Paares

Am Mittwoch geriet das britische Pfund (GBP) im Tagesverlauf unter Druck, während sich der US‑Dollar leicht befestigte. Ausschlaggebend war das nachlassende Anlegerinteresse an Risikoanlagen nach Berichten über einen Angriff auf das iranische Atomkraftwerk in Bushehr. Zusätzlichen Druck auf die britische Währung üben zudem die neuesten Inflationsdaten aus.

Geopolitische Faktoren beeinflussen zweifellos die Dynamik des GBP/USD‑Währungspaares. Die Eskalation der Spannungen im Nahen Osten prägt weiterhin die Marktstimmung: Israel und Iran tauschen Angriffe aus, während die USA versuchen, einen diplomatischen Kurs beizubehalten und hoffen, in Islamabad, Pakistan, einen Verhandlungsprozess anzustoßen. Iran hat die amerikanische Initiative zurückgewiesen und fünf Bedingungen für die Einstellung der Feindseligkeiten formuliert. Dazu gehören die Beendigung von Angriffen auf iranisches Territorium, die Schaffung wirksamer Garantien für die Beendigung des Konflikts und dessen Nichtwiederaufflammen, Entschädigungszahlungen für Schäden, die Einstellung militärischer Handlungen in allen Richtungen sowie die Anerkennung der iranischen Souveränität über die Straße von Hormus.

Mit Blick auf die Inflation gilt: Sie bleibt hoch, obwohl eine Abschwächung erwartet worden war. Die Daten für Februar zeigten, dass die Inflation im Vereinigten Königreich im Jahresvergleich bei 3 % verharrte – im Einklang mit den Prognosen und unverändert gegenüber Januar. Gleichzeitig stieg der Kernverbraucherpreisindex um 0,1 Prozentpunkte auf 3,2 % und liegt damit weiterhin über dem Zielwert der Bank of England von 2 %. Schon vor der Eskalation des Konflikts im Nahen Osten hatte die Bank of England erwartet, dass die Inflation bis April auf 2 % zurückgeht. In der vergangenen Woche hat die Bank of England ihre Prognose jedoch überarbeitet und ihre Inflationsschätzung auf 3,5 % bis Mitte 2026 angehoben.

Laut einer Umfrage von Citi haben sich die Inflationserwartungen der Briten deutlich verschlechtert: Der entsprechende Wert ist von 3,3 % auf 5,4 % gestiegen und verzeichnet damit den stärksten Sprung seit mehr als zwei Jahrzehnten.

Nun passen die Märkte ihre Erwartungen an die Geldpolitik an. In den letzten zwei Tagen sind die Renditen von Staatsanleihen in den wichtigsten Ländern gestiegen, da Marktteilnehmer zunehmend an der Bereitschaft der führenden Zentralbanken – der Federal Reserve und der Bank of England – zweifeln, im Jahr 2026 auf einen lockereren geldpolitischen Kurs umzuschwenken. An den britischen Geldmärkten werden in den Futures nun Zinserhöhungen der Bank of England von insgesamt rund 46 Basispunkten eingepreist, während die Anleger für die Fed nur eine symbolische Straffung um 4 Basispunkte erwarten und kurzfristig mit keinen Zinssenkungen rechnen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung des britischen Pfunds (GBP) gegenüber den wichtigsten Währungen am heutigen Tag. Das britische Pfund hat dabei gegenüber dem australischen Dollar am stärksten zugelegt.

Aus technischer Sicht ist der kurzfristige Trend moderat bärisch, da das Währungspaar weiterhin unter den wichtigen 100- und 200-Tage-Simple Moving Averages sowie unter der runden Marke von 1,3400 notiert. Dies signalisiert einen Verlust des Aufwärtsmomentums nach mehreren gescheiterten Versuchen in der Nähe der 200-Tage-SMA. Da die Kurse jedoch weiterhin über der 20-Tage-SMA liegen und die Aufwärtsdynamik vom Dienstag noch nicht vollständig abgebaut ist, haben die Bullen nach wie vor die Chance, zu kontern.

Es ist erwähnenswert, dass die Oszillatoren ein gemischtes Bild liefern und dass der Relative Strength Index (RSI) zwar neutral ist, aber noch nicht vollständig in den positiven Bereich vorgedrungen ist. Daher sollten Trader, die auf der Käuferseite aktiv werden möchten, vorsichtig agieren.