Das Währungspaar EUR/USD setzte seine Abwärtsbewegung am Montag fort, getrieben ausschließlich von geopolitischen Faktoren. Bereits den fünften Tag in Folge kauften die Marktteilnehmer US-Dollar in Erwartung einer Eskalation des Konflikts im Nahen Osten. Dabei ist zu beachten, dass inzwischen jede Äußerung von Donald Trump einen Anstieg des Dollars auslöst – selbst dann, wenn der amerikanische Präsident von Verhandlungen, Waffenruhe oder Deeskalation spricht. Der Grund dafür ist schlicht, dass der Markt Trump keinen Glauben mehr schenkt. Es überrascht uns ein wenig, dass nur ein Jahr nach Beginn von Trumps zweiter Amtszeit der Markt bereits aufgehört hat, ihm zu vertrauen. Somit bleibt der Dollar als sicherer Hafen gefragt, und alle anderen Faktoren (technische, makroökonomische, fundamentale) spielen derzeit keine Rolle. Erwähnenswert ist außerdem, dass gestern die Daten zur deutschen Inflation für März veröffentlicht wurden, die einen deutlichen Anstieg von 1,9 % auf 2,7 % zeigten. Obwohl der tatsächliche Wert den Prognosen entsprach, garantiert dieser kräftige Inflationsanstieg praktisch eine Anhebung des Leitzinses der EZB im April. An den Märkten hat jedoch niemand diesen Umstand beachtet.
5M-Chart des EUR/USD-PaaresAuf dem Stunden-Chart wurde die aufsteigende Trendlinie durchbrochen, und erneut sahen wir keinen ausgeprägten Aufwärtstrend. Zu Beginn des Jahres 2026 hat sich der langfristige Aufwärtstrend fortgesetzt, daher rechnen wir weiterhin mit einem neuen langfristigen Anstieg des Euro. Das allgemeine fundamentale Umfeld bleibt für den US-Dollar sehr schwierig; aktuell steht jedoch die Geopolitik im Fokus des Marktes. Gerade dieser Faktor hat den Kurs bisher daran gehindert, seinen globalen Aufwärtstrend wieder aufzunehmen, und ihn anderthalb Monate lang nach unten gezogen.
Am Dienstag können Anfänger Short-Positionen in Betracht ziehen, falls sich der Kurs unterhalb des Bereichs 1,1455–1,1474 fest etabliert, mit Zielen bei 1,1413 und 1,1354–1,1363. Ein Ausbruch und eine Konsolidierung oberhalb des Bereichs 1,1455–1,1474 ermöglichen das Eröffnen von Long-Positionen mit einem Ziel bei 1,1527–1,1531.
Auf dem 5-Minuten-Chart sind die folgenden Marken relevant: 1,1267–1,1292, 1,1354–1,1363, 1,1413, 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1591, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837 und 1,1899–1,1908. Am Dienstag sind der Inflationsbericht der Eurozone und der JOLTs-Bericht zu offenen Stellen in den USA zu erwarten. Trotz der Tatsache, dass dies recht interessante Daten sind, könnte der Markt sie ebenfalls ignorieren.
Grundprinzipien des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abprall oder Durchbruch) benötigt wird. Je weniger Zeit dies in Anspruch nimmt, desto stärker ist das Signal.Wenn an einem bestimmten Level aufgrund falscher Signale zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle anschließenden Signale von diesem Level ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar sehr viele Fehlsignale oder auch gar keine Signale bilden. In jedem Fall ist es am besten, bei den ersten Anzeichen einer Seitwärtsbewegung den Handel einzustellen.Trades sollten in dem Zeitraum zwischen Beginn der europäischen Sitzung und der Mitte der amerikanischen Sitzung eröffnet werden; danach sollten alle offenen Positionen manuell geschlossen werden.Auf dem Stunden-Chart ist es vorzuziehen, Signale des MACD-Indikators nur dann zu handeln, wenn eine gute Volatilität und ein Trend vorliegen, der durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt ist.Wenn zwei Levels zu dicht beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.Sobald sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf den Breakeven nachgezogen werden.Worauf man in den Charts achten sollte:Kursmarken von Unterstützung und Widerstand sind Niveaus, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit-Marken können in ihrer Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend zeigen und die Richtung angeben, in die es jetzt vorzugsweise zu handeln gilt.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (sie sind stets im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares deutlich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht gehandelt werden, oder Trader sollten den Markt verlassen, um scharfe Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money-Managements sind die Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Handel.