Das Währungspaar EUR/USD ist am Mittwoch leicht gefallen, bewegt sich jedoch seit einigen Tagen insgesamt seitwärts. Derzeit gibt es keine Gründe für einen weiteren Anstieg des Euro, da geopolitische Faktoren weiterhin alle technischen, fundamentalen und makroökonomischen Faktoren überlagern und von der Front im Nahen Osten keine positiven Nachrichten kommen. Es gibt aber auch keine Gründe für einen neuen Anstieg des US-Dollar, da sich der Konflikt im Nahen Osten zuletzt etwas abgeschwächt hat. Damit ist nicht eine Waffenruhe oder ein Waffenstillstand gemeint, sondern eine Verschiebung im Nachrichtenfluss. In den Schlagzeilen geht es nun vermehrt um mögliche Verhandlungen und Waffenruhen. Donald Trump hat mehrere Signale zugunsten des Iran gesendet, doch Teheran hat nicht vor, einem Waffenstillstand zuzustimmen, nachdem viele seiner militärischen, nuklearen und staatlichen Einrichtungen zerstört worden sind. Iran ist sich sehr wohl bewusst, dass es derzeit die globalen Öl- und Gaspreise maßgeblich beeinflusst. Wenn Iran leidet, leidet die ganze Welt.
Somit gibt es keine konkreten Anzeichen für ein Ende des Krieges im Nahen Osten. Es gibt nur Gerüchte, Mutmaßungen und Insiderberichte, die in den meisten Fällen nicht die Realität widerspiegeln. Der Aufwärtstrend im Stundenchart besteht zwar weiter, ist jedoch sehr fragil.
Im 5-Minuten-Chart bildeten sich am Mittwoch zwei Handelssignale. Der Kurs prallte zweimal vom Niveau 1,1615 ab und bot den Tradern jeweils die Möglichkeit, Short-Positionen zu eröffnen. Da die Signale ähnlich waren, konnten Trader auch nur einen Trade eröffnen. Bis zum Ende des Tages gelang es dem Paar, etwa 25–40 Pips nachzugeben, die Trader realisieren konnten.
COT-ReportDer jüngste COT-Bericht ist auf den 17. März datiert. In der Darstellung im Wochenzeitrahmen ist klar erkennbar, dass die Netto-Position der nicht-kommerziellen Händler weiterhin „bullish“ bleibt, jedoch aufgrund der geopolitischen Ereignisse zu Beginn des Jahres 2026 rasch abnimmt. Trader verkaufen den Euro in großem Umfang zugunsten des US-Dollar. Die Politik von Donald Trump hat sich nicht geändert, aber der Dollar fungiert erneut als „Reservewährung“ und sorgt für einen starken Zustrom von Käufern.
Wir sehen nach wie vor keine fundamentalen Faktoren, die die europäische Währung stützen würden. Es gibt jedoch ausreichend Faktoren, die für einen möglichen Rückgang des US-Dollar sprechen. Der Krieg im Nahen Osten hat den Dollar vorübergehend extrem attraktiv gemacht, doch sobald dieser Faktor wegfällt, könnte sich alles wieder in den vorherigen Zustand zurückentwickeln. Langfristig könnte der Euro bis auf 1,06 fallen (Trendlinie), aber der Aufwärtstrend bliebe dennoch relevant.
Die Positionierung der roten und blauen Linien des Indikators signalisiert weiterhin die Aufrechterhaltung eines „bullischen“ Trends. In der letzten Berichtswoche verringerte sich die Anzahl der Long-Positionen in der Gruppe „Non-commercial“ um 52.800, während die Zahl der Short-Positionen um 31.200 anstieg. Folglich sank die Netto-Position innerhalb der Woche um 84.000 Kontrakte.
Analyse von EUR/USD im 1-Stunden-ChartIm Stundenchart setzt das Währungspaar EUR/USD die Bildung eines schwachen und unsicheren Aufwärtstrends fort. Eine neue Eskalation im Nahen Osten, erneute Schocks am Öl- oder Gasmarkt sowie eine Ausweitung des Konflikts über den Nahen Osten hinaus könnten eine neue Welle von Dollar-Käufen auslösen und den Trend eher formeller Natur machen. Jeder Anstieg der europäischen Währung ist derzeit von Natur aus instabil und hängt von den Entscheidungen Trumps ab.
Für den 26. März heben wir die folgenden Handelsmarken hervor – 1,1234, 1,1274, 1,1362, 1,1426, 1,1542, 1,1615–1,1625, 1,1657–1,1666, 1,1750–1,1760, 1,1830–1,1837 sowie die Senkou-Span-B-Linie (1,1538) und die Kijun-sen-Linie (1,1550). Die Linien des Ichimoku-Indikators können sich im Laufe des Tages verschieben, was bei der Bestimmung von Handelssignalen berücksichtigt werden sollte. Vergessen Sie nicht, den Stop-Loss auf Break-even nachzuziehen, wenn sich der Kurs um 15 Pips in die richtige Richtung bewegt. So schützen Sie sich vor möglichen Verlusten, falls sich das Signal als falsch erweist.
Am Donnerstag veröffentlicht Deutschland den GfK-Konsumklimaindex, und in den USA werden die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung bekannt gegeben. Beide Veröffentlichungen sind nicht einmal sekundär, sondern eher tertiär. Sollten im Tagesverlauf keine wichtigen geopolitischen Nachrichten eintreffen, ist mit trägen Bewegungen in einer engen Spanne zu rechnen.
Handelsempfehlungen:Am Donnerstag können Trader Short-Positionen in Betracht ziehen, falls sich der Kurs unterhalb des Bereichs 1,1538–1,1550 festigt, mit einem Ziel bei 1,1426. Long-Positionen können mit Zielen bei 1,1615–1,1625 und 1,1657–1,1666 eröffnet werden, wenn der Kurs von den Ichimoku-Indikatorlinien abprallt.
Erläuterungen zu den Abbildungen:Unterstützungs- und Widerstandsmarken (Resistance/Support) sind dicke rote Linien, an denen eine Bewegung enden kann. Sie sind keine Quellen für Handelssignale.
Die Kijun-sen- und Senkou-Span-B-Linien sind Ichimoku-Indikatorlinien, die aus dem 4-Stunden-Chart in den Stundenchart übertragen wurden. Es handelt sich um starke Linien.
Extremniveaus sind dünne rote Linien, von denen der Kurs zuvor abgeprallt ist. Sie dienen als Quellen für Handelssignale.
Gelbe Linien kennzeichnen Trendlinien, Trendkanäle und andere technische Formationen.
Indikator 1 in den COT-Charts zeigt die Größe der Nettoposition für jede Händlerkategorie an.