Am Freitag verzeichnete Gold ein moderates Plus. Obwohl der U.S. Dollar Index über die psychologisch wichtige Marke von 100,00 Punkten gestiegen ist, haben gemischte Signale aus der US-Wirtschaft seinen Anstieg gebremst.
US-Präsident Donald Trump kündigte eine Verschiebung der militärischen Angriffe auf iranische Energieanlagen an und verlängerte die Frist bis zum 6. April 2026. Seinen Angaben zufolge wurde diese Entscheidung „auf Ersuchen der iranischen Regierung“ vor dem Hintergrund laufender Verhandlungen getroffen. Dieser Schritt hat die geopolitischen Spannungen jedoch nur teilweise gemildert: Iran bleibt bei seiner harten Haltung, und die Unsicherheit über den weiteren Verlauf des Konflikts hält an. Unterdessen berichtet das The Wall Street Journal, dass das Pentagon die Entsendung von zusätzlich 10.000 Soldaten in den Nahen Osten erwägt, was das Risiko einer neuen Eskalationswelle erhöht.
Steigende Renditen von US-Staatsanleihen setzen Gold ebenfalls unter Druck. Die Rendite zehnjähriger Papiere kletterte auf 4,45 % und erreichte damit den höchsten Stand seit Juli 2025, was die Opportunitätskosten für das Halten unverzinslicher Anlagen erhöht. Gleichzeitig bleibt der Dollar aufgrund seines Status als wichtigste Reservewährung robust. Da Öl und Gold in US-Dollar denominiert sind, stützen steigende Ölpreise häufig die US-Währung und begrenzen damit das Aufwärtspotenzial von Gold.
Aus technischer Sicht liegen die Oszillatoren weiterhin tief im negativen Bereich und untermauern damit die bärische Stimmung. Die Bullen müssen mindestens einen Ausbruch über den 100-Tage-SMA schaffen, um ihre Chancen zu verbessern.