Worauf sollte man am 30. März achten? Analyse fundamentaler Ereignisse für Einsteiger

Analyse makroökonomischer Berichte:

Für Montag sind nur sehr wenige makroökonomische Berichte geplant. In Deutschland wird heute der Inflationsbericht für März veröffentlicht – der erste Inflationsbericht für diesen Monat seit Ausbruch des Krieges im Nahen Osten, der zu einem starken Anstieg der Ölpreise und anderer Energieformen geführt hat. Es dürfte kaum jemand daran zweifeln, dass sich die Inflation weltweit beschleunigen wird. Die EZB und die Bank of England sind bereit, die Geldpolitik zu straffen, um dem starken Preisanstieg entgegenzuwirken. In den vergangenen zwei Monaten ist jedoch nur der Dollar gestiegen, da Händler weiterhin aus Risikowährungen und -anlagen fliehen. Daher könnten die makroökonomischen Daten in dieser Woche keinen wesentlichen Einfluss auf die Bewegungen der Währungspaare haben.

Analyse der fundamentalen Ereignisse:

Unter den wichtigen Ereignissen am Montag ist vor allem die Rede von Jerome Powell zu nennen. Es ist schwer vorherzusagen, worüber der Fed-Chair heute sprechen wird, doch die letzte Sitzung der Zentralbank liegt erst kurz zurück, sodass er kaum neue Informationen preisgeben dürfte. Die Position der Fed ist klar – eine Pause bei der Lockerung der Geldpolitik, was den Dollar gegenüber Euro und Pfund ins Hintertreffen bringt. Dies wäre tatsächlich ein Nachteil, gäbe es nicht die geopolitische Lage, die Trader und Investoren dazu zwingt, den sicheren US‑Dollar zu kaufen. Wir sind weiterhin der Auffassung, dass Fundamentaldaten, technische Analyse und Makroökonomie derzeit nur einen minimalen Einfluss auf den Devisenmarkt haben.

Allgemeine Schlussfolgerungen:

Am ersten Handelstag der Woche kann der Markt praktisch jede beliebige Bewegung zeigen, da Nachrichten aus dem Nahen Osten jederzeit eintreffen können und zuletzt inhaltlich oft widersprüchlich waren. Der Euro kann heute in der Spanne von 1,1527–1,1531 gehandelt werden, während das britische Pfund in der Spanne von 1,3259–1,3267 gehandelt werden kann. Wir sehen nach wie vor keine Grundlage für einen starken und anhaltenden Anstieg der amerikanischen Währung (unter Berücksichtigung aller Faktoren, nicht nur der Geopolitik), doch der Markt ist vollständig auf geopolitische Themen fokussiert, was den sicheren Hafen US‑Dollar zusätzlich stützt.

Grundprinzipien des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Ausbildung (Abprall oder Ausbruch) benötigt wird. Je kürzer die Zeit, desto stärker das Signal.Wurden an einem bestimmten Niveau bereits zwei oder mehr Trades aufgrund von Fehlsignalen eröffnet, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder auch gar keine Signale ausbilden. In jedem Fall ist es bei den ersten Anzeichen eines Seitwärtstrends am besten, den Handel einzustellen.Trades sollten in der Zeitspanne zwischen Beginn der europäischen Sitzung und der Mitte der amerikanischen Sitzung eröffnet werden; danach sind alle Positionen manuell zu schließen.Auf dem Stunden-Chart ist es vorzuziehen, Signale des MACD‑Indikators nur dann zu handeln, wenn eine gute Volatilität und ein durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigter Trend vorliegt.Befinden sich zwei Niveaus zu dicht beieinander (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.Nach einer Bewegung von 15–20 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop‑Loss auf Break-even nachgezogen werden.Worauf auf den Charts zu achten ist:

Kursniveaus von Unterstützung und Widerstand sind Marken, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take‑Profit‑Niveaus können in ihrem Umfeld platziert werden.

Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die es derzeit vorzugsweise zu handeln gilt.

Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.

Wichtige Reden und Berichte (stets im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht gehandelt werden, oder man verlässt den Markt, um plötzliche Kurswenden gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.

Anfänger im Forex‑Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines wirksamen Money-Managements ist der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.