XAU/USD. Preisanalyse und Prognose

Am Freitag verzeichnete Gold ein moderates Plus. Obwohl der U.S. Dollar Index über die psychologisch wichtige Marke von 100,00 Punkten gestiegen ist, haben gemischte Signale aus der US-Wirtschaft seinen Anstieg gebremst. Die Veröffentlichung der März-Daten der University of Michigan zeichnete ein uneinheitliches Bild. Der Index für das Verbrauchervertrauen fiel auf 53,3 Punkte gegenüber erwarteten 54,0 und 55,5 im Februar. Auch der Index für die Verbrauchererwartungen sank von 54,1 auf 51,7. Gleichzeitig stiegen die Inflationserwartungen auf Sicht von einem Jahr von 3,4 % auf 3,8 %, während die Fünfjahreserwartungen unverändert bei 3,2 % blieben, was auf anhaltende Sorgen über die Inflation hindeutet.

US-Präsident Donald Trump kündigte eine Verschiebung der militärischen Angriffe auf iranische Energieanlagen an und verlängerte die Frist bis zum 6. April 2026. Seinen Angaben zufolge wurde diese Entscheidung „auf Ersuchen der iranischen Regierung“ vor dem Hintergrund laufender Verhandlungen getroffen. Dieser Schritt hat die geopolitischen Spannungen jedoch nur teilweise gemildert: Iran bleibt bei seiner harten Haltung, und die Unsicherheit über den weiteren Verlauf des Konflikts hält an. Unterdessen berichtet das The Wall Street Journal, dass das Pentagon die Entsendung von zusätzlich 10.000 Soldaten in den Nahen Osten erwägt, was das Risiko einer neuen Eskalationswelle erhöht.Angebotsstörungen in der Straße von Hormus stützen weiterhin die hohen Ölpreise, was die Inflationserwartungen verstärkt und die Aufmerksamkeit der Anleger auf eine mögliche geldpolitische Straffung lenkt. Laut Daten von CME FedWatch wird die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Federal Reserve bis Ende 2026 derzeit auf rund 50 % geschätzt, während die Märkte vor der Konfrontation zwischen den USA und Iran noch 2–3 Zinssenkungen eingepreist hatten.

Steigende Renditen von US-Staatsanleihen setzen Gold ebenfalls unter Druck. Die Rendite zehnjähriger Papiere kletterte auf 4,45 % und erreichte damit den höchsten Stand seit Juli 2025, was die Opportunitätskosten für das Halten unverzinslicher Anlagen erhöht. Gleichzeitig bleibt der Dollar aufgrund seines Status als wichtigste Reservewährung robust. Da Öl und Gold in US-Dollar denominiert sind, stützen steigende Ölpreise häufig die US-Währung und begrenzen damit das Aufwärtspotenzial von Gold.

Aus technischer Sicht liegen die Oszillatoren weiterhin tief im negativen Bereich und untermauern damit die bärische Stimmung. Die Bullen müssen mindestens einen Ausbruch über den 100-Tage-SMA schaffen, um ihre Chancen zu verbessern.